Unser geliebter Bruder Theodor Ellefsen
entschlief in Jesus Christus am Donnerstag, den 21. Mai um 16.05 Uhr im Alter von 66 Jahren.
Br. Ellefsen kam 1904 hinzu, und hiermit ist der Bruder, der nach dem Unterzeichneten am ältesten war, heimgegangen.
Br. Ellefsen war ein fleißiger und genauer Arbeiter im Reich Gottes. Während des letzten Weltkrieges war er drei Jahre lang an Bord des Kanonenbootes „Viking“, das sich zeitweise in der Finnmark und zeitweise in Westnorwegen befand. Ich hatte die Freude, das letzte dieser drei Jahre mit ihm in der Finnmark, in Haugesund und in Bergen zusammen zu sein. Seine Arbeit im Reich Gottes bestand im Wesentlichen darin, Bibelstunden zu halten und das Wort Gottes auszulegen. Er war ein freundlicher und stiller Mann, der mit seinem umgänglichen Wesen, wo er hinkam, Vertrauen gewann. Obwohl er ein kleiner und schmächtiger Mann war, war er doch unerschrocken, wenn es galt, die Geschwister in der Finnmark in Sturm und Kälte zu besuchen. Er war so, wie eine Schwester einmal von ihm sagte: „Der kleine Mann ist bei jedem Wetter unterwegs, auch dann, wenn man nicht einmal einen Hund vor die Tür schicken würde“; denn er hatte für den einen und anderen Hoffnung. Seine Arbeit blieb auch nicht ohne Frucht, denn es gibt heute viele in der Finnmark, die sich mit Dankbarkeit und Freude an Br. Ellefsen erinnern.
Am 1. Juli 1928 verließ er die Marine. Danach zog er mit seiner Familie nach Fredericia in Dänemark, wo er vier Jahre lang wohnte. In Süd-Jütland bis an die deutsche Grenze hinab tat er eine gute und segensreiche Arbeit. Nun gibt es dort unten Gemeinden, und diese haben etwa einmal im Monat gemeinsame Versammlungen. Sein Schwiegersohn, Johannes Schytt, ist eine Stütze unter den Geschwistern dort.
Br. Ellefsens Beerdigung fand am 26. Mai um 14 Uhr, von unserem Saal in Horten aus, statt. Nach der Beerdigung versammelten sich viele Geschwister, um dieses hochgeliebten Bruders zu gedenken.
Es ist bezeichnend, was die Tageszeitung von Horten über ihn schreibt: „Theodor Ellefsen war ein umgänglicher und guter Kamerad an Bord und an Land. Er war ruhig und bescheiden, er war in all seinem Wandel und allen seinen Verhältnissen ein ordnungsliebender Mensch. Er war keine aufdringliche Natur. Er war eher zurückhaltend und konnte bisweilen ein wenig isoliert wirken, doch er hatte eine natürliche Fähigkeit, Ordnung und eine gute Atmosphäre um sich herum zu schaffen. Und das hat im Leben bei der Marine oft viel zu sagen.
Er hinterlässt viele Freunde, auch außerhalb des religiösen Kreises, dem er angehörte.“
