Horten, den 5. März 1936
Liebe Schwester M. Wøllo,

der Gott der Hoffnung lebt, und er hat dich in seine beiden Hände gezeichnet. Vielen Dank für den Brief, den ich heute erhalten habe. Wenn Satan versucht, uns wie in einem Sieb zu sichten, dann haben wir unseren himmlischen Hohepriester, der für uns betet, damit der Glaube nicht aufhört. Behalte das im Gedächtnis! Die Erinnerung an frühere Sünden und Fehler soll dich nicht erschrecken, denn Jesus ist für unsere Sünden gestorben und zu unserer Rechtfertigung auferstanden. Das Opfer ist ein für alle Mal gebracht. Ist einer für alle gestorben, dann gehen wir davon aus, dass alle gestorben sind in ihm. Aber dem Menschen werden die Augen aufgetan über die Sünde, dass er nicht glaubt. Doch wir sind nicht von denen, die zurückweichen, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.

Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, der wird den Lohn eines Propheten empfangen. Das hast du ja mit Freude getan. Wenn Satan uns im Sieb schüttelt, dann gilt es zu glauben. Wenn auch eine Mutter ihren Säugling vergessen kann, so kann doch Gott uns nicht vergessen. David sagt: „Meine Sünde ist immer vor mir.“ Auch für ihn war es nicht nur Jubel. Die Absicht damit war, dass Gott ihm die Hässlichkeit der Sünde zeigen wollte, damit er im Leben einen Schrecken vor so etwas bekommen sollte.

Sei daher freimütig und stark. Sich dem Unglauben hinzugeben, bringt uns nicht weiter. Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wir haben Christi Glauben. Durch diesen haben die Alten ein gutes Zeugnis erhalten. Hebr. 11, 2. Aber dem Glauben geht immer eine Wartezeit voraus. Wir sehen dies bei Elia, als er um Feuer und um Regen betete. Abraham wartete auf die Stadt, die einen festen Grund hat. Sarah wartete geduldig auf Gottes Verheißung.

„Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist.“ Hebr. 12, 1.

Lies über den Glauben in Hebr. 11, und du wirst feststellen, dass der Glaube bei den Vorfahren gehalten hat – und das unter dem größten Druck. Gott schlägt jeden Sohn, den er annimmt. Und wir dürfen uns durch die Hitze nicht befremden lassen, die uns widerfährt zu unserer Versuchung.

Ich bin in letzter Zeit viel unterwegs gewesen. Überall sehr viele Menschen und der Widerstand der Widersacher ist gebrochen, er hat keine Wirkung mehr.

Mein Sohn Aksel und Elihu Pedersen erleben in Flisa und Umgebung ein großes Interesse an den Versammlungen und mehrere sind dazugekommen. Br. S. Bratlie und Ronald Henriksen haben in Trysil in Gegenden mit hartem Widerstand Sieg errungen.

Wir haben im Lauf der Jahre viel Widerstand gehabt – hinter unserem Rücken –, aber Gottes Gnade und Macht sind mit uns gewesen, sodass kein Widerstand zu stark gewesen ist.

Ehre sei seinem teuren Namen, der mit Wahrheit und Recht durchsäuert und eins gemacht ist. – Es hilft, ausdauernd zu sein. Bald werden hier und da Gemeinden aufblühen.

Meine Frau zog ein Mannakorn für dich und bekam zwei, die zusammenklebten: Jes. 62, 1 und 1. Joh. 5, 14-15. Mannakorn von Rakel: 1. Joh. 3, 22.

Herzliche Grüße mit Psalm 126.

Von Br.

J. O. Smith