Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Johan O. Smith

Brief an Aksel J. Smith, 18. Oktober 1935

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936
Horten 18. 10. 1935
Lieber Aksel,
Gottes guten Frieden!

Herzlichen Dank für deine Briefe, die ich bekommen habe. Es ist immer eine Freude, von eurer Arbeit zu hören. Danke für die drei Abonnenten. Heute habe ich ihnen die Oktoberausgabe Nr. 10 geschickt. Denke daran, dir den Namen des Postamts geben zu lassen.

Gestern bin ich aus Oslo zurückgekommen, wo wir am Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch Versammlungen hatten. Vorigen Samstag war ich zusammen mit Br. Aslaksen in Drøbak. Donnerstagnachmittag kam ich wieder nach Drøbak und las dort deinen Brief an O. Baltzersen.

Wir hatten gute Versammlungen in Oslo. Am Mittwochabend gab Br. Wetlesen aus Skien ein ausgesprochen gutes Zeugnis. Ich sprach nach der Versammlung mit ihm. Er war froh und zufrieden. Er begleitete Eriksen aus Drøbak auf dem Heimweg. Da erzählte er, dass Bedrängnisse und Verfolgungen ein wenig angefangen hatten. Seine Kameraden fragten, ob er ein Ketzer geworden sei. Aber in der Vogtsgate 35 gab er darüber Zeugnis, dass keine Macht ihn von diesen Wahrheiten abbringen sollte. Er liebt die Bruderschaft, sagte er.

In Drøbak und in Oslo sprach ich über die zehn Jungfrauen in Mt. 25. Man kauft Öl für die Kanne nicht wie über eine Theke. Das Öl kommt Tropfen für Tropfen für Tropfen aus zerstoßenen Oliven – durch ständige Hingabe in Christi Tod. Ohne die Leidensgemeinschaft Christi gibt es kein Öl in die Kanne. Das ist ein guter Text, und die ganze Lehre, dass der Sündenleib weggenommen sei, fegt er weg.

Ich muss annehmen, dass du und die übrigen Brüder jetzt erschöpft seid. Durch Gottes Gnade lebe ich im Hinblick auf den Geist und auch auf den Leib in Glaubensübungen. Und das geht gut. Grüße die Brüder in demselben Kampf und Sieg.

Liebe Grüße von uns allen hier.

Dein

J. O. Smith