Hirte und Prophet

- Unser Erbteil im Licht

Hirte und Prophet

Unser Erbteil im Licht

Wir sind Gottes Werk und dazu berufen, tüchtig gemacht zu werden zum Erbteil der Heiligen im Licht. Kol. 1, 12. Ebenso wie Israel für sein Land kämp­fen musste, so müssen auch wir für unser Erbteil im Licht kämpfen. In Israel gab es ein Gesetz, dass sich niemand am Erbteil seines Bruders bereichern konnte. Diejenigen, die das Erbteil ihres Bruders unrechtmäßig an sich ge­nommen hatten, mussten sogar die Ernte davon zurückgeben. 2. Könige 8, 1-6. An diesem Beispiel können wir eindeutig verstehen, dass wir außerhalb unseres Erbteils nichts werden können. Nur wenn wir an unserem Platz im Leibe Christi zur Ruhe kommen, wird der Vater mit uns arbeiten können. Auch dort gibt es für uns genug Feinde zu bekämpfen.

Als Gott Adam und Eva schuf, gab er ihnen einen freien Willen, aber sie trafen die falsche Wahl. Der Eigenwille wurde an die Sünde im Fleisch gebun­den und es entstand eine Entwicklung auf dem Weg des Todes. Seit dem Sün­denfall haben durch die Jahrtausende leider viele diese Wege des Todes ausge­treten. Jesus brachte Leben und Unvergänglichkeit ans Licht. Will man den Weg des Lebens beschreiten, muss man gegen die Lüste im Fleisch kämpfen.

Gott hat den verschiedenen Menschen unterschiedliche Gnadengaben ge­geben, aber diese Gnadengaben werden der Gemeinde nicht zum Nutzen, wenn man kein Ganzopfer ist. Die Gnadengaben können von irdischen Dingen zu­geschüttet sein, und oft wird dies vom Feind gesteuert. Lasst uns deshalb den guten Kampf des Glaubens kämpfen und das ewige Leben ergreifen! Unsere Prüfungen geraten uns zum ewigen Leben, wenn wir den Lüsten im Fleisch keine Macht in unserem Leibe einräumen. Dadurch treten auch die Gnaden­gaben zutage, wir bekommen Entwicklung und werden den Menschen zum Nutzen. Gott ist es, der in der Gemeinde zum Dienst einsetzt. Darunter muss sich jeder von uns demütigen und sich darüber freuen. Gebrauche das, was Gott dir gegeben hat, zur Erbauung des Leibes Christi.

Wir sind dazu berufen, eine Waffe der Gerechtigkeit für Gott zu sein, ein Werkzeug, um die Menschen aus Not und Verzweiflung herauszulösen, in die sie meistens auf Grund der Lüste im Fleisch hineingeraten sind. Denk, welch herrliche Aufgabe es ist, daran mitzuwirken, diese Entwicklung umzukehren – Seelen von den Wegen der Sünde und des Todes zu retten.

Viele, die früher Sklaven und Diener der Sünde waren, wurden nun freige­macht. Sie finden heraus aus ihren alten Gewohnheiten, bringen ihre Sachen in Ordnung und zertreten Satan unter ihre Füße. Sie werden freigemacht von der Sünde und können Gottes Diener sein. Die Heiligung macht uns tüchtig für unser Erbteil im Licht. Röm. 6, 22. Wenn wir treu sind und uns im Licht reinigen, werden wir zuerst vollkommen nach dem Gewissen, danach kom­men wir zu einem Wandel im Licht, der zu ständig mehr Gleichgestaltung mit dem Sohn führt.

Wir haben eine Mission zu erfüllen. Wir arbeiten um die zu retten, die Gott retten will, und wir können ganz davon frei sein, den Menschen zu gefallen. Die Gemeinde wird so groß oder so klein wie Gott es will. Wir müssen davon unangefochten unsere Mission erfüllen und das Werk vollführen, das wir von dem Herrn Jesus Christus bekommen haben. Dazu gibt Gott uns auch Mittel und Gnadengaben. Durch die technische Entwicklung haben wir Missions­möglichkeiten wie nie zuvor. Es ist deshalb sehr wichtig, dass wir den Men­schen etwas zu verkündigen haben, dass wir das Wort des Lebens haben, das Ströme des Segens über unser eigenes Leben gebracht hat.

Selig jeder Jugendliche, der schon früh versteht, ein Mitarbeiter zu sein und alles für das Reich Gottes zu geben an Zeit, Kräften und Geld. Gott möchte gerne Resultate sehen und dass wir die Gaben und Möglichkeiten benützen, die er uns gegeben hat. Selig ist jeder, der von Jugend an tief in dieses Opfer­leben eindringt und festhält am Bund ganz bis zum Ende. Solche lernen Gott kennen. Sie erleben Gottes Fürsorge und können das Evangelium mit Begeis­terung verkünden.

Verkündige deshalb das Wort des Kreuzes in der vollen Gewissheit des Glau­bens! Verkündige das Leben Christi und die Tugenden Christi sowohl mit deinem Leben als auch mit deiner Rede! Das Wort vom Kreuz ist eine Kraft zur Erlösung für alle, die glauben. Am Kreuz gibt es Erlösung und Befreiung. Dort liegt unsere Hoffnung, dort liegt unsere Zukunft, und dort liegt unsere Ewigkeit. Sterben wir mit ihm, so werden wir auch mit ihm leben.

Es ist deshalb sehr wertvoll, in den Trübsalen demütig zu sein und in dem Kampf zu laufen, der uns verordnet ist. In der Zeit des Herbstes kommen auch die Früchte zum Vorschein. Selig ist jeder, der in der Saatzeit des Lebens treu ist. Er wird ernten nach dem Maße der Liebe. Wir sind dazu berufen, lebendi­ge Steine zu sein, denen in den Verhältnissen des Lebens eine Ausbildung zu Teil wird, die bewirkt, dass wir mitten in unseren Trübsalen leuchten und funkeln können.

Die Glaubenshelden Josua und Kaleb sind gute Vorbilder für den Wandel im Geist. Sie sollten das verheißene Land einnehmen, und wir sollen göttli­cher Natur teilhaftig werden. Für Josua und Kaleb galt, dass jede Stätte, auf die ihre Fußsohlen treten würden, ihnen gehören sollte. Sie mussten sich vorwärts kämpfen und das Land im Kampf einnehmen, und es gab nieman­den, der sich ihnen kampflos ergab, außer den Gibeonitern. Aber dies, dass sie nicht alles im Kampf einnahmen, wie Gott es ihnen befohlen hatte, wurde ein schwerer Fluch für Israel.

Auch bei uns muss ein Sterben der Lüste im Fleisch geschehen. Dann wer­den wir eine Wohnung Gottes. Alle die dazu auferweckt werden, eine Woh­nung Gottes zu sein, werden zusammengeführt zu einem Tempel Gottes, wie eine Braut geschmückt für ihren Bräutigam. Gott selbst wird auf der neuen Erde in dem neuen Tempel mit uns zusammen wohnen. Im Evangelium gibt es sehr große Verheißungen. Gib deshalb acht auf dein Erbteil im Licht, dann wird für jeden Schritt, den du auf dem Weg des Kreuzes vorwärts gehst, ein Strom des Segens von deinem Leibe fließen. Vielleicht gab es bis jetzt ein paar Gebirge, die für dich schwierig einzunehmen waren, aber es ist nicht zu spät. Kaleb war voller Kampfeslust im Alter von 85 Jahren. Er stritt in der vollen Gewissheit des Glaubens und im Geist des Sieges, so dass sich seine Gegner fürchteten.

Lasst uns auch für die beten, die heute an der Spitze dieses gewaltigen Hee­res unseres Gottes stehen, die Gott in besonderem Maße dazu aufgerichtet hat, ein Schutz des Volkes zu sein. Lasst uns mit ihnen gemeinsam kämpfen, lasst uns für sie beten, sie segnen und stützen von ganzem Herzen, so dass wir gemeinsam daran arbeiten können, die Menschen aus Sünde und Finsternis zu befreien und ihnen den Zugang in das Reich des Lichts zu öffnen.

„Ich strecke mich aus nach dem, was da vorne ist”, sagt Paulus, „und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes.” Gelobt sei Gott, dass er unter uns Leiter aufgerichtet hat, die es ver­stehen, die Gemeinde zu dem Ziel zu führen, das Gott für seine Gemeinde gesteckt hat. Möge niemand reich und satt werden, sondern mögen wir bren­nend im Geist sein, damit wir auch bei diesem Vorwärtseilen im Geist dabei sein können, von dem alle Heiligen beseelt waren.