Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Johan O. Smith

Brief an Andreas Nilsen, 19. Januar 1935

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936
Horten, den 19. 1. 1935
Lieber Bruder Andreas Nilsen,
Friede.

Herzlichsten Dank für den Brief zu Weihnachten und für die Bezahlung der Skjulte Skatter-Jahresabonnements von heute. Die Liste schicke ich quittiert zurück.

Es freut mich, dass es bei euch und in den umliegenden Städten gut geht.

Mein Sohn Aksel und Elihu Pedersen sind seit der Neujahrskonferenz in Flisa gewesen. Es ist volles Haus und mehrere haben einen Standpunkt bezogen. Es kommen von weither Autos mit Jugendlichen, um zu hören. Von den Älteren sind welche dagegen, andere sind dafür – je nachdem, inwieweit sie es begreifen und verstehen können.

Das Leben hier geht seinen gewohnten Gang. Die Jugendlichen haben Versammlungen. Den Tempel Gottes, den Altar und die dort anbeten sollte der Engel messen. Aber den Vorhof außerhalb des Tempels sollte er nicht messen, denn der Vorhof sollte von den Heiden zertreten werden. Offb. 11.

Es gibt zwei Arten von Christen: 1. Tempelchristen und 2. Vorhofchristen. Der Tempel ist der Leib, die Tempelchristen können das Wachstum des Leibes wachsen. Doch die Parteiungen sind Vorhofchristen, die sich nur auf die Sündenvergebung verlassen. Dort kann kein einziger Millimeter Wachstum gemessen werden. Und doch sagen sie von sich, dass sie reich und satt seien.

Richte dich daher nicht nach den Warnungen und Verleumdungen des Vorhofes, denn er ist auf 300 bis 400 Parteiungen verteilt. Jesus betete, dass wir alle eins sein sollten. Das ist Tempelchristentum (der Tempel seines Leibes).

Wie muss sich doch eine aufrichtige Seele abmühen, um von allen Parteiungen freizukommen und in den Tempel hineinzukommen, wo alle Schranken niedergebrochen sind. Dank sei Gott für seine herrliche Erlösung! Die Welt kann aufgrund der Uneinigkeit und des Parteiwesens der Christen nicht glauben. Und doch gibt es nur einen Herrn, einen Glauben, eine Taufe, eine Stimme (die Stimme des Fürsprechers), einen Leib, einen Gott, den Vater aller. Denn Christus ist nicht geteilt. Parteiungen sind grobe Sünde. Und dann streiten sie aus Leibeskräften gegen das Tempelchristentum. Sie glauben, Gott damit einen Dienst zu erweisen, wenn sie jeden totschlagen (dem Geist nach), der von ihnen ausgeht und zu ihm hinaus – draußen vor das Lager.

Ich habe für die Märzausgabe von Skj. Sk. etwas hierüber geschrieben.

Br. Aslaksen war in Bergen und ist jetzt in Måløy. In Kopenhagen haben sich ein Schneider und seine Frau bekehrt. Jemand anderes steht kurz davor. Es geht überall vorwärts.

Liebe Grüße an dich, deine Familie und die Geschwister von deinem ergebenen Bruder

J. O. Smith