Friede.
Ich hoffe, dass es euch allen gut geht. In Molde hatten wir am Samstag Versammlungen und zwei Versammlungen am Sonntag sowie ein Zusammensein bei Br. Bolsønes am Sonntagabend. Es waren gesegnete Versammlungen, die im 2. Stock im Saal der Bank abgehalten wurden. Es kamen Leute aus Bud. Außer den Geschwistern waren nur wenige dort. Eine der feinen Damen der Stadt, wie man sagt, hat früher Skj. Sk. gelesen. Sie war in einer Versammlung und war froh darüber. Dieses Gekreuzigtsein waren neue Töne, sagte sie. Sie ist dafür bekannt, gottesfürchtig zu sein, doch ihr Mann ist anscheinend dagegen. Er betreibt eine große Bäckerei. Frl. Galteland war in einer Versammlung. Sie ist Apothekerin und eine Freundin von Frl. Offenberg. Sie muss noch durch so manches durch – denke ich –, bis sie für dieses Leben reif sein wird, obwohl Offenberg sie sehr rühmt.
Am Montagmittag kamen wir hierher und nahmen ein Doppelzimmer im Grand Hotel im 2. Stock für 3,00 Kr. pro Person und Tag. Dann waren wir in der Stadt unterwegs, um einen Saal zu mieten, aber es war schwierig. Dann gingen wir zur Löwenapotheke hinab und trafen Frl. Offenberg, die sich sehr über das Wiedersehen freute. Sie lud uns zum Abendessen um 20 Uhr zu sich ein und um 20.30 Uhr kamen fünf ihrer Freundinnen von der Inneren Mission. Das waren angenehme Menschen. Wir hatten eine Bibelstunde und eine Gesprächsrunde; sie zeigten großes Interesse. Frl. Offenberg machte sich viele Gedanken und stellte viele Fragen, und die anderen folgten ihrem Beispiel. Eine von ihnen spielte Gitarre und sang. Hansen erwähnte mehrere treffende Beispiele und erzählte, wie zornig er gewesen war. Die Beispiele gefielen ihnen sehr gut. Bestimmt haben sie sich darin wiedererkannt. Anschließend bekamen alle Kaffee; denn die Eltern von Frl. Offenberg waren verreist – es war also eine Führung Gottes, dass wir den ersten Abend auf diese Weise nutzen konnten. Draußen auf dem Flur – beim Abschied – sprachen sie darüber, dass sie Licht bekommen hatten. Es war auch eine besonders gute Bibelstunde. Frl. Offenberg machte sich viele Gedanken; aber Mal für Mal wurde sie darin ertappt, ungläubig zu sein. Sie war sehr schnell, dies anzuerkennen und das gab all den anderen Gelegenheit, darüber nachzudenken. Interessanterweise wird Frank Mangs heute Abend und morgen in der Nähe des Saals, den wir gemietet haben, nämlich dem „Total“, Versammlungen abhalten. Er spricht im örtlichen Versammlungshaus. Aber ich denke an Ramdahl und den anderen Schneider in demselben Anwesen. Ich empfahl den Damen gestern, zu Frank Mangs Versammlungen zu gehen, denn ich wusste, dass sie dies ohnehin tun würden. Dann hoffe ich, dass Br. O. Hansen und ich heute Abend eine gute Zeit für uns alleine im Saal bekommen, der 10,00 Kr. pro Nutzung kostet.
Es ging bisher gut auf unserer Reise, und heute Abend wird es wohl auch gut gehen. Frl. Offenberg hat die ganze Woche über jeden Abend Notdienst, das passt ja auch ausgezeichnet. So ist es zurechtgelegt, und so ist es recht. Jetzt hat Hansen meinen kleinen Koffer genommen und ist in die Stadt gegangen, um Skj. Sk. zu verteilen und Bücher zu verkaufen. Er hat keine Angst davor, schief angeschaut zu werden. Ich hoffe, dass er von seinem Urlaub Nutzen hat. Unser Gepäck ist noch in Molde bei Bolsønes. Wenn es passt, dann schickt diesen Brief mit herzlichen Grüßen an Aksel und die anderen in Skien. Ich hoffe, es geht ihnen gut. Es soll hier ein großes Interesse an den Versammlungen vorhanden sein, habe ich gehört, und ich glaube, dass die jungen Brüder hier viel zu tun bekommen werden. Br. Bolsønes ist lebhaft daran interessiert, in Kristiansund N. Geschwister zu finden. Wir werden nun sehen, wie es weitergeht. Diejenigen, die gestern bei Frl. Offenberg waren, wurden wie von einem Sturm mitgerissen, und sie sagten alle einstimmig Ja und Amen. Das Thema heute Abend: „Ein tieferes Leben in Gott“ ist in zwei Zeitungen angekündigt. Dies müsste die Suchenden ansprechen. Wenn wir nun so weit im Norden sind, sollten wir ja versuchen, die Zeit möglichst gut zu nutzen. Grüßt alle zu Hause und die Geschwister. Das Ehepaar Fuglseth in Molde freute sich von Herzen. Ebenso Bolsønes und seine Frau und alle die anderen.
Herzliche Grüße an euch alle.
Euer
J. O. Smith