Die Gerechtigkeit durch den Glauben

Phil. 3, 1-21. Für Paulus gab es viel zu gewinnen. Was ihm Gewinn war, hat er um Christi willen für Schaden erachtet. Er musste alles Mögliche drangeben, um die neue Kreatur zu offenbaren, doch dann bekam auch das neue Leben Macht. Weltliche Weisheit und Gottes Erkenntnis lassen sich nicht vereinen. Die Gerechtigkeit durch den Glauben – der Glaube hat etwas Besonderes an sich. Das ist nicht etwas, was man sehen kann, sondern etwas, worauf man hofft. Der Glaube ist das innere geistliche Ziehen. Der Glaube gibt uns eine göttliche Wahrnehmung für das, was richtig und was falsch ist. Durch den Glauben sind wir eingesetzt im Himmlischen, in Gemeinschaft mit dem Vater und miteinander.

Unser Verstand ist irdisch, der Glaube erfasst Gottes Verstand. Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwindet. Durch den Glauben Jesu Christi, des Sohnes Gottes, überwinden wir uns selbst und die Welt. Für diesen Glauben hat Paulus alles aufgegeben und bekam auf diese Weise viel von Gottes Weisheit. Wir können darüber nachdenken und können es doch nicht bis auf den Grund begreifen. Alles hängt davon ab, ob man darin wandelt. Kennen wir den Geist, lernen wir die Kraft seiner Auferstehung kennen, und wandeln wir darin, erfahren wir die Gemeinschaft seiner Leiden und werden seinem Tod gleichgestaltet.

Niemand wird herrlich gemacht, ohne mit ihm zu leiden. Sterben wird von Leiden begleitet. Wenn ich doch Christus in seinem Tod gleichgestaltet werden könnte! Christus nachzufolgen ist ein Jagen. Wie konnte Paulus jagen nach dem, was da vorne war? Indem er den Willen Gottes erwählte und seinen eigenen aufgab. Das heißt zu wandeln, nachzufolgen, auf der Rennbahn zu laufen. Wenn wir das tun, was wir tun sollen, wird das Resultate in unserem Leben bringen. Alles hängt davon ab, dass man das tut. Jesu ganzes Leben war ein einziger Wandel mit dem Vater. Paulus wusste das. Wenn er nach dem Ziel jagen wollte und alles vergessen, was dahinten war, würde das dem Leib einiges abverlangen.

Unsere Bürgerschaft ist im Himmel, unser irdischer Leib soll in einen Herrlichkeitsleib verwandelt werden. Wenn wir im Glauben wandeln, siegen wir. Gehorchen wir nicht, unterliegen wir augenblicklich. Unser Fleisch muss gekreuzigt sein, wenn wir mit ihm siegen wollen, im Glauben Jesu muss es gekreuzigt sein. Abraham betrachtete sich als tot für sein Fleisch. Er opferte Isaak, obwohl er ihn lieb hatte. Glaube hat nichts mit natürlicher Liebe und natürlichem Verstand zu tun.

Jesus ist Amen, ein treuer und wahrhaftiger Zeuge. Er sieht in die Gemeinde hinein, redet die Wahrheit, kennt uns in- und auswendig. Er ist der Zeuge für jede Gemeinde, auch für diese, für jedes einzelne Glied, er kennt uns. Letztendlich sind es die Werke, auf die es ankommt. Die Werke zeigen, ob du lau, kalt oder warm bist. In Werken, die nur gleichgültig ausgeführt werden, liegt kein Opfer für Gott. Ein Werk, bei dem man nur sein Gewissen beruhigt, enthält kein Opfer – das ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Nur ein Werk, das ein Opfer ist, ist in Gott getan. Gottes Werk dringt immer ins Innere und verzehrt etwas vom Fleisch. Dazu ist Wärme, dazu ist Liebe nötig. Wenn man sagt, dass man reich ist und nichts braucht – reich an Erkenntnis, an Gnadengaben usw. – kann man sich gründlich betrügen.

1. Kor. 13, 1-7. Die Liebe Gottes ist durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen. Das ist ein vortrefflicher Weg. Wir können große Opfer bringen, wenn diese Liebe unser Herz erfüllt. Kaufe Gold, das im Feuer geläutert ist. Niemand lege einen anderen Grund als den, der gelegt ist, aber auf diesen sollen wir mit Gold, Silber und edlen Steinen weiterbauen. Unsere Werke müssen von solcher Beschaffenheit sein, dass wir mit Gold bauen. Kaufe Gold – kaufe Gold, das im Feuer geläutert ist!