Friede durch Sein Blut am Kreuz.
Meinen letzten Brief aus Kristiansand hast du hoffentlich erhalten. Gottes unendliche Gnade in vielerlei Hinsicht begleitet uns Tag für Tag und führt zur Niederlage all des Bösen, das sonst zum Vorschein käme. Der Theologiestudent Moe setzt sich überall ein, um uns zu helfen und uns zu verteidigen. Nach einer Versammlung am Sonntagnachmittag im „Handwerker“ kam er zu mir her und sagte:
„Jetzt ist meine Stunde gekommen! Ich muss raus aus dem kooperativen Christentum, in dem alle Adlige sein wollen, ohne den Verpflichtungen eines Adligen nachzukommen.“
Am Samstag und Sonntag kamen viele zu den öffentlichen Versammlungen. Es war still, mucksmäuschenstill. Alle hörten gut zu. Gestern (Montag) hatten wir eine Versammlung bei Frivold; eine außergewöhnlich gute und vielseitige Versammlung. Vom Theologen Moe kamen viele Beiträge, auch von anderen, so wurde es eine ausgezeichnete Versammlung.
Moe wollte, dass wir große Menschenmengen ansprechen und in die Offensive gehen sollten. Ich erklärte ihnen dann, dass Jesus außerhalb des Lagers litt, um das Volk zu heiligen, und dass wir zu ihm hinaus aus dem Lager gehen sollen, wo wir einen Altar haben, von dem wir essen dürfen. Ein Volk (das Volk des Vorhofs), das nur „geheiligt“ ist, erträgt das Schwert nicht. Das Schlachten geht außerhalb des Lagers vor sich und nicht innerhalb. Wenn wir das Schwert des Geistes mit Kraft innerhalb des Lagers benützen, dann schreit man im Chor: „Hier soll nicht das Schwert gebraucht werden, hinaus aus dem Lager mit euch, hinaus zum Schlachtplatz!“
Moe und die anderen verstanden dies. Er bot einer Frau Paroli, die fragte, ob wir nicht lehrten, dass Jesus Sünde gehabt habe. Moe sagte: „Die Leute verstehen wirklich gar nichts. Man will haben, dass Jesus auf der Erde wie der Vater im Himmel war; aber das geht nicht.“ Dies stopfte ihr und anderen den Mund. Ich glaube, alle gingen zufrieden mit dem, was in der Bibelstunde gesagt wurde, nach Hause. Ich hatte von Jesu Wiederkunft, von der Braut und Seinem Volk gesprochen.
Ich bleibe vermutlich noch ein paar Tage hier. Schwaiger war am Sonntag in Brevik. Grüße alle.
Liebe Grüße von deinem Mitarbeiter und Bruder im Herrn
J. O. SmithSchicke diesen Brief mit herzlichen Grüßen an Br. Bekkevold.
