Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1935-11 - Die Bilderkammern des Herzens

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Die Bilderkammern des Herzens

„Menschensohn, hast du gesehen, was die Ältesten des Hauses Israel im Finstern tun, jeder in seinen Bilderkammern? Denn sie sagen: Der Herr sieht uns nicht.“ Hes. 8, 12.

Wir Menschen können äußerlich fromm aussehen. Aber wie ist wohl das Innere? Ob nicht der, der das Auswendige reinigt, auch das Inwendige reinigen kann?

„Und als ich hineinkam und schaute, siehe, da waren lauter Bilder von Gewürm und scheußlichem Getier und allen Götzen des Hauses Israel, ringsherum an den Wänden eingegraben.“ V. 10.

Wenn wir dies auf alle Arten von Christen in unserer Zeit anwenden, werden wir genau dasselbe finden. Scheußliche Dinge sind an den Wänden eingegraben, an den Wänden des Herzens. Doch der Prophet musste zuerst das Bild ansehen, das den Eifer Gottes erweckte. Ohne das hätte er nie die Wand durchbrechen können. V. 8. Das Feuer vom Herrn muss uns beharrlich und lange reinigen, bevor wir von den eingegrabenen Bildern in den Herzenskammern befreit werden. Denn alles Fleisch hat seinen Weg verderbt.

„Zwischen der Vorhalle und dem Altar, standen etwa fünfundzwanzig Männer, die ihren Rücken gegen den Tempel des Herrn und ihr Gesicht gegen Osten gewendet hatten und beteten gegen Osten die Sonne an.“ V. 16.

Wer liebt wohl Gottes Weg so sehr, dass er sein Gesicht immer dem Tempel des Herrn zuwendet, sodass er immer in das Angesicht des Herrn schaut und verwandelt wird in das Ebenbild des Sohnes, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit? Ob man nicht um „eines einträglichen Amtes“ willen den Rücken gegen den Tempel des Herrn wendet und sich tief vor der Sonne im Osten (vor natürlichen Vorteilen) verbeugt? Die Bilder, die so tief in die fleischernen Wände des Herzens eingegraben sind, erinnern immer an natürliche Vorteile, und dies erweckt Habsucht, die Götzendienst ist. Diese scheußlichen Bilder wecken sündige Lüste und sündigen Eifer, was zu Hurerei, Ehrsucht, Neid, Missgunst und Hochmut führt, während der Eifer Gottes dazu führt, dass alle diese Bilder hinausgeworfen werden, die man auch als Bilder der Sünde im Fleisch bezeichnen kann.

Darum ist es notwendig, den alten Menschen mit all seinen Begierden zu kreuzigen. Erst dann kann der Leib der Sünde mit seiner ganzen Bildergalerie zunichtegemacht werden, damit wir der Sünde nicht dienen. Der Apostel Paulus nahm alle Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi. Wenn die Gedanken um die Götzenbilder an den Wänden kreisen wollten, dann griff er augenblicklich mit der Macht des Glaubens ein und führte diese hin vor das Angesicht und Bild Jesu. Das müssen auch wir tun, denn das ist der Weg der Heiligung. Eine sündige Handlung wird zuerst im Herzen geweckt, bevor sie ausgeführt wird. Aber jetzt sollen wir den Kampf gegen das sündige Gedankenleben aufnehmen, bevor es zu offenbarer Sünde kommt. Das heißt, die Sünde im Fleisch zu verdammen. Röm. 8, 3. So machte es Jesus Christus, indem er während der Versuchung litt und sich durch den ewigen Geist Gott darbrachte. Dies ist der neue und lebendige Weg in Jesu Blut durch den Vorhang, sein Fleisch. Das ist der Weg des Heiligtums – weg von der Bildergalerie der Herzenskammer. Ein Weg zu Leben und Frieden. Der Weg des Trachtens des Geistes.