Die „alten” Zeiten
Manche meinten, dass Aslaksen gesetzlich war. Das war er nicht, aber er konnte leicht missverstanden werden. Johan O. Smith unterstützte ihn voll und ganz und deshalb sagte er auch: „Aslaksen ist ein gottesfürchtiger Mann. Wer ihn nicht ertragen kann, soll lieber gehen.” Aslaksen war glühend eifrig in allem, was er tat. Er wurde verspottet und verachtet, aber er hielt unerschütterlich stand und schoss mit allen Kanonen, solange er lebte. Er war sehr demütig, freundlich und hilfsbereit und es war gut, mit ihm zusammen zu sein. Er war auch ein großes Original. Er war gering in sich selbst und gleichzeitig ein Geistesgigant.
„Es gibt so viel Neues in der Gemeinde”, sagen einzelne. Dabei denken sie oft an äußere Dinge. Wir halten fest an dem, was von Anfang an war. Das „Neue” in der Gemeinde ist, dass es immer heller und heller wird bis zum vollen Tag. Die Zeiten verändern sich und auch die Technik hat eine enorme Entwicklung genommen. Die Bruderschaft und der Inhalt der Bruderschaft sind heute viel reifer als vor ein paar Jahrzehnten. Wir sind ja auf dem Weg zum Vollkommenen. Dass wir viele geworden sind, soll dem keinen Abbruch tun, dass wir an dem festhalten, was von Anfang war.
Wird man beleidigt, wenn man eine Ermahnung bekommt, dann ist man weggetrieben von dem, was man von Anfang an gehört hat. Man kommt heraus aus dem Leben in Gott, wenn man sich gekränkt zurückzieht und mutlos wird. „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.” Joh. 7, 38. Dieses Leben soll durch uns bestätigt werden.
„Und darum danken wir auch Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das in euch wirkt, die ihr glaubt.” 1. Thess. 2, 13. Wir dürfen nicht von dem Wort wegtreiben, das in uns wirksam ist, wenn wir glauben! Jage dem Glauben nach, dann bist du gesalbt in deinem Dienst. Das Wort soll in uns wirken und ein Teil von uns werden, damit wir zu denen gehören können, die das Evangelium bestätigen. Wir sind nicht fertig mit dem Feind, bevor der Feind tot ist.
„Weil nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat aufgehört mit der Sünde.” 1. Petr. 4, 1. Alle Feinde in unserem Fleisch sollen vernichtet werden. Viele leben in einer entschwundenen Zeit – sie leben in alten Erlebnissen und in der Form, in der die Erweckung zu ihnen kam. Diejenigen, die auf diese Weise von den alten Zeiten reden, sind unter denen, die den Heiligen Geist betrüben. Sie sind in ihrem Verständnis erstarrt und nicht mehr lebendig für die Wirkungen Gottes im Jetzt.
„Aber sie waren widerspenstig und betrübten seinen heiligen Geist; darum ward er ihr Feind und stritt wider sie. Da gedachte sein Volk wieder an die vorigen Zeiten, an Mose: Wo ist denn nun, der aus dem Wasser zog den Hirten seiner Herde? Wo ist, der seinen heiligen Geist in ihn gab? Der seinen herrlichen Arm zur Rechten des Mose gehen ließ? Der die Wasser spaltete vor ihnen her, auf dass er sich einen ewigen Namen machte?” Jes. 63, 10-12.
Milchpackungen gibt es in verschiedenen Formen und Größen, aber es ist nicht die Form der Verpackung, auf die es ankommt. Das Wichtige ist ja, die Milch zu trinken! Erweckungen zeigen sich auch in verschiedenen Formen. Das, was wir brauchen, ist der Inhalt der Erweckung. Wir müssen in Bewegung sein, solange wir leben. Niemand darf in einer konservativen Form erstarren, wo keine innere Erneuerung vor sich geht. Dann ist man abgetrieben vom Wort und hört in seinem Inneren nicht mehr die Stimme des Geistes. Dann betrübt man den heiligen Geist – mitten in seiner „Gottesfurcht” und seinem Konservativismus.
Habe einen heiligen Ernst in deiner Verkündigung. Pflege den Dienst des Gebetes, dann kommt auch mehr Kraft in die Verkündigung des Wortes. Sei nicht leichtfertig – widerstehe dem Feind bis aus Blut. Jene, die ihre Freiheit gebrauchen, um auf Gott einzudringen, bekommen Gemeinschaft mit Gott in ihrem Geist und eine mächtige Kraft und großen Segen über ihr Leben.
Unsere Berufung ist, eine Entrückungsgemeinde zu sein. Wenn das so lange Zeit braucht und Gottes Langmut zuwartet, kommt es natürlich zu einer Aussonderung von Menschen, die nicht dasselbe wollen wie wir. Aufgrund der Kraft in der Gemeinde werden sie von uns ausgehen. Sie erhalten nicht die Ehre und Macht, die sie wünschen und deshalb bekommen sie unter uns auch keine Macht oder Kraft. Der Vorhof ist unser Missionsfeld, aber wir dürfen die Gemeinde nicht nach den Vorgaben der Schwachen gestalten. Sonst gedeiht die Gemeinde nicht und das Ganze kommt nicht so in Fahrt, dass man steuern kann. Durch die Schwachen bekommt Satan Macht. Zu ihnen kann er am leichtesten reden. Werden die Schwachen zu einer bestimmenden Macht in der Gemeinde, bekommt Satan anstelle von Gott die Leitung in der Gemeinde. Die Schwachen müssen sich ja ein Beispiel an den Starken nehmen, anstatt unzufrieden mit ihnen zu sein. Gleichzeitig müssen die Starken die Schwachen tragen. Naive Gutmütigkeit ist eine missverstandene Form des Christentums. Es steht nirgendwo, dass Gott nett ist, er ist hingegen gut, streng und fest. Das soll auch jeder Diener des Herrn sein.
