Die Neujahrskonferenz in Oslo und die Erweckung in Drøbak
Wieder hatten wir eine reiche, gesegnete Konferenz, die fünf Tage dauerte. Obwohl es mitten im Winter war, kamen die Geschwister zahlreich. Br. Sigurd Bratlie aus Kopenhagen war diesmal dabei. Br. Løken kam mit mehreren Geschwistern aus Hallingdal. Außerdem waren Geschwister aus allen umliegenden Städten gekommen. Gott sendet viel Musik in unsere Reihen. Außer dem Skogsrud-Quartett kam ein junger deutscher Bruder, Rudolf Schwaiger, ein Pianist aus Sandefjord. Obwohl er ein ausgezeichneter Musiker ist, erfreute er uns doch mehr mit seinem klaren Zeugnis.
Zwischen den Versammlungen hielt Br. E. Aslaksen schriftlich Bibelunterricht über die hier im Monatsblatt Nr. 38 genannten Fragen. Es waren fast nur Jugendliche, die die Fragen beantworteten, und wir waren verwundert über die vielen guten Antworten auf die nicht ganz leichten Fragen. Dies zeugt von Einsicht in die Erkenntnis Gottes. Ja, wir haben „den Lehrer, der in alle Wahrheit leitet“, unter uns, daher geben wir Gott die Ehre für alles. Nie hätten wir von uns selbst aus all dieses herausgefunden.
Mehrere der Neubekehrten aus Drøbak nahmen an der Konferenz teil. Die Erweckung geht dort unten weiter. Br. Fr. Petersen hat in Oslo und Drøbak alle Hände voll zu tun. Mehrere junge Brüder nehmen an den Versammlungen in Drøbak teil. Bei vielen dieser Versammlungen war ich anwesend und habe teilgenommen, und ich muss sagen, es ist gesegnet zu sehen, dass junge Menschen sich an Gott übergeben. Wir wollen hoffen und glauben, dass es eine nachhaltige und gründliche Erweckung wird; denn es wird ihnen ständig klargemacht, dass sie die Kosten überschlagen müssen, weil es gilt, nach der Bekehrung auf einem Weg zu gehen, hin zu Heiligung und Erlösung.
Mehrere von den jungen Brüdern, die nun an der Erweckung teilhaben, haben durch die Gnade und Führung Gottes eine gründliche Vorschule in der Erkenntnis Gottes erhalten. Daher wollen wir glauben und hoffen, dass sie nun Acht haben auf sich selbst und auf die Lehre, sodass Gottes erweckender Geist in seinen Werkzeugen und durch seine Werkzeuge seine Arbeit noch lange Zeit fortsetzen kann, sodass es sich zeigen kann, dass es der Arm Gottes ist, der ausgestreckt ist zur Erlösung.
Das Schwierigste von allem scheint mir zu sein, die Menschen zu Gerechtigkeit hinzuführen. Schlendrian in Geldsachen und Ungenauigkeiten mit Versprechungen haften fest an. Daher will ich den Männern, die mit der Erweckung zu tun haben, empfehlen, dass sie sofort jedem Einzelnen nachdrücklich ans Herz legen, dass sie in allen Stücken ihre Dinge in Ordnung bringen müssen, ebenso müssen sie danach trachten, alle alten Schulden schnellstmöglich zu begleichen. Wenn das Leben nicht sofort besser wird, befürchte ich, dass auch unter uns, wie an vielen anderen Orten, ca. 50% abfallen. Jede Ungerechtigkeit ist Sünde. 1. Joh. 5, 17. Und Sünde ist Gesetzlosigkeit. Doch wir wissen, dass Jesus Christus erschienen ist, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Bekehrung bedeutet deshalb, von der Ungerechtigkeit zur Gerechtigkeit umzukehren, von der Finsternis zum Licht, von der Macht Satans zu Gott. Und daher gilt es für die Männer, die Gott gebraucht, dass sie selbst in allen Dingen Vorbilder sind; denn die Neubekehrten können hören und sehen, da sie ein Gewissen haben, das ihnen sagt, wie alles sein soll. Ich glaube übrigens, dass nun auch an anderen Orten eine Zeit für Erweckung ist. Auch viele von den Gläubigen haben es nötig, erweckt zu werden. Es zeigt sich, dass viele von ihnen sehr tief schlafen, und dass Erweckung für Sünder in gleichem Maße ihnen gilt, denn sie erwachen aus ihrem Dämmerzustand, beginnen zu lächeln und sagen: Ja, dies ist von Gott. Aus demselben Grund muss ich annehmen, dass die meisten Christen nur in Erweckungszeiten wach sind, und wenn keine Erweckung ist, schlafen sie und warten auf die nächste Erweckung. Doch so soll es nicht sein. Eine Folge all dieses Schlafes ist, dass diejenigen, die sich wachhalten, in den Augen der Schlafenden reine Unruhestifter zu sein scheinen. Parteiungen, die vom Teufel sind, sind gute Schlafkammern. Lasst uns uns alle vor der Ruhe hüten, die in den Versammlungen der Toten zu finden ist. Spr. 21, 16.
Wach auf, der du schläfst, denn der Tag naht heran! Mach rein dich, zieh schneeweiße Kleider nun an!
