(Brief an N.N. durch Originalbrief ersetzt)
Friede.
Herzlichen Dank für deinen lieben Brief. Ich sehe daraus, dass du mich und meine Frau erneut nach Koppang einlädst. Ich erinnere mich ja an die Einladung deiner Frau, als wir zu Tisch saßen, und wie du dieser zugestimmt hast. Aber wir gehören nicht zu der Sorte Menschen, die so schnell die Güte unserer Mitmenschen annehmen. Unsere Arbeit besteht darin, Menschen nach der Güte und Weisheit, die Gott gibt, zu helfen. Und ich würde auch dir gerne helfen, lieber Bruder. Wir haben nun drei Tage lang am Borrestrand gezeltet. Wir sind hier ca. 10 bis 12 Geschwister, und es kommt uns vor, als ob wir in der herrlichsten Villa wohnen würden. Auch Lydia (unsere Tochter) ist dabei.
Was dein geistliches Leben betrifft, suche du Gott persönlich. Wende dich nicht an die vielen, denn sie können in der Regel sich selbst nicht helfen, viel weniger anderen. Es war nur einer aus den Tausend, der am Tage der Not helfen konnte, sagt Elihu. Hi. 33, 23.
Wir werden vor Gott durch das Gesetz des Glaubens gerecht. Aber der Glaube hat nichts mit dem Gesetz zu tun. Gal. 3, 11. Wenn ein Gesetz gegeben wäre, das lebendig machen könnte, dann wäre wirklich durch das Gesetz Gerechtigkeit zu erlangen. Aber nun hat Gott alles eingeschlossen unter die Sünde, damit die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus gegeben würde denen, die glauben. Also musst du glauben. Gal. 3, 21-22.
In dem Augenblick, in dem du glaubst, gehören die Verheißungen dir. Den Geist bekommen wir durch Glauben und nicht durch Gesetzeswerke. Ich glaube wirklich, dass du vom Unglauben und den Gesetzeswerken der Galater befleckt bist. Gott will dich davon lösen, wenn du dich dem Gesetz des Geistes, der lebendig macht, hingibst. x) Denn nur durch dieses Gesetz können wir Gerechtigkeit erlangen.
Meine Frau und ich danken dir und deiner Frau herzlichst für eure aufrichtige Liebe und die Einladung, die wir leider jetzt nicht annehmen können. Wir haben Lydia, die uns braucht.
Liebe Grüße an euch beide.
Euer Bruder
J. O. Smithx) Er macht unseren Menschengeist lebendig; denn der zweite Adam ist zu einem lebendig machenden Geist geworden. Wir werden also durch den zweiten Adam lebendig gemacht.
