Hirte und Prophet

Kåre J. Smith

- Die Kraft der Liebe

Hirte und Prophet

Die Kraft der Liebe

Das Ziel mit all unserer Arbeit ist, die Menschen zu Jüngern zu machen. Die Kraft der Liebe hält das Ganze zusammen, trotz vieler Unvollkommenheiten. Jesus und die Jünger blieben Tag für Tag fest in der Gemeinschaft. Die Kraft liegt in der Liebe untereinander – dass wir uns wirklich lieb haben. „Euer Herz erschrecke nicht!” Dies waren Jesu stärkende Worte, obwohl er wusste, dass Petrus ihn verleugnen würde. „Glaubet an Gott, und glaubt an mich!” Dies sind kräftige Verankerungen, die das Haus zusammen halten. In Jesu Herz lag ein sehr großes Verlangen, dass die Jünger da hinkommen könnten, wo er ist. Jesus arbeitet und bereitet uns eine Stätte im Himmel, und wir arbeiten bis auf weite­res an unseren Heimatplätzen auf der Erde. Bald wird dieses Haus zusammen­gefügt werden. Wir werden in alle Ewigkeit zusammen sein dürfen!

Jesus hatte jedem Gemeindeengel in Kleinasien etwas zu sagen. Heute gibt es viele goldene Leuchter, die vor Gottes Angesicht stehen. „Gebiete den Israeli­ten, dass sie zu dir bringen reines Öl aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter, dass man beständig Lampen aufsetzen kann. Außen vor dem Vorhang, der vor der Lade mit dem Gesetz hängt, in der Stiftshütte soll Aaron den Leuchter her­richten, dass er vom Abend bis zum Morgen beständig leuchte vor dem Herrn. Das sei eine ewige Ordnung bei euren Nachkommen.” 3. Mose 24, 2-3.

Der Leuchter hat eine Form. Deshalb wird mit der Lehre gearbeitet, aber es ist Öl nötig, damit durch das verborgene Leben ein Inhalt offenbar werden kann. Die Korinther waren reich, was die Form der Lehre betraf, aber es war keine Weisheit vorhanden. Die Schätze der Weisheit sind im Sohn verborgen. Unsere Lampen sollen nicht verlöschen, und deshalb muss immer eine ver­borgene Herzensverbindung zu Gottes Thron vorhanden sein. Die Lehre ist wichtig, aber noch wichtiger ist das Leben.

Komme in unsere Versammlungen mit bewussten Gedanken darüber, dass die Zusammenkunft Zukunft und Hoffnung bewirken soll. Gegenstand unse­rer Gedanken muss all das Gute sein. Diese göttlichen Gedanken müssen wir uns gegenseitig vermitteln, wenn wir zusammen sind. Lasst uns einander er­mutigen, denn das brauchen wir! Lasst uns einander reizen zu Liebe und zu guten Werken und dadurch im inneren Kreis der Gemeinde verbleiben, wohin Satan noch niemals seinen Fuß gesetzt hat. Gib dein Leben für deine Freunde! Glaubst du nicht, dass die Geschwister es merken, ob du sie innig und von Herzen liebst?

„Ich aber will gern hingeben und hingegeben werden für eure Seelen. Wenn ich euch mehr liebe, soll ich darum weniger geliebt werden?” 2. Kor. 12, 15. Bei allem, was Paulus widerfuhr, nahm er in der Liebe zu. Fällt man aus der Liebe, dann fällt man von Gott ab, gleichgültig was die anderen vielleicht gesagt oder getan haben. Die Lebensverhältnisse, die für alle anderen sehr negativ sind, werden für uns eine Quelle zu mehr Liebe und mehr Leben. Es beginnt mit schmalen Pfaden des Lichts und daraus werden Wege in unserem Inneren. So erleben es alle, die sich opfern lassen, statt zu jammern und zu klagen.

„Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja viel­mehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.” Röm. 8, 33-34.

Es können viele Gedanken, Fragen und Gefühle aufkommen, wenn wir an­geklagt und verdammt werden. Mitten in all diesen Trübsalen hatte Paulus einen starken Trost durch seine Gewissheit, dass ihn nichts von der Liebe Christi scheiden konnte. Er betrachtete sich selbst als Schlachtschaf, und dadurch nahm die Liebe durch all diese Lebensverhältnissen zu. Nur wenn du selbst aus der Liebe fällst, ist es möglich, dass Menschen dir etwas Böses tun!

Es gibt kalte Planeten und es gibt selbstständig leuchtende Fixsterne. Die kalten Planeten kreisen um die selbständig leuchtenden. Da, wo Gottes Liebe zum Vorschein kommt, möchten die Menschen gerne sein. Die, die Gottes Liebe in ihren Herzen haben, sind die wichtigsten Menschen auf Erden. Die Anderen spüren früher oder später, dass diese etwas von Gott bekommen haben. Die Blumen wenden sich zur Sonne hin und öffnen sich. So werden sich auch die Menschen in der Nähe derer, bei denen die Liebe offenbar wird, geborgen fühlen. Unter den Menschen gibt es viel Gefühlskälte und wenig aufrichtige Liebe. Alle, die aufgrund dieser Kälte in Leiden gekommen sind, sollen von Christi Leib die Wärme der Sonne zu spüren bekommen.

Möge Gott uns in einer innig warmen Liebe zueinander und zu Jesus Chris­tus bewahren. Dann wird es uns sehr gut gehen im Leben!