Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Skjulte Skatter 1933-04 - Ausweg aus dem Tod

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Ausweg aus dem Tod

„Die Schrift hat alles eingeschlossen unter die Sünde, damit die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus gegeben würde denen, die glauben.“ Gal. 3, 22.

Wenn nun alles eingeschlossen ist unter die Sünde, dann gilt es für uns, einen Ausweg aus ihr zu finden. Selbst unsere besten Werke sind von Sünde verunreinigt. Doch an dem Tag, an dem sie für uns sündig werden, verlieren wir den Glauben an uns selbst. Aber es können Jahre und Tage unseres Lebens vergehen, bis wir geöffnete Augen dafür bekommen, wie durch und durch verdorben wir sind. Wir meinen zwar, etwas Gutes zu tun, wenn wir unser Bestes geben; doch wenn wir es genauer betrachten, finden wir heraus, dass die Sünde daran klebt. Auf diese Weise bekommen wir geöffnete Augen dafür, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Diese Selbsterkenntnis ist wahr und gut in Gottes Augen. Mit einem so schwarzen Hintergrund fliehen wir zu Jesus Christus und bitten inniglich um seine Hilfe, und er erhört uns und nimmt Wohnung in unseren Herzen. Dann werden diese Worte wahr: „Schwarz bin ich, aber lieblich, ihr Töchter Jerusalems, wie die Zelte Kedars, wie die Vorhänge Salomos.“ Hld. 1, 5. Kedars Zelte bestanden nämlich aus schwarzem Filz. Von jetzt an ist Jesus Christus unser Leben. Er soll wachsen und wir sollen abnehmen. Das Leben wird nun leicht und einfach zu leben. Das schwere Joch der Knechtschaft ist abgeworfen. Der Druck und die Enge des Gesetzes ist durch die Freiheit Christi abgelöst worden, denn das Gesetz wurde unser Zuchtmeister hin zu Christus, auf dass wir durch den Glauben gerecht gemacht werden sollten. Wir sind in den Leib Christi hineingekommen und befolgen seine Gesetze, indem wir das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt haben. Die Kreuzigung bringt Leiden, Christi Leiden, doch diese befreien uns von den Leiden der Verdammnis. Also haben wir mitten in den Leiden der Kreuzigung Freiheit und Freude. Was verheißen war, nämlich Jesus Christus, macht mich frei von der Macht der Sünde, vom Gesetz der Sünde und des Todes. Ich herrsche in Jesus Christus über die Sünde. Sie ist da, bringt aber meine Gesinnung nicht dazu, in ihr Begehren einzustimmen. Dies bedeutet, „gekreuzigt zu sein“. Wir sind in das Reich seines geliebten Sohnes gesetzt, wo die neue Kreatur Nahrung bekommen und zur Mannesreife heranwachsen soll. Dieses Leben tragen wir inwendig in uns, und ein anderes Leben zählt nicht. Alles andere ist der Sünde unterworfen. Daher müssen wir diesen schönen Schatz gut behüten. Denn eben dieses Leben soll in alle Ewigkeit bestehen. Gehören wir Christus an, dann sind wir Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben.

Die Schrift hat alles unter die Sünde eingeschlossen, doch durch Glauben und durch Gehorsam gegenüber dem Glauben werden wir von der Sünde freigemacht. Glauben wir an die Macht der Sünde, dann unterliegen wir; dies nennt man Unglauben. Aber glauben wir an Gottes Kraft in Jesus Christus, werden alle Bande gelöst und wir werden auf den Grund der Auferstehung gestellt. Durch Glauben ging Jesus auf den Wellen. Durch Glauben fielen die Mauern Jerichos. Durch Glauben überlebten Josua und Kaleb alle ihre Gleichaltrigen und erhielten das gute Land zum Eigentum, trotz der Mannigfaltigkeit und Stärke ihrer Feinde. Die Juden glaubten nicht an den Messias der Verheißung, und sie wurden für Jahrhunderte aus ihrem Land vertrieben. Doch diejenigen, die an ihn glaubten, erbten das himmlische Jerusalem.

Aufgrund des Unglaubens liegt heute die ganze Welt in Finsternis, Arbeitslosigkeit, Krieg, Streit, Geldgier, Parteiungen, Scheidungen, Hurerei und allem möglichen Elend.

Durch Glauben könnte man über all dies siegen. Arbeit und Segen würden wieder über die Nationen kommen. Doch nun verwerfen sie Christus, und dadurch verwerfen sie ihre eigene Hilfe.