Taufe
Die Schrift berichtet von der Taufe des Johannes und der Taufe Jesu Christi, von der Taufe mit dem Geist und der Taufe mit dem Feuer.
Taufe des Johannes
Jesus fragte die Hohepriester und die Ältesten des Volkes: „Woher war die Taufe des Johannes? War sie vom Himmel oder von den Menschen? Da bedachten sie’s bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie war vom Himmel, so wird er zu uns sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?
Sagen wir aber, sie war von Menschen, so müssen wir uns vor dem Volk fürchten, denn sie halten alle Johannes für einen Propheten. Und sie antworteten Jesus und sprachen: Wir wissen’s nicht.“ Mt. 21, 25-27.
Sie verwarfen den Gottes Ratschluss, sich selbst zum Schaden. Zu allem, was von Gott ist, selbst wenn es um die allereinfachsten Dinge geht, antworten die Obersten des Volkes und die Priester immer: Wir wissen nicht, woher dies ist! Sie fürchten die Schmach Christi.
„Unter den Hohenpriestern Hannas und Kajaphas, da erging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. Und er kam in die ganze Umgegend des Jordan und verkündigte eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden, wie geschrieben steht im Buch der Worte des Propheten Jesaja, der spricht: »Die Stimme eines Rufenden ertönt in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade eben!
Jedes Tal soll ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden, und das Krumme soll gerade und die holprigen Wege eben werden; und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.«“ Die Hohepriester aber und die Ältesten des Volkes konnten es nicht sehen. Sie waren zu feige, um das zu bekennen. Ihre eigene Ehre hätte in den Augen des Volkes einen Kratzer bekommen, wenn Johannes und Jesus über sie gesetzt worden wären. Darum sagten sie: Wir wissen nicht, woher sie ist. Auf diese Weise wurden sie dümmer als das ganze Volk und die Dümmsten allen Fleisches; denn alles Fleisch sollte das Heil Gottes sehen.
Johannes predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden.
Ob diejenigen, die in unseren Tagen Säuglinge taufen, die acht Tage alt sind, diese auch zur Bekehrung und Sündenvergebung taufen? Oder wozu taufen sie? Haben diese Säuglinge gesündigt? Brauchen sie eine Bekehrung? Ist diese Kindertaufe von Gott oder von Menschen? Ob es nicht eine der alten Satzungen sein könnte, um derentwillen sie Gottes Gebote aufheben?
Würde das Alter für die Taufe auf ein Alter heraufgesetzt, in dem man eine bewusste Entscheidung treffen kann, bin ich gewiss, dass sich nicht viele taufen lassen würden. Aber wir würden dann eine Schar Heiden bekommen, mit denen wir arbeiten könnten. Jeder würde auf den Platz kommen, wo er in Wirklichkeit hingehört. Dass man durch die Kindertaufe die ganze Welt christianisiert, ist in Wahrheit nicht geeignet, dass man zur Besinnung kommt. Aber dass gläubige Eltern ihre kleinen Kinder segnen, wie Jesus es tat, das macht Sinn und das sollen wir tun.
Apollos war unterwiesen im Weg des Herrn und redete brennend im Geist und lehrte richtig von Jesus, wusste aber nur von der Taufe des Johannes. Apg. 18, 25.
Es gab also eine Taufe, die tiefer ging als die Taufe des Johannes.
In Ephesus fand Paulus einige Jünger. „Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.
Und er fragte sie: Worauf seid ihr denn getauft? Sie antworteten: Auf die Taufe des Johannes.
Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus.
Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten. Es waren aber zusammen etwa zwölf Männer.“ Apg. 19, 1-7.
Das war die Taufe Jesu Christi; denn der Heilige Geist kam auf sie. Sie wurden mit einem Geist getauft um ein Leib zu sein, der Leib Christi. Dass es bei diesen Zwölf so glatt lief, kam daher, dass sie schon vorher Jünger waren.
In Röm. 6 redet der Apostel von der Taufe im Zusammenhang damit, dass wir von der Sünde ablassen sollen. „Was sollen wir nun sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? Das sei ferne! Wie sollten wir in der Sünde leben wollen, der wir doch gestorben sind? Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft?
So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.“
Wie stimmt diese Taufe Jesu Christi mit der Kindertaufe überein? Sollen nun diese Säuglinge in einem neuen Leben wandeln und haben sie früher ein altes Leben gelebt? Wir wurden dazu getauft, uns der Sünde in Christi Tod für gestorben zu halten. Sollen sich nun auch diese Säuglinge dafür halten, dass sie der Sünde gestorben sind? Oder haben sie ein Bewusstsein für etwas, was Sünde heißt?
In Kol. 2 heißt es von der Taufe:
„In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschieht, als ihr nämlich euer fleischliches Wesen ablegtet in der Beschneidung durch Christus. Mit ihm seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit ihm seid ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten.“
Der Leib des Fleisches wurde abgelegt und begraben. Was ist denn der Leib des Fleisches? Das ist der Leib, der die Werke des Fleisches tat. Gal. 5, 19.
Wie passt dies nun auf Säuglinge, die acht Tage alt sind? Haben auch sie Werke des Fleisches getan und haben auch sie einen Leib des Fleisches, der abgelegt und begraben werden soll? Können auch sie an die Kraft Gottes glauben, die Christus von den Toten auferweckte?
Wurde dieses Evangelium ihnen verkündigt, da der Glaube aus der Predigt kommt?
1. Petr. 3, 18 und folgende:
Hier erläutert Petrus, wie es den Geistern ging, die verwahrt wurden seit den Tagen Noahs; die widerspenstig waren und im Wasser untergingen, während diejenigen, die auf Noah hörten, durch das Wasser gerettet wurden, indem sie in die Arche hineingingen. Das ist ein Vorbild der Taufe.
Der Apostel spricht hier davon, das die Taufe ein Bund eines guten Gewissens mit Gott ist durch die Auferstehung Jesu Christi.
Ob Gott wohl einen Bund des guten Gewissens mit Säuglingen macht, die einige Tage alt sind?
Alles, was Taufe heißt, ist ein Bund zwischen Gott und dem Menschen. Johannes sagt zu einigen von denen, die zu ihm kamen, um sich taufen zu lassen: „Ihr Schlangenbrut, wer hat denn euch gewiss gemacht, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet?“ Wenn sie nun willens wären, der Bekehrung würdig zu wandeln, dann könnten sie wirklich erlöst werden. Es würde in der Taufe ein Bund zwischen ihnen und Gott aufgerichtet werden. Daher müssen diejenigen, die getauft werden sollen, reife und bewusste Wesen sein.
