Hirte und Prophet

Kåre J. Smith

- Aufrichtigkeit

Hirte und Prophet

Aufrichtigkeit

„Alle diese Kriegsleute, in Heeresordnung, kamen von ganzem Herzen (norw. Übers.: mit aufrichtigem Herzen) nach Hebron, um David zum König zu machen über ganz Israel. Auch war das ganze übrige Israel eines Herzens, dass man David zum König machte.” 1. Chron. 12, 39.

„... von Sebulon wehrfähige Männer, zum Kampf gerüstet mit allerlei Waf­fen, fünfzigtausend, David einmütig zu helfen (norw. Übers.: reihten sich ein zur Schlacht mit Herzen ohne Falsch.)” 1. Chron. 12, 33. Solche Menschen haben eine Zukunft. Sie durften erleben, dass mit dem Heer, das hinter David stand, auch der Gott des Himmels war.

Viele können lächeln, aber es liegt keine Aufrichtigkeit in ihrer Freund­lichkeit und Liebe. Wenn diese nicht aufrichtig sind, dann sind es auch keine Tugenden Christi – dann ist es Falschheit. Falschheit wird von Gott niemals geduldet. Falsche Menschen suchen das Ihre. Sie haben keine Zukunft in Gottes Reich. Gott nimmt sich unaufrichtiger Menschen nicht an. Wenn man Falsch­heit in sein Herz hineingelassen hat, dann muss man sich von ganzem Herzen bekehren. Gott nimmt sich solch unaufrichtiger Menschen nicht an.

„Denn siehe, die Gesetzlosen spannen den Bogen, sie haben ihren Pfeil auf der Sehne gerichtet, um im Finstern zu schießen auf die von Herzen Aufrich­tigen. Ps. 11, 2 (Elberfelder Übers.). Alle, die auf die Aufrichtigen schießen, stehen in Verbindung mit den Mächten der Finsternis. Die Gemeinde hat trotz­dem hinter einer Mauer des Heils standgehalten. Wie sollen wir uns gegen die Pfeile, die von der Finsternis aus auf uns geschossen werden, schützen? Ja, wir sollen ihnen mit dem Schild des Glaubens begegnen. Das wirkt wie Dünger auf unser Leben in Gott. Die Gemeinde wächst und gedeiht unter solchen Verhältnissen.

David schreibt viel von Aufrichtigkeit, und Jesus sitzt auf Davids Thron. Alle Aufrichtigen sind gnädig, barmherzig und gerecht. Ps. 112, 4. Nicht alle Leiter sind so – und dann werden sie auch auf lange Sicht ihren Platz nicht behalten. Die beständigen Gnaden Davids werden den Aufrichtigen gegeben.

„Lobet Jahwe! Preisen will ich Jahwe von ganzem Herzen im Kreise der Aufrichtigen und in der Gemeinde.” Ps. 111, 1 (Elberfelder Übers.). Dort werden Falschheit oder Unaufrichtigkeit nicht geduldet. „Wirst du nun Gott ernstlich suchen und zum Allmächtigen um Gnade flehen, wirst du lauter und aufrichtig sein, so wird er für dich eifern und die Zierde deiner Gerechtigkeit wieder herstellen. Da wird dein früheres Glück im Vergleich zu deinem spätern klein sein.” Hiob 8, 5-7 (Schlachter Übers.).

„Denn ich habe keinen, der so ganz meines Sinnes ist, der so herzlich für euch sorgen wird. Denn sie suchen alle das Ihre, nicht das, was Jesu Christi ist.” Phil. 2, 20–21. Trotz all ihrer Wirksamkeit für die Menschen haben sie also das Ihre gesucht. Sie bekamen nicht die Ehre, die ihnen ihrer Meinung nach zustand als solchen, die mit Paulus gereist waren. Sie wurden unruhig und waren auf Ehre aus – sie wollten gerne erwähnt und beachtet werden. Aufrichtigkeit und einfältige Treue gehören zusammen. Was ist Einfalt? Ja, man fürchtet Gott um seinetwillen, ohne daran zu denken, was Gott einem geben kann. Lot war reich, aber nicht so reich wie Abraham, und das ärgerte ihn. Deshalb erhob er seinen Blick zur Ebene Sodoms und wählte das, wovon er glaubte, dass es ihm irdischen Reichtum bringen könnte. Als Lot gegangen war, öffnete Gott Abrahams Augen für eine viel größere Herrlichkeit. Abra­ham diente Gott - und nur ihm.

Wenn du weißt, was für die Gemeinde das Beste ist, aber trotzdem an das denkst, was aus dir und deiner Person werden soll, dann bist du nicht aufrich­tig. Dienst du Gott um seinetwillen, dann hast du Kraft und bist frei und unge­bunden. Die Gedanken kreisen nicht um deinen Dienst, sondern du suchst in Gottes Wort, um dem näher zu kommen, was Gott zu geben im Stande ist. Du erkennst deine Armut und deine Seele schreit nach Gott, wie der Hirsch nach Wasser schreit. Die meisten wären groß in sich selbst geworden, wenn sie Goliath besiegt hätten, aber bei David war es nicht so. Er diente Gott und setzte sein Leben ein. Er war ein Mann nach dem Herzen Gottes. Es braucht eine Fülle von Gnade, bevor Gott von einem Menschen so etwas sagen kann – es war also eine Fülle von Demut bei David.

Wenn unser Dienst gelingt, dürfen nie Gedanken an die eigene Person in un­ser Herz hineinkommen. Solche Gedanken dürfen niemals Einlass finden! Wenn man aufrichtig ist, kann man sie nicht zulassen. Gibt man solchen Gedanken nach, bewahrt man sein Herz nicht rechtschaffen vor Gottes Angesicht.

„Denn wir sind von gestern her und wissen nichts; unsere Tage sind ein Schatten auf Erden.” Hiob 8, 9. Wir müssen uns einfältig an Gottes Wort hal­ten. Dann werden wir auch erleben, dass Gott unser starker Schutz ist. Es ist wahr, dass wir von gestern her sind und nichts wissen. Deshalb brauchen wir Verbindung mit ihm, der unsere Herzen und Nieren erforscht, denn er offen­bart sich den Aufrichtigen.