Gottes guter Friede!
Herzlichen Dank für deinen sehr erbaulichen Brief aus Fredrikstad. Es freut mich, dass du vor kurzem eine Klasse befördert worden bist. Ich wünschte, dass auch ich bald befördert werden könnte, sodass wir wieder in dieselbe Klasse kommen könnten.
Die Konferenz im Jugendsaal von Nesbyen ist nun am 9., 10., 11. und 12. Juli vorgesehen. Der Saal ist bereits gemietet. Wir möchten gerne, dass die Jugendkonferenz diesmal außerhalb von Horten stattfindet. Ich schreibe deswegen jetzt an M. Kronstad und frage ihn, ob wir sie von Samstagabend, den 5. August, bis einschließlich Montag, den 7. August, in Drammen abhalten können. Diese Zeit passt am besten, wo auch immer die Konferenz stattfinden wird.
Dies ist bereits das dritte Mal, dass ich mich hinsetze, um dir zu schreiben. Beeindruckend, wie man in allen Dingen von der Führung des Geistes abhängig ist.
Wir haben nun angefangen, im Hof beim Saal entlang der Wand von Paulsen eine Mauer zu betonieren. Es gibt immer etwas zu renovieren. Schwaiger sitzt gerade hier und hat Norwegisch bei Rakel.
Am Freitag waren ziemlich viele von uns bei Lindhjem zu einer Konfirmationsfeier. Der Methodistenpastor und seine Frau waren dort. Es ging still und ruhig vor sich, mit ein paar kleinen Meinungsverschiedenheiten hier und da. Doch es endete damit, dass der Pastor den Sieg davontrug; denn er behielt all das Seine und hat nichts aufgegeben. Seine Frau war eine Denkerin, die eher mehr verstand als ihr Mann, soweit wir das erkennen konnten. Alles zusammen ist verwunderlich. So einfach und doch so verborgen. Der Pastor glaubte, dass wir nur andere Worte und Ausdrücke verwendeten, aber dasselbe meinten.
Ja, die Leute aus Fredrikstad sind solide Leute. Sie sind eifrig, welche Richtung man ihnen auch aufzeigt. Sie weinen, sie kämpfen, sie bereuen, sie bitten um Vergebung und legen erneut los, um wieder ein Stückchen vorwärts zu kommen.
„Es vorwärts geht nach der Schnecken Weise,
Ihr Haus sie ja mitnehmen auf die Reise.“
Grüße deine Familie und die Geschwister.
Liebe Grüße von uns allen hier,
dein Bruder
J. O. Smith