Was hätte der Gesellschaft erspart werden können?
Wenn die religiösen Leiter auf Brüder wie Johan O. Smith und Elias Aslaksen gehört und nach deren Verkündigung gehandelt hätten, hätte das christliche Norwegen niemals die Probleme bekommen, mit denen es sich heute aufgrund seiner kraftlosen Verkündigung herumschlägt. Sie können gut die eine Hand nehmen und damit ihre andere ergreifen und ihr für die heutigen Zustände danken - für Kirchen und Gebetshäuser, die der Staat verkaufen möchte, weil sie nicht genutzt werden. Sie haben Gottes Wort als Autorität verworfen und die Grundlage für ihren Glauben verloren.
Unsere Geschwister sind vielerorts wohlhabend und es geht ihnen gut. Wir sind für unseren Glauben an das Leben und für unser Familienleben bekannt. Wenn auch die Verachtung groß sein kann, solange die Kinderschar heranwächst, werden wir oft eher um unsere Familien und unseren Zusammenhalt beneidet, nachdem einige Jahre vergangen sind. Was ist wohl der größte Wunsch eines Menschen? Ob nicht ein harmonisches und friedvolles Heim mit Kindern und Enkelkindern, Geborgenheit, Respekt, Nähe, Fürsorge und Güte ganz oben auf der Wunschliste stehen? Treue und Liebe, ein Heim und Familienverhältnisse, die nicht kaputt gehen - wer wünscht sich das nicht? Das ist es, was der Welt heute in ständig zunehmendem Maß fehlt!
Viele der Christen in Norwegen sorgen sich wohl heute über die Zustände in ihren Versammlungen. Zu uns zu kommen, die so verleumdet und ausgestoßen sind, ist wohl dennoch für viele Gläubige keine Alternative. An dem Tag, an dem du siehst, wie schlecht es in der Versammlung ist, in die du gehst, und dein Herz nach Wahrheit und Gottesfurcht verlangt - an dem Tag wirst du vielleicht dennoch zu den verachteten „Smiths Freunden” gehen müssen, ob du willst oder nicht, und dort wirst du wahres Christentum finden!
Man hat die Gemeinde gerne als eine Schar wunderlicher Menschen dargestellt, die abgeschieden leben und nichts mit anderen Menschen zu tun haben wollen. Wie ist man darauf gekommen? Wenn das der Fall wäre, warum haben wir dann zum Beispiel keine Privatschulen gegründet? Eben darum, weil wir nicht glauben, dass es für Kinder am besten ist, in einem geistlichen Treibhaus aufzuwachsen. Wir glauben, dass sie in der Umgebung, in die sie gesetzt sind, bleiben und dort die Kraft in sich bekommen sollen, als Kinder des Lichts zu leben. Ebenso wie eine Bergbirke in der rauhen Umgebung einer Hochebene aufwachsen, sich dort festklammern und zu Wachstum und Entwicklung kommen kann, so wird auch ein jeder, der in seiner Berufung feststeht, zu Wachstum und Entwicklung durch Gottes Wort kommen.
Selbstverständlich wollen wir unsere Kinder nicht bei allem Möglichen, was in der Gesellschaft um uns herum geschieht, dabei haben. Wir halten sie fern von Dingen, von denen wir wissen, dass sie ihnen schaden werden. Das wird jeder verantwortungsbewusste Elternteil tun. Wir haben ihnen selbst eine bessere Gemeinschaft anzubieten und eine bessere Möglichkeit, sie zu bewahren. Dafür danken wir Gott. Darum gibt es viele andere, die ihre Kinder bei unseren Aktivitäten dabei haben wollen. Dafür sind wir auch offen gewesen, so weit wir dazu Platz und Möglichkeiten hatten.
In unserer Hauptstadt gibt es großes Elend mit Gewalt und Drogen - schlimmer als an den meisten anderen Orten in Europa. Die Behörden unternehmen wenig dagegen, abgesehen davon, es in der Statistik zu registrieren. Obwohl wir zahlenmäßig wenige sind, betreiben wir eine ausgedehnte Kinder- und Jugendarbeit, um das heranwachsende Geschlecht vor all dem Elend zu bewahren, das sich so deutlich in der Gesellschaft um uns herum ausbreitet.
Im Ganzen gesehen ist es eine große Schande, wie man in diesem Land verschiedene Minderheiten behandelt. Was glaubt man eigentlich von sich nur aus dem Grund, dass man der Mehrheit angehört? Gibt das jemandem das Recht, diejenigen schlecht zu machen, die wenige sind? Wenn so etwas woanders in der Gesellschaft um uns herum geschehen wäre, hätte man sofort eingegriffen.
Was ist, wenn jemand an etwas anderes glaubt als das, was die allgemein angenommen „richtige Lehre” ist? Es kann auch sein, dass sie eine ganz andere Religion haben. Viele Menschen innerhalb verschiedener Minderheiten glauben jedenfalls an etwas und haben einen größeren Halt in moralischen Werten als viele der heutigen verweltlichten Lutheraner.
In unserem Gottesglauben haben wir immer Recht gehabt! So unbescheiden sind wir! Die Wahrheiten, die in Schrift und Rede seit dem Anfang des vorigen Jahrhunderts unter uns hervorgekommen sind, haben sich bewährt. Wenn wir auch nicht in jedem Zusammenhang die theologischen Argumente der religiösen Leiter überboten haben, haben wir trotzdem Recht gehabt. Im Grunde haben ihnen ihre Argumente äußerst wenig geholfen, wenn ihre Gottesfurcht und Wahrheitsliebe nicht größer gewesen sind, als dies der Fall war. Heutzutage sind daher gerne die Antichristlichsten am Ruder und sollen die geistliche Hochburg ausmachen! Das Ganze ist ein Menschenwerk und ein großer Betrug.
Obwohl die religiösen Leiter nichts für uns getan haben, hat es dennoch Gott gefallen, uns die ganze Zeit hindurch all das zu geben, was wir an Sälen und Konferenzorten gebraucht haben. Unsere Leiter sind so verächtlich dargestellt worden, wie es wohl nur möglich ist. Eine unfassbar verlogene Darstellung! Unter uns Leiter zu sein, erfordert harte Arbeit und ein ganzherziges Engagement. Ich würde gerne wissen, wie viele faule und arbeitsscheue Menschen in unserem Land uns heute beneiden würden, wenn sie wüssten, was für eine Arbeit wir eigentlich geleistet haben.
„Jesus sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlässt um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfach empfange: jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen - und in der zukünftigen Welt das ewige Leben.” Mark. 10, 29-30.
