Unglaube und das seelische Leben
Prüfe dich selbst, ob du die Macht hast, dem Geist des Unglaubens zu gebieten, dass er verschwindet. Wenn etwas in der Gemeinde vorangebracht werden soll, kommt sehr schnell der Unglaube. Alles, was in der Gemeinde in Angriff genommen wird, ist zu unserem gemeinsamen Besten. Gleichwohl nörgelt man, weil man sein eigenes Leben bewahren will. Unglaube und Vernunft dringen gerne bei den Schwestern ein, die dann ihrerseits die Brüder beeinflussen. Viele glauben, es sei die höchste Form der Liebe, Rücksicht zu nehmen und die Schwachen zu unterstützen. Das Ergebnis davon ist oft, dass die ganze Gemeinde den Vorwärtsdrang verliert. Du, der du Verantwortung hast, sei wachsam, so dass du das Licht auf den Leuchter stellen kannst. Nicht die offenbaren Sünden sind für die Gemeinde gefährlich – sie sind ja offenbar und können leicht ausgeräumt werden. Wirklich gefährlich sind seelische Menschen, die aus einem „guten Gewissen” heraus predigen und glauben, alles und alle beurteilen zu können. Dadurch entstehen Unruhe und Parteien und Satan bekommt Macht unter den unbefestigten Seelen.
Das seelische Leben sieht man deutlich in neueren Gemeinden. Wenn sie nicht ihr Leben finden und sich von ihrem seelischen Wesen und ihrer Menschlichkeit reinigen, muss Gott sie schließlich stoppen. Auch wir müssen solche Aktivität stoppen. „Halte dich fern von ungeistlichem losem Geschwätz; denn es führt mehr und mehr zu ungöttlichem Wesen, und ihr Wort frisst um sich wie der Krebs.” 2. Tim. 2, 16-17.
Sitze nicht da und höre allem möglichen zu, ohne zur rechten Zeit einzugreifen. Viele schwatzen drauflos über Menschen, die beispielsweise für ihren Geschmack zu eifrig waren. Sie möchten sozusagen dem verantwortlichen Bruder bei seiner Aufgabe helfen. Es muss Raum für alle sein, die Gott suchen wollen. Man kann nicht andere Menschen verleumden, nur weil man glaubt, dass dies auch andere tun. Sprich auch nicht über andere „um des Dienstes willen”, wenn das, was du sagst, der Sache nicht weiter hilft. Sonst wirst du selbst zum Afterredner. Viele haben sich hier oft versündigt. Wenn man ständig „um des Dienstes willen” über Verhältnisse redet, ist das gern ein Zeichen dafür, dass man wenig Gottes Wort und Offenbarungen hat.
Alles, was wir tun, muss zielgerichtet sein. Auf diese Weise bekam Johan O. Smith Macht über Unglauben und alles seelische Leben. Wenn es einem gegenüber seinen Nächsten schwer fällt, Vertrauliches für sich zu behalten, dann hat man ja eine sehr begrenzte Tragfähigkeit. Gegen all dieses muss das Schwert kräftig wirken. Wir sollen die Menschen ja erbauen, wenn wir Vertrauen in ihren Herzen haben um ihnen zu helfen. Viel Geschwätz und Gerede zerstört das Vertrauen in das Gute und zerstört das Vertrauen zu denen, die Gottes Wort verkündigen.
Lass keine Sünde durchgehen, nur weil bestimmte Personen dich als verantwortlichen Bruder unterstützen. Lass keine Dinge leben, die eigentlich sterben sollten. Sonst beginnt man gerne, Dinge anzugreifen, die eigentlich leben sollten. Ohne Zweifel gibt es satanische Kräfte, die nicht wollen, dass unsere Arbeit gelingt. Deshalb müssen wir gewappnet vor dem Angesicht des Herrn stehen – bevor der Kampf kommt – so dass wir vorbereitet sind und nicht am Tag des Kampfes überrascht werden. Wir sollen ausgerüstet sein mit Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken. Die Glaubensstellung unseres Herzens muss sein: „Mag kommen, was da kommen kann, ich geb’ mein Leben dran.” LdL Nr. 283.
J. O. Smith legte den Grund für das Gemeindeleben und für „Skjulte Skatter”(Verborgene Schätze) als ein weiser Baumeister. Wäre der Grund nicht in Ordnung gewesen, wäre das Bauwerk eingestürzt. Als er einmal davon sprach, einen ordentlichen Grund zu legen, erzählte er, dass es ihm zu Herzen ging, wie gründlich man das Fundament herstellte, als in der Hauptstadt eine neue Feuerwache gebaut wurde. Kein Bauwerk bleibt bestehen, ohne dass man seine Sachen in Ordnung bringt und eine gründliche Arbeit tut, um einen reinen Grund zu bekommen. Es muss Gerechtigkeit in Geldsachen herrschen und man muss im Stande sein, mit Freude Unrecht zu leiden. Das göttliche Leben ist von Gerechtigkeit durchsäuert - vom Fundament angefangen und durch das ganze Bauwerk hindurch.
Die Weisheit ist gütig. Viele starke Bauleute waren sehr ungütig gegen andere Menschen. Im Umgang mit unseren Mitmenschen sollten wir uns zu Herzen nehmen, dass wir mit den Menschen gerecht sind, sonst werden wir selbst dem begegnen, der die Herzen prüft und sich auf Patmos offenbarte, der Augen hat wie Feuerflammen.
Wir sollen Rechenschaft ablegen für jeden Tag – ohne den Geist der Furcht. Einer wird wie der Mond scheinen, andere wie die Sterne und wie die Sonne. Alles wird ganz gerecht zugehen gemäß dem Einsatz und der Treue, die man gegenüber Gottes Wirkungen bewiesen hat. Mitten in der Nacht ertönt Lobgesang in den Hütten der Gerechten. Alles Murren und jeder Zweifel sind verstummt, es herrschen nur Freude und Segen. Dieser Grund ist für uns gelegt. Nun müssen wir zusehen, wie wir weiter bauen, dass auch wir mit edlen Materialien bauen, die offenbar werden, wenn wir in das Werk Gottes eintreten und wo der Tod über unser eigenes Leben wirksam ist, indem wir das Werk ausführen. Allein die göttliche Natur – die Wahrheit, die in uns ist – werden wir in Ewigkeit behalten. Wenn wir an den Ausgang des Lebens denken, den Sigurd Bratlie von Gott bekam, so wurde er ja entkleidet und die Gnadengaben verschwanden, aber die Fülle in seinem Geist strahlte und ging als reicher Schatz in die Ewigkeit ein.
