Ist es eine Schande, gottesfürchtig zu sein?
Ja, unter Gottlosen! „Entfremdet bin ich meinen Brüdern und ein Fremder geworden den Söhnen meiner Mutter.“ Ps. 69, 9. Woher kommt das? Ja, das kommt von dem völlig anderen Geist, den der Gottesfürchtige bekommt. Der zweite Adam ist zu einem Geist geworden, der lebendig macht. Trifft nun dieser von Gott lebendig gemachte Geist seine Brüder nach dem Fleisch, die einen sich im Stillstand befindenden, toten Geist haben, dann entstehen Reibereien und sie spotten.
„Ich weine bitterlich und faste, und man spottet meiner dazu.“ V. 11.
„Die Schmach bricht mir mein Herz und macht mich krank. Ich warte, ob jemand Mitleid habe, aber da ist niemand, und auf Tröster, aber ich finde keine.“ V. 21.
So erging es dem Messias und genauso ergeht es uns. Je gottesfürchtiger du bist, umso einsamer wirst du, und umso mehr Leute hassen und verspotten dich. Es sind die Gesetze der Sünde im Gottlosen, die gegen den Geist Christi aufbegehren, der in dir wohnt. Die Namenschristen ärgern sich am meisten. Sie waren die Ersten, die riefen: „Kreuzige! Kreuzige!“ Das sind diejenigen, die sich unter das Volk Gottes eingeschlichen haben, Gottlose, die die Gnade unseres Gottes für ihre Ausschweifung missbrauchen. Jud. 4. Das sind die Verräter im Reich Gottes, zu denen leider viele gutgläubige Christen Vertrauen haben – in all ihrer Unwissenheit. Das sind die, die alles lästern, wovon sie nichts verstehen. V. 10.
Doch, was sagt der Meister über diese Gottlosen: „Lass sie aus einer Schuld in die andre fallen, dass sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit. Tilge sie aus dem Buch des Lebens, dass sie nicht geschrieben stehen bei den Gerechten.“ V. 28-29.
„Salz ist etwas Gutes; wenn aber das Salz seine Kraft verliert, womit wollt ihr es salzen?“ Mk. 9, 50 (norw. Übers.).
Lasst uns zusehen, dass wir wachen und beten, damit wir das Salz und die Kraft bewahren können, denn es viele sind falsche Propheten ausgegangen in die Welt. 1. Joh. 4, 1-2.
