Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Vorwort

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Vorwort

Johan Oscar Smith wurde am 11. Oktober 1871 in Fredrikstad geboren. Seine Eltern waren gesellschaftlich engagiert und sowohl in der Politik als auch in christlichen Kreisen aktiv. Als 15-jähriger fuhr Johan Oscar zur See und zwei Jahre später bewarb er sich bei der norwegischen Marine, wo er Unteroffizier wurde. Er blieb in der Marine, bis er fast 40 Jahre später in den Ruhestand trat.

Am 17. Mai 1898 bekehrte sich der damals 26-jährige Johan Oscar an Bord des Monitors „Thor“ zu Gott. Zwei Jahre später wurde er mit dem Heiligen Geist getauft. Sein Beruf in der Marine führte dazu, dass er immer wieder für längere Zeit weg von Familie und Freunden war. Hinzu kam, dass er die meiste Zeit seines Lebens in Horten wohnte, während seine Eltern und Geschwister an anderen Orten des Landes wohnten – dies führte dazu, dass er eine große Menge Briefe schrieb. In den Briefen schrieb er über die täglichen Begebenheiten und das Familienleben. Am allermeisten schrieb er jedoch von dem, was fortwährend seine Gedanken beschäftigte: das Leben mit Christus in Gott, das er von seiner Bekehrung an zu leben begonnen hatte. Das, was er schrieb, war vor allem von seinem tiefen Verlangen geprägt, in diesem Leben zuzunehmen.

Nichts in seinen Briefen deutet darauf hin, dass Johan Oscar Smith irgendeine neue Lehre formulieren wollte. Ihn beschäftigte die Frage, wie das, was er in Gottes Wort las, in der Praxis ausgelebt werden sollte. In diese Fragestellung vertiefte er sich mit enormer Gründlichkeit und enormem Fleiß. „Ich habe Gottes Wort so lieb, dass ich immer wieder lange Zeit für alles andere nicht da bin“, schrieb er an seinen Bruder. Die ewigen Reichtümer, die wir in seiner Literatur finden können, sind ehrlich und direkt aus einem Gott hingegebenen Leben geschrieben. Wer prüfen will, was er geschrieben hat, muss es am Leben gegenprüfen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schrieb Johan Oscar einige Beiträge für verschiedene christliche Zeitschriften. 1912 gründeten er und sein Bruder Aksel eine eigene Zeitschrift: Skjulte Skatter. Bis zu seinem Tod am 1. Mai 1943 schrieb Johan O. Smith ca. 440 Artikel, Nachrufe und Lieder für dieses Monatsblatt – neben einer Reihe von Gedichten, Weisheitssprüchen und Berichten. Während die Briefe selbstverständlich persönlich und an Einzelpersonen gerichtet waren, wurden die Artikel im Hinblick auf die Erbauung aller, die gottesfürchtig leben wollten, geschrieben. Auch hier stand das Leben im Mittelpunkt.

Mit großer Freude und Dankbarkeit geben wir jetzt die gesamte Literatur von Johan Oscar Smith, zu der wir bis heute Zugang haben, in ihrer vollständigen und ursprünglichen Form heraus. Wir freuen uns darüber, dass wir jetzt Gelegenheit bekommen, ihn noch besser sowohl als einzigartigen Mann Gottes wie auch als einen ganz gewöhnlichen Menschen kennenzulernen. Wir empfinden Dankbarkeit für die Lebenswerte, die uns durch die Inhalte seiner Literatur anvertraut worden sind. Jeder hat jetzt die Möglichkeit, Johan Oscar Smith gut kennenzulernen und hat Gelegenheit, das, was er schrieb, zu prüfen und es mit dem eigenen Leben zu vergleichen. Mögen viele sich diese Möglichkeit zunutze machen.

Kåre J. Smith