Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Johan O. Smith

Brief an Anna Kjærnet, 24. Januar 1935

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936
Horten, 24. 1. 1935
Liebe Schw. Anna Kjærnet,
Friede!

Wir bedanken uns alle zusammen herzlichst für den guten Hefekranz zu Großmutters Beerdigung. Die Beerdigung und die Gedenkfeier waren vorbei, daher wurde er in drei Teile geteilt für K. Pedersen, Emilie Andersen und uns.

Es war ein langes und arbeitsreiches Leben, das hier zu Ende ging. Sie war schon von Kind an gottesfürchtig. Sie durfte auch sehen, dass alle ihre Kinder sich bekehrten, und ebenso zahlreiche Enkel, ja sogar Urenkel. Das Andenken der Gottesfürchtigen bleibt im Segen. Sie wurde 86 Jahre alt.

Es ist ein längerer Weg im Geist zurückzulegen, um aus der Welt – durch den Vorhof Gottes in den Tempel Gottes hinein – zu kommen. Die meisten kommen wohl nie so weit, das ist das hohe Alter des Gerechten. Denn es gibt zwei Arten von Christen: 1. Vorhofchristen und 2. Tempelchristen. Im Vorhof sind alle Parteiungen. Doch wenn wir aufmerksam auf den Geist hören, dann gehen wir aus dem Ganzen hinaus und hin zu dem Ort, von dem Gottes Stimme zu hören ist, und das ist der Tempel, der Tempel des Leibes. Hier werden wir mit einem Geist getauft, um ein Leib (Tempel) zu sein, hier hören wir nur eine Stimme (die Hirtenstimme).

Ja, hier ist Gottes Ruhe. Hier ist Gottes Wort, ein Glaube, ein Vater, eine Taufe.

Selig ist jeder, der es schafft sich durchzukämpfen, sodass er ein „Tempelchrist“ wird.

Helge bestellt hiermit einen Pullover mit einem Reißverschluss am Hals. Die Größe wissen Sie bestimmt.

Ich soll von allen hier herzlichst grüßen. Aksel und Elihu freuen sich über die Reise nach Flisa. Br. Aslaksen ist von den Jugendlichen in Måløy sehr begeistert. Jetzt ist er in Molde. Aksel und ich sind jetzt dabei, in dem Zimmer, das Mutter hatte, einen neuen Boden zu verlegen und die Wände mit Holz zu verkleiden.

Grüßen Sie Elise sowie alle in Ihrem Haus. Liebe Grüße und Dank von Ihrem Br. im Herrn

J. O. Smith