Die Konferenz in Hallingdal
Dieses Mal waren die Geschwister aus Westnorwegen gut vertreten. Von Måløy kam ein großer Lastwagen über Lærdal am Ende des Sognefjords. Sie waren mit einem größeren Motorboot den 320 km langen Seeweg von Måløy dorthin gekommen. Von Bergen kamen viele mit dem Zug. Die Brüder aus Fredrikstad lassen sich nicht aufhalten, sie kommen Konferenz für Konferenz den weiten Weg mit dem Lastwagen. Es waren zusätzlich zu den vor Ort wohnenden Geschwistern und Interessierten schätzungsweise etwa 150 angereist.
Es ist wirklich notwendig und gesegnet, mit Geschwistern zusammenzukommen, mit denen wir selten Gelegenheit haben, uns zu treffen. Es wurde viel gebetet, und viele Jugendliche wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten in Zungen. Während solcher Gebetsversammlungen – Arbeitsversammlungen – kann es mehr Lärm als gewöhnlich geben; aber so ist es immer in einer Werkstatt, wenn etwas getan werden soll. „Der alte Mensch“ mag keinen Lärm, es muss „andächtige Stille“ und Tod wie auf einem Friedhof sein, damit er sich wohlfühlt. Sicherlich kann unnötiges Frauengeheul vorkommen, doch das wird sogleich korrigiert. Später läuft die Maschinerie umso besser. Es ist, als ob alles geschmiert wurde. Gott sei Ehre und Lob. Hab daher keine Angst, wenn es in einer Erweckungsversammlung etwas außergewöhnlich zugeht, du wirst daran keineswegs sterben. Und der Maßstab gottloser Menschen für Ordnung soll nicht dein Maßstab sein.
Br. Aslaksen taufte mehrere Geschwister. Außer all diesen sichtbaren und offenkundigen Dingen gab es viel Unterweisung und viele kräftige Zeugnisse, besonders von jungen, kräftigen Männern. Die Jugendlichen fühlen sich wohl, wenn sie die Wahrheit hören. Selbst unbekehrte Jugendliche sitzen wie festgenagelt auf den Bänken. Wir haben nicht viel Mühe damit, Ordnung zu bewahren.
Br. Rudolf Schwaiger und mein Sohn Aksel Smith fuhren mit den Geschwistern nach Måløy, wo sie eine Woche lang bleiben wollen. Danach fahren sie nach Bergen, um dort ein paar Tage zu bleiben.
Vier von uns blieben nach der Konferenz in Nesbyen. Die Jugendlichen kamen zahlreich, und ich glaube, mehrere von ihnen sind zur Überzeugung gelangt.
Das ist das Geheimnis des Glaubens: „Ein gekreuzigtes Fleisch“, das uns miteinander verbindet. Dieses Geheimnis ist in letzter Zeit für viele offenbar geworden. Dieses Geheimnis schafft es, alle christlichen Parteiungen zu einem Fleisch, nämlich einem „gekreuzigten Fleisch“, zu vereinen. Aber es ist das religiöse Geschäftsleben, das verhindert, dass die Wirksamkeit des Glaubens sich in Praxis entfaltet. Das Christentum ist zu einer Erwerbsquelle geworden. Und eben darum ist Satan losgelassen. Es ist nicht zuletzt diese Seite der Sache, die in unserer Zeit mit dem Schwert des Geistes, dem Wort Gottes, niedergeschlagen werden muss. „Ein gekreuzigtes Fleisch“ verschließt allem Fleisch den Mund.
Halte daher allezeit das Wort vom Kreuz hoch! Es ist für uns, die wir glauben, eine Gotteskraft.
