Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1940-07 - Der Hebräerbrief, Kap. 10

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Der Hebräerbrief

10. Kapitel

V. 1. Das Gesetz hat nur einen Schatten der kommenden Güter. Daher kann es durch das jährliche Tieropfer niemals diejenigen vollkommen machen, die diese darbringen. Die Sünde, die Gott zunichtemachen wollte, befand sich nicht im Körper des Tieres, sondern im menschlichen Leib.

V. 5. „Darum spricht er, wenn er in die Welt kommt. Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir bereitet.“ Gott wollte das Werk im menschlichen Leib vollbringen. Die Sünde war in den Menschen hineingekommen und nun sollte sie hinausgetrieben werden. Der Wille Gottes konnte nie in einem Menschen geschehen, in dem die Sünde herrschte. Das menschliche Fleisch schaffte es nicht, über die Sünde zu herrschen. Die Sünde war zu stark für das Fleisch, oder anders ausgedrückt: Das Fleisch war gegen die Sünde kraftlos.

V. 7. „Da sprach ich: Siehe, ich komme – im Buch steht von mir geschrieben –, dass ich tue, Gott, deinen Willen.“

Noch nie hat ein Mensch sagen können: „Ich komme, dass ich tue, Gott, deinen Willen.“ Kein Fleisch war gerecht vor Gott, alle sind sie abgewichen und allesamt untauglich. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. Röm. 3, 11-12.

Doch nun kam er, der Meister, Jesus von Nazareth, aus der Wurzel Davids, um den Willen Gottes zu tun. Und es gelang ihm zu Gottes vollkommenem Wohlgefallen, sodass er am Schluss ausrufen konnte: „Es ist vollbracht!“

Damit war die Sünde in Jesu Fleisch besiegt. Das, was dem Gesetz unmöglich war, wurde durch den Willen Gottes und Jesu Gehorsam möglich. Halleluja! Dies ist Christus geoffenbart im Fleisch. Durch Glauben verstehen wir dies. Hier liegt das Geheimnis für den Sieg, der die Welt überwunden hat.

V. 10. „Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für allemal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.“

Wir sind dazu geheiligt, durch die Kraft von Gottes Geist und durch die Gnade, die wir zu rechtzeitiger Hilfe bekommen, den Willen Gottes tun zu können. Die Sünde soll nicht über uns herrschen, sondern wir sollen über sie herrschen. „Sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben.“

Die Gesetze waren im Alten Bund auf Steintafeln geschrieben, aber jetzt werden sie in Herz und Sinn geschrieben und Gott hat durch den Heiligen Geist Kraft gegeben, diese Gesetze zu halten. Denn er wirkt in uns beides, das Wollen und das Vollbringen. Hier ist das vollkommene Gesetz der Freiheit, das durch das Blut Christi in Herz und Sinn herrscht. Gottes Werke werden gewirkt und kommen zum Vorschein. Das sind Überwinderwerke, die von Gott anerkannt werden. Er sagt: „Wer überwindet!!!“ So jemand hat alle Verheißungen auf seiner Seite. Offb. 2, 7-11, 17-26 usw.

V. 13. „Und wartet hinfort, bis seine Feinde zum Schemel unter seine Füße gelegt werden.“

„Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel unter deine Füße lege.

Der Herr wird das Zepter deiner Macht ausstrecken aus Zion. Herrsche inmitten deiner Feinde!“ Ps. 110, 1-2.

Hier haben wir den von Gott eingesetzten Messias, den König aller König und den Herrn aller Herren. Sein Zepter wird von einem Meer zum anderen über die ganze Erde reichen. Alle seine Feinde werden unter seine Füße gelegt werden. Und warum? Eben deshalb, weil er in den Tagen seines Fleisches gesiegt hat. Er zerbrach durch den Tod die Feindschaft im Leib seines Fleisches und nahm dem die Macht, der Gewalt über den Tod hatte, dem Teufel.

Es ist daher zwecklos, durch die Macht der Sünde und durch die Kraft des Teufels Jesus Christus zu widerstehen. All dies wurde schon längst bei ihm besiegt und neue Versuche werden niedergeschlagen werden; denn er ist der einzige Herr und Herrscher.

V. 19-20. „Da wir nun, ihr Brüder, kraft des Blutes Jesu Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt, durch sein Fleisch ...“

Durch das Fleisch geht der neue und lebendige Weg. Im Fleisch ist das große „Ich“ des Menschen von der Sünde gebunden. Hier soll Christi Tod Schritt für Schritt wirken und der Wille Gottes geschehen, alles durch Glauben.

V. 21 und 22. „Und da wir einen großen Priester über das Haus Gottes haben, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen, in völliger Gewissheit des Glaubens, durch Besprengung der Herzen los vom bösen Gewissen und am Leib gewaschen mit reinem Wasser.“

Unser himmlischer Hohepriester möchte uns helfen, auf diesem neuen und lebendigen Weg voranzukommen. Er wird ein „großer Priester“, ein großer Helfer, genannt und er kann große Gnade geben.