Friede.
Herzlichen Dank für deinen lieben Brief, in dem du von den Osterkonferenzen in Jütland berichtest. Es ist eine große Freude zu sehen, wie es geht. Aber ich bin besorgt, dass Br. Bratlie sich überanstrengt. Er arbeitet als Schneider für seinen Lebensunterhalt. Daneben hat er die Versammlung in Kopenhagen und zusätzlich fährt er oft nach Jütland. Br. Bratlie ist ein junger Mann, und er hat auch seine Begrenzung. Sei daher so gut und sieh zu, dass er sich nicht übernimmt.
Wir hatten eine ausgezeichnete Konferenz. Es waren schätzungsweise 250 Personen, von denen ca. die Hälfte Jugendliche waren. Die Jugendlichen sind so ergriffen, dass sie so gut wie nichts daran hindern kann, zu Konferenzen und Versammlungen zu kommen. In Hokksund gibt es eine prächtige Jugendschar, ebenso hier in Horten. Br. Th. Hansen mit seiner Frau und seiner Tochter (Lilli) aus Kopenhagen haben sich an Ostern unter uns wohlgefühlt. Sie sind nach Hønefoss und Oslo mitgefahren. Ich befürchte fast, dass wir zu viel für die dänischen Geschwister machen. Sie könnten verwöhnt werden und denken, dass das so sein muss. Aus Porsgrunn kamen vier neue Brüder. Sie fühlten sich richtig wohl. In Kristiansand geht es ausgezeichnet. Sie versammeln sich im „Handwerker“.
Alles sieht danach aus, dass Gott überall beträchtlichen Fortschritt gibt. Aber es mangelt an wirklichen Arbeitern. Ich freue mich über den Fortschritt in Südjütland. Br. A. Petersen in Nolde muss bestimmt ein guter Mann sein, seine Frau in gleicher Weise. Ich bin froh, dort gewesen zu sein und sie kennengelernt zu haben.
Hier geht es uns sehr gut; aber ich bin viel unterwegs. Diese Versammlungen bis in die Nacht hinein zehren jetzt mehr an den Kräften als in meiner Jugend. Doch es hilft ja, wenn man einen Mittagsschlaf machen kann. Deiner Tochter Esther geht es gut und sie arbeitet tüchtig mit. Margith ist auch ganzherzig bei den Versammlungen dabei. Es geht ihnen sehr gut. Auch Karine geht es gut.
Beide Töchter des Büroangestellten Paulsen, der beim 1. Marinekommando arbeitet, kommen auch zu den Versammlungen, und ihre Eltern haben nichts dagegen. Ganz im Gegenteil. Lydia geht es wie gewöhnlich. Ansonsten sind alle hier gesund und munter. Aksel hat noch Arbeit.
Grüße deine Familie und die Geschwister.
Liebe Grüße von deinem Bruder
J. O. Smith