Hirte und Prophet

Kåre J. Smith

- Einfältige Treue

Hirte und Prophet

Einfältige Treue

„Heilige sie in der Wahrheit! Dein Wort ist die Wahrheit” Joh. 17, 17. Jesus war der Anfänger und Vollender des Glaubens. In den Prüfungen ließ er sich in der Wahrheit heiligen. Er erkannte Gottes Willen und hat sich an diesen gebun­den. Dadurch wurden seine Sinne geübt. Jesus machte die Erfahrung, dass es das allerbeste war, dem Wort gehorsam zu sein, welches Gott in sein Herz ge­legt hatte. Selbst wenn uns Gott in Trübsale führt, hat er nur gute Gedanken mit uns. In keiner einzigen Versuchung legt er uns unnötige Bürden auf. Ha­ben wir unsere Berufung vor Augen, werden wir in der Wahrheit geheiligt. Gottes Wort redet zu uns und wir bleiben fest und unbeweglich stehen wie der Berg Zion. Aber denken wir zuerst an das Irdische, werden wir getäuscht und gehen in die Irre.

„Der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wun­den seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.” 1. Petr. 2, 24.

Der Irrtum kommt dadurch, dass man das Irdische oder seinen Leib an die erste Stelle setzt. Deshalb erlebt man keine wahre Heilung. Gottes Wort sagt, dass wir der Gerechtigkeit leben sollen. Wenn wir zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit trachten, erhalten wir das Irdische ent­sprechend dem Willen Gottes. Alles, was wir dann verdienen, wird zu einem Segen, den wir wiederum in Gottes Arbeit einbringen. Verkehrt wird es dann, wenn ich in erster Linie nach den irdischen Dingen trachte und dies meine Gedanken ausfüllt! Wir sollen unseren Sünden absterben, und wir verkündi­gen den Tod über die Lüste und Begierden im Leib. Wenn das Geistliche in unserem Leben in Wahrheit an erster Stelle steht, kommt auch das Andere in Ordnung.

Wir sollen von der Sünde und ihrer Macht völlig frei gemacht werden. Diese Botschaft soll in unseren Versammlungen Woche für Woche und Jahr für Jahr mit Kraft ertönen. Dann hinterlässt sie Spuren und tut ihre Wirkung. Schiebe nicht die Schuld auf leibliche Krankheit oder Schwachheit, wenn du sündigst. Man braucht ja nicht zornig zu werden, auch nicht, wenn man krank ist. Die Schwachheit deckt etwas von der Sünde im Fleisch auf, wo also keine göttliche Natur vorhanden ist. Davon soll ich erlöst werden, selbst wenn ich derzeit etwas schwach bin.

Alle Themen in Gottes Wort erfüllen sich in dem einen, dass es der Wille Gottes ist, dass wir göttliche Natur erlangen sollen. Studiere dieses Hauptthe­ma, bekomme Glauben daran und setze dich ganz dafür ein. Dann wird Gottes Wort zu dir reden und Gott selbst wird sich für dich offenbaren. Lebst du gottesfürchtig, wird es in deinem Geschlecht und nach dir blühen. Es gibt bei Gott kein Ansehen der Person. Alles in Gottes Reich geht nach Lebensgesetzen.