Vor Gottes Angesicht wandeln
Joh. 14, 18-23. Von Henoch steht geschrieben, dass er mit Gott wandelte. Das ist das Vollkommenste, was wir hier in dieser Welt tun können. Es ist möglich, die Schrift zu erforschen, ohne dabei vor Gottes Angesicht zu wandeln, aber es ist nicht möglich, vor Gottes Angesicht zu wandeln, ohne die Schrift zu kennen. Vers 21. Niemand kann zum Vater kommen, es sei denn, dass er sich vom Sohn ziehen lässt. Stell dir vor, in allem, was wir uns vornehmen, vor Gottes Angesicht zu wandeln – wie sorgfältig wir dann werden. Elieser nahm sich nicht eine einzige Sache vor, ohne Gott um Rat zu fragen. Warum geht es so schief? Weil man nicht vor Gottes Angesicht wandelt. Indem man vor seinem Angesicht wandelt, wandelt man immer in taghellem Licht. Es kommen Donner, Lärm und Leiden, doch man gelangt zu Friede, Freude und Jubel und Reinheit. Dass Jesus den Weg gegangen ist, hilft mir wenig, wenn ich es nicht tue. Vers 18.
Wir können in das Angesicht Christi schauen, in das Angesicht des Herrn schauen – nicht nur wenn wir in der Versammlung sind. Im Brief des Jakobus steht, dass wir durchschauen sollen in das Gesetz der Freiheit und dabei beharren. Der Engel sagt von Jesus: „Dies ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören!“ Nur solche Personen, die vor dem Angesicht des Herrn wandeln, sind hörenswert. Vor Gottes Angesicht zu wandeln – damit ist es heutzutage unter den Christen schlecht bestellt. Man wandelt nicht einmal so, dass man vor dem Angesicht der Menschen bestehen kann. Aber es ist möglich, es zu ergreifen, es ist möglich, den Beschluss zu fassen, vor dem Angesicht des Herrn zu wandeln. Er hat das Gesetz in unser Herz geschrieben, und er gibt uns Kraft, vor seinem Angesicht zu wandeln.
