Ein gerechtes Leben
„Das Licht der Gerechten brennt fröhlich, aber die Leuchte der Gottlosen wird verlöschen.” Spr. 13, 9. Sogar unsere Feinde wollen am liebsten mit uns Frieden halten - aufgrund dieses fröhlich brennenden Lichtes. Von dem Leben eines gerechten Mannes gehen kraftvolle, unsichtbare Wirkungen aus. Wir wandeln in den Geboten, um Jesus ähnlicher zu werden, und in der Tiefe des Herzens ist eine Not, der Wahrheit näher zu kommen, ja bis zu ihrem Kern. Im Umgang mit ihm lernen wir, was Gerechtigkeit ist. Spr. 12, 1. Durch Zucht bekommt man Licht und Erkenntnis. Wandelt man in diesem Licht, kommt man zu Weisheit und zum Leben selbst. Wer Zurechtweisung hasst, ist dumm, weil die Zurechtweisung einem die Ohren für das Wort der Gerechtigkeit öffnet. Dann bekommt man Licht, in dem man wandeln kann und das den Dienst wirkungsvoller macht.
„Der Abgefallene wird seines Wandels satt werden, und ein guter Mann hält sich von ihm fern.” Spr. 14, 14 (norw. Übers.). Wenn sich gute Menschen von einer Person fernhalten, geschieht das, weil diese in ihrem Herzen abtrünnig geworden ist. Das Licht brennt nicht mehr fröhlich in ihr, die Liebe zur Welt hat sie ergriffen, und in ihrem Geist ist sie träge geworden.
„Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach dass du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts! und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.” Offb. 3, 15-17. Die Werke dieses Gemeindeengels waren nicht mehr gerecht, weil er in seinem Dienst einen Vorteil für sich selbst suchte. Jesus wollte ihn deshalb „aus seinem Mund ausspeien”. Die Liebe zur Welt bewirkt, dass man in seinem Geist nicht mehr lebendig ist.
Die Geschwister können an deinen Handlungen erkennen, ob du gerecht bist oder nicht. Wenn du einige Geschwister in dein Herz schließt, während du andere auf Abstand hältst, dann bist du ungerecht und verlierst Vertrauen in der Gemeinde. Genauso kann man Gegenstand von „Engelsverehrung” werden. Schone das vornehme Fleisch nicht. Um mit dieser Verehrung Schluss zu machen, ist es besser, am Tisch zu rülpsen, als sich von Menschen binden zu lassen, die einen „anbeten” wollen. Johan O. Smith war ganz frei von dieser „Engelsverehrung”. Elias Aslaksen sagte über ihn: „Ich habe nie einen Mann getroffen, der so völlig frei davon war, sich um die Bewunderung und die Ehre von Menschen zu kümmern.”
Ein norwegischer Spruch lautet: „Groß will man sein, selbst wenn der ganze Hintern bloß ist.” Dies ist eine Untugend, von der man in seinem Geist frei werden muss. Es liegt nahe, mit denen zusammen sein zu wollen, die angesehen sind und so weiter. Ein Mann des Geistes braucht so etwas nicht. In der Gemeinschaft mit dem König der Könige und dem Herrn der Herren haben wir keinerlei Verlangen nach weltlicher Bewunderung oder religiöser Größe. Lass dich von vornehmen und feinen Worten von Menschen, die sich ihrer Intelligenz und ihres Wissens rühmen, nicht beeindrucken. Sie stolpern in ihrer Vornehmheit. Ich bin froh, dass Johan O. Smith mit dieser Sache aufgeräumt hat. Das war auch notwendig, damit die Jüngerschaft bewahrt bleiben konnte. Wir müssen dafür sorgen, dass wir dieselbe Entschiedenheit – und Geistesgemeinschaft mit unseren Vätern in Christus haben.
Wenn wir dienen, müssen wir beachten, dass wir auserwählten Menschen dienen - wir sollen ihnen zu ihrem Recht verhelfen. Lasst uns niemanden verachten und auch niemanden verspotten. Menschen, die spotten, werden Satan überlassen, damit sie lernen können, nicht zu spotten. Diese Zucht kann sie vielleicht zur Vergebung ihrer Sünden führen. Warne diejenigen, die anfangen, gottesfürchtige Menschen anzugreifen. Erweise gottesfürchtigen Menschen Respekt und Ehrerbietung, selbst wenn sie sehr gering sind und keinen sichtbaren Dienst haben. Wenn du keinen Sinn dafür hast, die Gottesfurcht in unscheinbaren Personen zu sehen, dann hast du keinen Sinn für das, was Gott tut. Solche Menschen sind notwendig für die Funktion des Leibes. Achte die Geringen hoch, aber gib dem Armen nicht deshalb Recht, weil er arm ist. Gib dem Recht, der Recht hat!
Viele Menschen brauchen Salbung vom heiligen Geist, um in ihrem Lauf und in ihrem Dienst gestärkt zu werden; und wir können die Ermahnungen, die wir bekommen, sehr gut gebrauchen. Es ist vollkommen möglich, in der Endzeit zu leben, ohne von den Geistesmächten verunreinigt zu werden. Lasst uns in diesem Kampf zusammenhalten! Hiob 34, 4. Lasst uns zusammen das Gute suchen. Wir müssen eng zusammengefügt standhalten und wie ein Mann Widerstand leisten gegen alles, was uns niederdrücken und zerstören will. Wenn wir voller Güte und Segen in unserem Geist unseren Leib verlassen, haben wir unsere Sache nicht schlecht gemacht. Alle Menschen, mit denen wir in Kontakt kommen, sollten spüren, dass sie von uns geliebt und geschätzt werden.
Jesus wurde um unserer Rechtfertigung willen auferweckt. Die Gebote geben uns ein vollkommenes Bild davon, wer der Sohn ist. Wenn du dem Sohn gleich werden willst, musst du Jesu Gebote halten. Durch den Sündenfall drang bei allen die Sünde (der Egoismus) ein. Nur dadurch, dass man ganz für das Himmelreich lebt, kann man ganz aus der Ungerechtigkeit herauskommen. Ohne dies kommt unsere Entwicklung zum Stillstand.
„Und das ist die Liebe, dass wir leben nach seinen Geboten; das ist das Gebot, wie ihr’s gehört habt von Anfang an, dass ihr darin lebt.” 2. Joh. 6. „Daran wird offenbar, welche die Kinder Gottes und welche die Kinder des Teufels sind: Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder lieb hat.” 1. Joh. 3, 10. Man kann Liebe und gerechtes Handeln nicht voneinander trennen. Wenn wir davon abgleiten, verlieren wir unsere Vollmacht in der Gemeinde.
„Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einen dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.” 2. Petr. 1, 19-21. Die Weissagung muss durch den heiligen Geist offenbart werden. Die Botschaft muss in Erweisung des Geistes und der Kraft und vom Geist getrieben verkündigt werden – sonst werden wir innerlich trocken und leer. Die Wirkungen des Geistes müssen sich so unseren Herzen offenbaren, dass der Geist anfängt, uns zu treiben. Dann wird sich in unserem Innern eine Kraft entfalten wie bei gärendem Wein. Alle Schmeichelei muss verflucht sein. Suche keine Vorteile für dich selbst.
Deine Zunge vom Bösen fernzuhalten und stattdessen damit zu beginnen, deine Mitmenschen zu segnen, das ist der Weg zu Glück und Freude. Egal wie gut die anderen zu dir sind, so hören doch die schlechten Neigungen in deinem Fleisch nie auf, wenn du nicht mit diesen Neigungen aufräumst. Segne, so wird es dir gut gehen! Spr. 11, 25.
