Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1935-11 - Gottes Wort wird verkündigt

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Gottes Wort wird verkündigt

Die Brüder S. Bratlie, A. J. Smith, J. Kronstad, Elihu Pedersen und Ronald Henriksen sind derzeit in der Telemark, wo sie überall hungrige Seelen antreffen. Und das wundert mich nicht, denn überall wird zu Sündern geredet, weshalb die Neubekehrten keine Nahrung bekommen und in großer Zahl an Hunger sterben, während die, die sie zeugten, in neuen Gebieten umherstreifen, um neue Säuglinge in eine Welt zu setzen, in der sie weder etwas zu essen noch zu trinken bekommen. Jesus befahl seinen Jüngern, hinzugehen und alle Völker zu Jüngern zu machen und sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen und sie zu lehren, alles zu halten, was er ihnen befohlen hat. Mt. 28, 19-20. Beachte: Sie zu Jüngern machen und sie lehren zu halten. Hier liegt der eigentliche Kern der Sache.

Genau das ist es, was die fünf jungen Brüder tun, und das können sie tun, da sie sich von Kindesbeinen an darin geübt haben, Jünger zu sein und zu halten, was Er befohlen hat.

Sie haben nun Versammlungen in Langesund, Brevik, Skien, Lunde, Bandaksli und Dalen in der Telemark gehabt. Insbesondere sind es junge Männer, die sich um sie versammeln und hören wollen. Auch Leiter von Versammlungen nehmen das Wort an.

In Trysil und Ljørdalen, wo sie früher waren und die Jüngerschaft verkündigt hatten, geht es den Geschwistern gut und sie versammeln sich um Gottes Wort. Einer von ihnen, Gunnar Sundmark, schreibt:

„Ich muss wirklich sagen, dass wir es gut haben in der Gemeinschaft. Eine Handvoll, die Christi Nachfolger sein wollen, kommen jeden Mittwoch und Sonntag zu Gebetsversammlungen zusammen. Diese finden in verschiedenen Heimen statt. Die beiden letzten Versammlungen waren hier auf Sundstøa. Besonders die Sonntagsversammlung war gut besucht. Der Herr ist nahe und segnet. Mehrere der Brüder sind richtig im Feuer und wirken mit Zeugnissen und eindringlichen Gebeten kräftig mit. Die Schwestern haben auch einen sehr festen Stand, und ich sehe der Zukunft zuversichtlich entgegen. Er, der ein gutes Werk in uns angefangen hat, wird es auch vollführen.

Die Verfolgungen bleiben nun natürlich auch nicht aus. Aber das Licht ist stärker als die Finsternis, und die Wahrheit muss hervorkommen. In der Welt haben wir Trübsale, aber selbst in diesen können wir freimütig sein; denn der Herr hat die Welt überwunden. Und seine Fußspur ist es, in der wir wandeln sollen. Genau wie Jesus Christus Versuchung, Verfolgung und Schmach ausgesetzt war, so sind wir es auch, aber er siegte – und wir sollen siegen. Ja, das ist wahrhaftig eine gewaltige Berufung, zu der wir berufen sind.

Meine Mutter erhielt vor einiger Zeit einen Brief von einer älteren Schwester aus Ljørdalen. Sie preist Gott für die Gnade, die ihnen dort widerfahren ist. So einfach und geradlinig hatten sie diesen Weg früher nicht gesehen. Aber nun – durch die Hilfe der jungen Brüder – war der Weg klar geworden. In Wahrheit eine große Gnade von Gott. Ja, wir in Innbygda (Trysil) können wohl dasselbe sagen. Wir merken alle zusammen, dass es äußerst notwendig für uns ist, Schulter an Schulter zu stehen und an der Lehre festzuhalten, in der wir durch eure Arbeit unterwiesen worden sind. Wir spüren dadurch, dass wir mehr und mehr zusammengebunden werden durch Bande, die nicht von dieser Welt, sondern von Gott sind. Denn wenn wir im Licht wandeln – Gott selbst ist ja lauter Licht – dann spüren wir die Gemeinschaft, die es auch unter allen Heiligen gibt. Und nicht nur das, sondern auch ein ständiges Heranwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Jesus Christus. Der Aufrichtige bekommt Licht. Daher gilt es für uns, hellwach zu sein, fest im Glauben zu stehen und beharrlich zu sein im Gebet, sodass wir in diesem mit Danksagung wachen.

Ob es sich wohl für einen Besuch bei uns im Herbst oder zum Winter hin zurechtlegen könnte?

In der Sonntagsversammlung las ich den Geschwistern den Brief von Br. Bratlie vor. Sie baten mich, herzlichst zu grüßen, wenn ich schreibe.“

Soweit Br. Gunnar Sundmark. Nun muss das Wort gehalten werden, und dadurch kommt die Gemeinschaft von selbst. Und das geschieht nun in Trysil. Darüber freuen wir uns; denn diese Gemeinschaft ist echt, und die Liebe darin ist göttlich.

Br. Oscar Hansen und ich waren neulich in Westnorwegen. Wir besuchten Kristiansund N., Molde, Måløy, Rugsund, Bergen und Nesbyen. Wir bemerkten überall Fortschritt. Die Brüder legten sehr klare Zeugnisse ab. In Rugsund, kurz vor Hornellen am Nordfjord, hatten wir eine gesegnete Versammlung. Die Geschwister von Måløy waren mit Gesang und Musik dabei. Das Wohnzimmer und die Nebenräume waren voll mit Zuhörern. Es waren auch etliche Kinder dabei. Nach Aufforderung sangen sie sehr schön: Ich bin glücklich Sonntag, Montag, Dienstag usw. Das machte einen tiefen Eindruck auf die Älteren. Möge Gott sie segnen, dass das so werden und bleiben kann.

Über eine solche Reise könnte man viel erzählen, aber wir möchten nur erwähnen, dass es auch auf dieser Reise ging, wie der alte Simeon prophezeite: „Dieser ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen für viele in Israel.“ Einige nahmen das Wort an und freuten sich, andere verschlossen sich und wurden zornig.

Möge Gott uns von solchem Zorn erretten, wenn das Wort verkündigt wird.