Die Haushaltung eines Vorstehers
„Wenn ich aber erst später komme, sollst du wissen, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, das ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit.” 1. Tim. 3, 15.
Als Diener in der Gemeinde soll man genau auf sich selbst acht haben und auf die ganze Herde, in der einen der Heilige Geist zum Vorsteher eingesetzt hat. Apg. 20, 28. Die Gemeinde wurde erworben durch das teure Blut Christi. Darum soll niemand sich selbst leben. Christus ist das Haupt der Gemeinde. Alle Leitung kommt von ihm. Der Opfergeist soll all unsere Arbeit durchsäuern. Niemand hat das Recht, andere mit seiner Erkenntnis zu züchtigen, weil man ihrer Schwachheiten überdrüssig geworden ist. Ein solcher Dienst hilft den anderen nicht, zu Geist, Wasser und Blut zu kommen.
Wir sollen unserer Berufung würdig wandeln, mit aller Demut und Sanftmut, in Geduld und einander in der Liebe ertragen. Lasst uns darauf achten, dass wir in all unserem Tun und Lassen Christi Dienergewand anhaben. Alle leichtfertige Rede muss von unseren Versammlungen verbannt sein. Die Jüngeren sollen sich den Älteren unterordnen und Respekt vor den Gemeindedienern haben, so dass der Geist der Furcht offenbar wird und der Einzelne nicht über sein Maß des Glaubens hinausgeht. Wir sollen einander als die guten Haushalter über die mancherlei Gnade Gottes dienen. Unsere Rede und unser Dienst sollen aus der Kraft sein, die Gott gewährt, damit in allen Dingen Gott gepriesen werde.
Der Vorsteher ist Haushalter über Gottes mancherlei Gnade. Hier hat er einen großen Vorrat, von dem er nehmen kann. Der treue und kluge Verwalter versteht, was die Gemeinde braucht und gibt zur rechten Zeit Speise. Dann wird das Lahme geheilt und der Einzelne bekommt Kraft, um den anderen als Gliedern am Leib Christi zu dienen. „Der Herr aber sprach: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über seine Leute setzt, damit er ihnen zur rechten Zeit gibt, was ihnen zusteht? Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, das tun sieht. Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr kommt noch lange nicht, und fängt an, die Knechte und Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich vollzusaufen, dann wird der Herr dieses Knechtes kommen an einem Tage, an dem er’s nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn in Stücke hauen lassen und wird ihm sein Teil geben bei den Ungläubigen.” Luk. 12, 42-46.
Manche haben ein falsches Verständnis davon, was es bedeutet, die Herde zu weiden. Es kann viele Dinge geben, die man sieht und die nicht vollkommen sind. Dessen wird man überdrüssig und man fängt an, die Knechte und Mägde zu schlagen. Luk. 12, 45. Wenn beim Gemeindediener die Neigung zum Herrschen durchbricht, dann ist mitten in der Gemeinde Satan zugegen, verstellt als Engel des Lichts. Hier müssen wir Furcht über uns haben, damit wir in Reinheit und Güte in der Gemeinde wandeln können, die die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit. Es ist immer leichter niederzureißen als aufzubauen, und durch das Böse, das noch in uns ist, werden wir versucht, das Leichteste zu erwählen.
Wenn hingegen alles nach den Gesetzen des Geistes funktioniert und der Einzelne in der Furcht Gottes wandelt, wird die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel kund. Sie bekommen zu sehen, dass die Gemeinde, wahrhaftig in der Liebe, als sein Leib zu dem hin wächst, der das Haupt ist, Christus. Dies wird für sie ein überwältigendes Zeugnis von Gottes Hoheit und Majestät, seiner großen Gnade und Güte, so dass Gott in allen Dingen geehrt wird.
Dadurch bekommen wir Macht, auch über die bösen Geister unter dem Himmel, weil sie sehen, dass wir mehr und mehr mit dem Haupt, Christus, zusammengefügt werden, der sie alle besiegt hat.
