Siehst du Christi Leib?
Wenn man alles selbst dirigieren möchte und sich selbst so wichtig nimmt, wo bleibt dann der Leib? Siehst du den Leib Christi? 1. Kor. 12, 19. Jesus ist nur für die der Herr, die an seinem Leibe sind. Bist du mit deinem Dienst und deiner Position beschäftigt, kannst du auch nicht die Funktion des Leibes sehen. V.11-13. Kommt durch meinen Dienst in der Gemeinde der Leib zum Vorschein? V.25. Wie ist es mit dem Wandel im Geist, der dazu führt, dass es nicht zu einer Spaltung im Leibe kommt? Wenn wir auch viele sind, so darf uns die Funktion und Wirksamkeit des Leibes nie abhanden kommen. Es ist weiter Raum in den Herzen derer, denen Offenbarung über Christi Leib zuteil wurde. Sie sehen die Herrlichkeit im Dienst und in der Gnadengabe der verschiedenen Geschwister.
Denke, was für eine Aufgabe, so zu dienen, dass unsere Kinder und Jugendlichen von neuem geboren werden, dass sie Jünger und ein Teil von Christi Leib werden können. Wenn diese Arbeit gelingen soll, muss ich selber Christi Leib klar sehen und für das Wachstum des Leibes arbeiten. Phil. 2, 12. Sind wir willig, uns selber abzusterben, damit der Leib heranwachsen kann? Lasst uns viel mehr für Christi Leib begeistert sein – für den Leib, in dem Satan seine Macht verloren hat. Es gibt nur einen Leib und deshalb wirkt Gott in uns, dass wir uns demütigen – um des Leibes willen, um des Ganzen willen.
Wie groß, Worte zu bekommen, die dazu imstande sind, den Leib Christi zu erbauen! Kol. 2, 18. Bedenke, wie ernst es ist, die Hilfe zu verlieren, die dazu im Leibe liegt, vor dem eigenen Hochmut bewahrt zu bleiben. Gott möchte, dass wir unseren Lauf vollenden und in Liebe entschlafen.
Ein Hirte dient so, dass die Heiligen vollkommen gemacht werden. Selbst wenn ich als Leiter nicht zugegen bin, kann es gut gehen! Sei beweglich warum kann nicht ein anderer dies tun, einer der mehr Gnade dazu hat? Habe ein entspanntes Verhältnis in Bezug auf deinen Dienst und deiner Funktion als Leiter. Achte den Dienst nicht auf solche Weise als etwas, das Gott dir gegeben hat, dass du aus diesem Grunde nicht willig bist, ihn an jüngere heranwachsende Diener abzugeben, die dich auf natürliche Weise im Alter entlasten können. Den Dienst des Gemeindeengels in Sardes konnten keine anderen übernehmen, die nicht hörten, was der Geist zur Gemeinde redete. Sie hatten keine Berufung, dieses Werk zu tun. In reiferen Gemeinden wachsen oft Diener heran, die viel von der praktischen und geistlichen Arbeit übernehmen können, um den Gemeindeleiter so zu entlasten, dass die Kraft auf den geistlichen Dienst konzentriert werden kann. Es ist wichtig, dass man nicht in einer gewissen Form oder Gewohnheit erstarrt. Sei beweglich! Es ist ja eine Bankrotterklärung für einen Hirten, wenn keine anderen Diener in der örtlichen Gemeinde heranwachsen.
Sei nicht groß und dienstbeflissen! Sonst wird es schwierig für den Jungwald heranzuwachsen. Sieh auf den Meister, wie er es tat. Er machte seine Berufung und Auserwählung fest in seiner und durch seine Erniedrigung. Dadurch bekam er einen Namen, der über alle Namen ist, so dass sich alle Knie beugen müssen. In der Erniedrigung werden wir gefestigt. Warum können z. B. nicht andere die Taufe vornehmen? Es braucht ja nicht der am meisten Geistliche zu sein, der eine Taufe durchführt, aber man muss ja aus der Finsternis ins Licht gekommen sein. Ein wenig Ordnung muss sein, aber nicht auf eine solche Weise, dass man Taufe, Kindersegnung, Hochzeiten usw. absagen muss, weil man selbst verhindert ist. Es ist nur geistlicher Größenwahn, wenn man sich so verhält. Wir müssen ja Vertrauen zur Bruderschaft haben.
Ein Leiter zu sein hängt auch mit Gnadengaben zusammen. Der Leiter einer Gemeinde ist nicht notwendigerweise der, der am gottesfürchtigsten ist. Ich verfolge ja das Geschehen in den Gemeinden, höre auf den Geist und Gottes Wirkungen und habe einen Weitblick in diesen Dingen. Wir müssen immer das Beste wählen, und eine Hauptsache ist ja, dass man etwas ausrichtet. Durch die Hilfe, die man in der Gemeinde erfährt, kann man wachsen und sich entwickeln. Viele waren schwach, aber durch Gottesfurcht wuchsen sie heran und wurden zu großem Segen. Die in der Erniedrigung stehen, wachsen heran zu kräftigen Personen in Gott und können zu großem Segen für die Menschen werden. Sei gottesfürchtig und bleibe in der Erniedrigung, dann wird Gott dich ausrüsten mit geistlichen Gnadengaben, die du nicht von Anfang an hattest.
Eine akademische Ausbildung zu haben und begabt zu sein bedeutet keineswegs, dass man auch geistlich ist. Die Hochschule zu Zion ist eine etwas anders geartete Schule – es ist die höchste und herrlichste Schule, in die man gehen kann – man lernt Dinge für diese und die kommende Welt. Gott erwählt, welche er will, sowohl Hohe als auch Niedrige. Die Nerven werden gestärkt und man bekommt göttliche Weisheit, die Verhältnisse des Lebens gut und gesegnet zu meistern. So ist die Bruderschaft.
Er, der den Tod besiegt hat, redet in der Gemeinde. Er hat den Weg gebahnt und alles zu Stande gebracht. Küsse den Sohn, dass er nicht zürne! (Vgl. Ps. 2, 12, Schlachter Übers.) Gehe den neuen und lebendigen Weg! Er wird dich von den Toten heraus führen in die Wohnung, die er für dich im Himmel bereitet hat. Bewahre deine Wohnung im Himmel und der Herr wird dich mächtig stärken.
David bezeichnet Saul und Jonathan als lieblich und milde im Leben. David unterschied zwischen Saul und dem bösen Geist. Dadurch blieb David im Guten bewahrt und überließ Gott die Abrechnung mit Saul. Die Rede eines Verzweifelten verhallt im Wind. Hiob 6, 26. Nimm es nicht so tragisch, der Betreffende ist verzweifelt und aus dem Gleichgewicht geraten. Wenn man es so nimmt, ist es viel leichter, im Guten bewahrt zu bleiben.
Wir müssen in unserem Dienst Weisheit gewinnen. Sowohl der König als auch der Priester müssen in unserem Dienst offenbar werden. Die Weisheit von oben ist zuallererst rein, danach kommen alle die weichen göttlichen Eigenschaften. Starke Menschen übernehmen gerne die Leitung, wenn du nicht deiner Königsberufung gerecht wirst - du lehrst sie Ungehorsam. Lege ihm einen Zaum in den Mund und leite ihn mit eisernem Stabe dahin, wo er hingehört. Jesus war im Herzen beschnitten, auch als er beim Gastmahl der Pharisäer zu Tische saß. Er stellte die Wahrheit auf den Leuchter. Viele sind fälschlicherweise dazu unterwiesen, Christentum bedeute immer sich zu beugen. Wenn starke Menschen lernen, ihren Eigenwillen durchzusetzen, indem sie Druck auf andere ausüben, dann lernen sie etwas, das sie nicht hätten lernen sollen. Dadurch kommen die Gottesfürchtigen in Leiden. In unserem Dienst sollen sowohl Kraft als auch Güte zum Vorschein kommen. Sonst wird man ein zahnloser Löwe, und die Menschen werden einen nur auslachen. Es gehört zu den Aufgaben eines Vorstehers, die Geringen zu fördern – die, die nichts sind, damit auch sie sich als Persönlichkeiten in Christi Leib entwickeln können. Die Starken dürfen die Schwachen nicht wegstoßen.
Halte dir deine Frau und Kinder drei Schritte vom Leibe, um Gefechtsabstand zu wahren und Freiheit zu haben, als Diener des Herrn zu handeln. Wenn man sagen kann: „Der Heilige Geist und wir haben beschlossen”, bewirkt das Respekt in der Gemeinde. Viele werden gegenüber den großen Familien schwach. Wenn du etwas von anderen hörst, so gewöhne dir an, auf die Rede des Geistes zu hören, damit das, was du sagst, nicht nach dem einen oder anderen Verhältnis riecht.
Es gibt Verschnittene, die sich selbst um des Himmelreichs willen verschnitten haben. Sie haben sich wissentlich und absichtlich selbst von den Möglichkeiten, die die Welt bietet, abgeschnitten. Das sind die Leviten in der Gemeinde, auf sie soll man achten und dafür sorgen, dass sie das bekommen, was ihnen zusteht.
Lasst uns unsere Ohren ihm zuwenden, um von ihm zu lernen, der sanftmütig und von Herzen demütig ist. Ich brauche Hilfe, lieber Jesus, gib mir Weisheit, damit ich es bis in die Details richtig machen kann. Lasst uns unsere Hände nach den Geboten des Lebens ausstrecken und zu einer größeren Erlösung kommen. Dann entstehen Gemeinschaft und Bruderschaft und ein herrliches geistliches Haus in der Gemeinde. Lasst uns in diesen Geboten wandeln. Soll es Fortschritt geben, dann müssen wir in Gedanken damit umgehen und darin leben. Das Leben vergeht so schnell! Es soll so viel wie möglich von Jesu Person aus uns hervorstrahlen. Möge Jesus uns in dieser Entwicklung mächtig stärken, das wird er tun.
