Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1940-06 - Das gemeinsame Heil

Gesammelte Schriften Band 6 • 1937 - 1982

Das gemeinsame Heil

„Judas, ein Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus, an die Berufenen, die geliebt sind in Gott, dem Vater, und bewahrt für Jesus Christus.“

„Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, dass ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist.“ Jud. V. 1 und 3.

Judas war es ein großes Anliegen, von „dem gemeinsamen Heil“ zu schreiben. Es gibt etwas, das alle Erretteten gemeinsam haben, und das ist Sündenvergebung. Darüber sind wir alle einig. Das ist unser gemeinsames Heil. Die Propheten schrieben über den Auszug aus Ägypten, und Gott erinnerte das Volk unablässig daran, wie er Israel mit ausgerecktem Arm und mächtiger Hand vom Joch der Ägypter und von der Macht des Pharao errettete, wie sich das Rote Meer teilte und das Volk auf dem Trockenen hindurchgehen konnte, während Pharao und sein ganzes Heer ertranken. Das war das gemeinsame Heil Israels.

So auch mit uns. Wir haben alle gemeinsam, dass Gott uns um Jesu willen alle unsere Sünden vergeben hat. Dies wird gepredigt, und die Freude ist groß. Von diesem Heil wollte Judas gerne schreiben, aber er hielt es für notwendig, die Heiligen zu ermahnen, dass sie für den Glauben kämpfen sollten, der ein für allemal den Heiligen überliefert worden war.

Innerhalb des gemeinsamen Heils sah Judas, dass sich Gottlose einschlichen, die die Gnade Gottes in Zügellosigkeit verkehrten. Auf diese Weise verleugneten sie mit ihrem Leben unseren einzigen Herrn und Herrscher, unseren Herrn Jesus Christus. Um nicht von dem Geist befleckt zu werden, der in diesen Menschen war, sah er die Ermahnung als notwendig an, für den Glauben zu kämpfen, der ein für allemal den Heiligen überliefert war.

Er erinnerte sie daran, dass der Herr, nachdem er dem Volk das eine Mal aus Ägypten geholfen hatte, das andere Mal die umbrachte, die nicht glaubten. Sie hatten teil an dem gemeinsamen Heil – weg von Pharao und Ägypten – trotzdem wurden sie wegen ihres Unglaubens umgebracht.

Durch das gemeinsame Heil haben wir an einem hohen Rang teilbekommen. Aber wie auch die Engel ihren himmlischen Rang nicht bewahrten, sondern fielen, indem sie ihre Behausung verließen, so können auch wir uns durch Unglauben mit den Gottlosen vereinen und unsere hohe Würde verlieren. Denn der Gerechte wird aus Glauben leben. Doch man muss kämpfen, um den Glauben zu bewahren, und man muss in ihm vorwärtsgehen. Das verstand Judas, deshalb ermahnte er die Heiligen.

Diejenigen, die den Glauben verlassen, machen es in gleicher Weise wie Sodom und Gomorra, die die Pein des ewigen Feuers leiden. Sie gehen umher wie Träumer und beflecken ihr Fleisch, verachten jede Herrschaft und lästern die himmlischen Mächte. Das gemeinsame Heil zertreten sie unter ihre Füße.

Was sie aber von Natur aus kennen wie die unvernünftigen Tiere, das wird bei ihnen hochgehalten, und daran verderben sie. Dadurch werfen sie den Glauben von sich, und sie verspotten alles, was man durch Glauben versteht. Wir haben reichlich Gelegenheit gehabt, das zu sehen und zu hören.

Sie sind den Weg Kains gegangen, sie sind neidisch auf ihren Bruder, dem alles durch Glauben gelingt. Sie haben sich um Gewinnes willen völlig dem Betrug Bileams hingegeben. Ebenso wie mit Bileam gehen Habsucht und Ehre mit ihnen durch, und so kommen sie in dem Aufruhr Korahs um. Sie lehnen sich gegen die von Gott eingesetzten Apostel, Propheten und Lehrer auf, und dann gelingt es ihnen nicht und sie gehen unter. Ihr Licht und ihre Kraft reichen nicht aus, weil sie Götzendienst betreiben, und so gehen sie unter. Habsucht und die Lüste des Fleisches sind nämlich Götzendienst. Sie tragen die Hütte Molochs und den Stern des Gottes Räfan. Die Person anzusehen scheint ihnen ins Blut übergegangen zu sein. Sie dienen den Götzen auf den Höhen. Wer dies zu ihnen sagt, wird gehasst.

Aber solche wilden Wellen des Meeres schäumen ihre eigene Schande aus. Diese sind Schandflecken bei euren Liebesmahlen, prassen ohne Scheu und weiden sich selbst. Denke, dass diese mitten unter den berufenen Heiligen saßen, diese Wolken ohne Wasser! Sie sehen aus wie Wolken über einem trockenen Feld, aber sie führen keinen Regen mit sich.

„Ihr aber, meine Lieben, erinnert euch der Worte, die zuvor gesagt sind von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus, als sie euch sagten, dass zu der letzten Zeit Spötter sein werden, die nach ihren eigenen gottlosen Begierden leben.“ V. 17-18.

Lasst uns daher nicht unbekümmert schlafen in unserem gemeinsamen Heil, sondern der Ermahnung von Judas gehorchen, für den Glauben zu kämpfen, der ein für allemal den Heiligen überliefert ist, sodass wir auf dem neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, sein Fleisch, voranschreiten können.