Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Brief an Theodor Ellefsen, 22. Februar 1932

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936
Kopenhagen, 22. Februar 1932
Lieber Bruder Th. Ellefsen,
Friede in Christus Jesus, unserem Herrn.

Herzlichen Dank für deinen sehr erfreulichen Brief, den ich heute erhalten habe. Das war einer der erfreulichsten Briefe seit langem. Wie groß ist es doch, dass das Wort in Jütland angenommen wird, was für eine Freude für uns alle!

Br. Aslaksen fuhr nun heute Morgen nach Oslo. Wir kamen letzten Freitagabend hier an und haben gemeinsam 9 Versammlungen gehalten. Es sind regelmäßig ca. 50 bis 60 Personen in den Versammlungen gewesen. Ich sehe, dass die Gemeinde in Kopenhagen durch Br. Bratlies und deine Arbeit stabiler geworden ist. Ich kenne nicht alle hier, aber ich habe gehört, dass in diesen Tagen einige dazugekommen sind. Aslaksen ist wie gewöhnlich sehr begeistert. Wir haben jeweils alle vier Zeugnis gegeben. Aksel ist auch dabei, es sind also alle Altersstufen vertreten.

Ich danke dir sehr für die Einladung nach Fredericia. Wir hatten von Anfang an, als wir in Horten abfuhren, vor, euch zu besuchen. Doch jetzt hat Br. Bratlie die ganze Woche über für öffentliche Räumlichkeiten gesorgt, sodass wir voraussichtlich nicht vor Montag nächste Woche, dem 29. Februar, kommen können. Aksel wird dann mitkommen. Wir freuen uns sehr darauf, euch und die Geschwister in den Nachbarstädten zu besuchen.

Durch Gottes Gnade geht es uns gut. Es gibt überall viel Arbeit. In Drøbak hält Br. Fr. Petersen Erweckungsversammlungen. Dort haben sich nun zwischen 30 und 40 Menschen bekehrt. Heute sieht es etwas anders aus als damals, als wir beide in Horten alleine waren, lieber Bruder. Wir können für Gottes Gnade und Hilfe in der Arbeit dankbar sein.

In Stockholm ging es der kurzen Zeit nach verhältnismäßig gut. Es gab dort eine Menge christliche Arbeit; doch nur wenig von einem tieferen Leben. Die Geschwister beim alten Flodberg (84 Jahre) waren recht belesen, und Mme Guyon, Teerstegen, Böhme, Fenelon usw. waren ihnen wohlbekannt. Sie hatten sich jedoch mit Pfarrern und Predigern zusammengetan, sodass die Kraft weg war. Aber sie verstanden, dass sie in Schweden nun das Wort vom Kreuz benötigen. Wir können uns hierüber ausführlicher mündlich unterhalten.

Br. Bratlie bat mich, dich zu grüßen und mitzuteilen, dass es ihm gut geht. Viele Grüße von Aksel. Grüße die lieben Geschwister in Fredericia und deine Frau.

Ich hoffe, dich durch Gottes Gnade am kommenden Montag, den 29. 2. zu sehen.

Liebe Grüße von deinem Bruder und Mitarbeiter

J. O. Smith