Großsein und Hochmut wirken zerstörend
Es ist sehr bedeutungsvoll, dass die Gemeinde Frieden hat, soll es Entwicklung und Wachstum geben. Selbstgefälligkeit, zu glauben, man wisse und verstehe es besser als die anderen, bringt Unfrieden mit sich. Man betrübt den Heiligen Geist und versteht die Gesetze nicht, die für Christi Leib gelten. Wenn bei Brüdern, denen man Vertrauen entgegen bringt, Unzufriedenheit durchsickert, dann werden die Schafe enttäuscht. Das kommt daher, dass man groß in sich selbst geworden ist. Hiob hatte es so: „Denn wir sind von gestern und wissen nichts.” - Er blieb bewahrt.
Man kann viel arbeiten, aber die Entwicklung geschieht durch die Hilfe des Heiligen Geistes. Apg. 9, 31. Diejenigen, die sich selbst erniedrigen und die Werke des Leibes durch den Heiligen Geist töten, werden leben. Zu Wachstum können wir nur durch den Heiligen Geist kommen. Entwickle dich nicht weg von der Armut des Geistes. Im Geist zu wandeln wirkt verzehrend - das zermalmt und macht zunichte. Entferne dich niemals aus der Flamme, die mitten in der Bruderschaft brennt.
Für Leute, die nichts sind, ist es unpassend, groß und gebieterisch auftreten zu wollen. Keiner von uns hat alles so verstanden, wie wir es verstehen sollten. Christus übersteigt alle Erkenntnis - darum sollten wir alle arm im Geist sein. Wie ist es mit deiner Freimütigkeit? Wir sind das Salz der Erde und unser Lohn im Himmel ist groß. Du bist Salz, solange du Jesus dienst als deinem Herrn – dann wird sein Wille in dir wirken, du hast Salz in dir und du hast große Freimütigkeit. Apg. 4, 31-33.
Wenn das Salz mit der Erde in Verbindung kommt, verliert es seine Kraft. Strecke deine Hände darum niemals nach dem Gott dieser Welt aus - Ehre, Macht und Geld. Dadurch verlierst du deine Freimütigkeit. Dann bist du nicht mehr derselbe wie früher – es ist etwas Zurückhaltendes in deinem Geist. Prüfe dich vor den Augen dessen, der Johannes auf Patmos erschien – er hat uns etwas zu sagen über uns selbst. Es ist sehr wichtig, in den Gedanken seines Herzens mit Jesus umzugehen. Die Wahrheiten über Christus offenbart im Fleisch dürfen keinem einzigen unter uns abhanden kommen. Ohne diese nahe Lebensverbindung mit Christus kann niemand Nahrung und Speise geben. Hast du das Gefühl, dass die Schafe anspruchsvoll sind? Denke daran, dass es deine Aufgabe ist, ihnen Nahrung zu geben. Wir sollen den Menschen zur Erlösung helfen und nicht müde werden, das Gute zu tun! Wir werden ernten, wenn wir nicht müde werden! Reinige alle Klage und jeden Misston weg! Wir sind in den Himmel gesetzt, und die ganze Erde ist unser Arbeitsplatz. Wir glauben, dass Gott jeder aufwachsenden Generation die Möglichkeiten gibt, die sie benötigt. Gottes Interessen sind in allem, was lebt!
Alles was wir tun, muss in dem Geist geschehen, dass wir alles gemeinsam haben. Dann ist der lebendige Gott mit uns. Apg. 6, 7-8. Wo der Geist der Einheit herrscht, nimmt Gottes Wort zu. Wo es Streitigkeiten gibt oder wo starke Frauen gerne steuern wollen, leiden die Jugendlichen und Kinder. Die Kinder sind sehr feinfühlend Geistern gegenüber. Achte besonders auf ein gutes Verhältnis zu deinen Brüdern an deinem Heimatort. Das segnet auch die nächste Generation. Sterbe dir selbst ab, damit sich die Gemeinschaft entwickeln kann - es lohnt sich sehr, sich in seinem Dienst zu erniedrigen. Vielleicht gibt es Dinge in der Gemeinde, die nicht so vollkommen sind, mit denen die Gemeinde aber trotzdem weiter leben kann – mit einem anderen Geist hingegen kann man nicht leben.
Wie wirkt dein Dienst? Bekommt die Versammlung Lust, dem Glauben nachzujagen? Jage nach der Heiligung, wenn du eifrig und radikal bist. Hebr. 12, 14.
Werde nicht Herr und Herrscher in deinem guten Stand! „In mir, das ist in meinem Fleisch, wohnt nichts Gutes.” Hast du das erkannt? Es kommen Dinge durch dein Wesen hervor, über die du keine Kontrolle hast, die aber doch eine Wirkung auf die anderen ausüben. Habe Furcht über dir – du stehst vor dem lebendigen Gott. Wer glaubt’s, dass er so sehr zürnt, und wer fürchtet sich vor ihm in seinem Grimm? Verstehst du, wie zornig Gott auf die Sünde ist? Jeder muss im Geist der Furcht wandeln, damit die Dankbarkeit gegenüber den anderen Gliedern am Leibe Christi zunimmt - sie sind Miterben und Jesu Brüder.
Die Gnade steht im Verhältnis zu meiner Erniedrigung. Eph. 4, 7. Habe ich die Gesinnung, Jesus nachzufolgen, gibt es kein Halten - ich setze keine Grenze dafür, wie tief ich mich demütigen will. Wir sind mit einem Geist getauft, um ein Leib zu sein. Wir repräsentieren ihn in einem Erniedrigungsleib – das dürfen wir nicht vergessen! Wir müssen von aller Hoffart und allem, was nicht zu den Tiefen der Erde dort unten passt, abtreten. Dann wird das Leben einfach.
„Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg, darum haben wir ihn für nichts geachtet.” Jes. 53, 3. Hier sehen wir, wie Jesus es hier in dieser Welt hatte – das Leben in den Tiefen der Erde. Wir tragen die gleichen Lasten, die die Menschen normalerweise zu tragen haben. So haben die Brüder durch alle Jahre die Gemeinde offenbart. „Smiths Freunde” sind von der gesamten etablierten christlichen Welt sehr verachtet gewesen, weil die Brüder in die Tiefen der Erde hinuntergingen. Durch ihr Licht und ihre Klarheit ist die Gemeinde gebaut worden. Über dem Schlussstein – der noch kräftiger und mehr zusammengefügt ist als die anderen Steine – liegt eine doppelte Gnade. Der Stein hat eine solche Kraft, dass er alle Religiosität zermalmen wird. Wir müssen da unten bleiben - da sind Saft und Kraft. Wenn wir davon wegkommen, repräsentieren wir nicht mehr Christi Leib. Dort unten gefällt es uns – da haben wir unsere Freunde und unsere Familie. Richte deinen Kurs nach unten, dann wirst auch du einmal hoch erhöht werden.
Manche Ältere haben in schwierigen Zeiten treu standgehalten. Das sind wertvolle Menschen, denen die Gemeinde am Herzen liegt. Weisheit, Verständnis, geistliches Gewicht und Zucht liegen im Wesen solcher älteren Brüder und Schwestern. Wenn man ein jüngerer Bruder oder eine jüngere Schwester ist, sollte man gut zuhören und sich danach ausrichten - sich warnen lassen. Es ist eine lange währende Schule, zum Werk des Dienstes vollkommen gemacht zu werden. Wir sollen heranwachsen zu aller geistlichen Weisheit und Einsicht. Das ist wirklich erstrebenswert!
