Die Pfingstkonferenz
„Die Wahrheit wird aus der Erde sprossen und Gerechtigkeit vom Himmel herabschauen.“ Ps. 85, 12.
„Träufelt, ihr Himmel, von oben herab, und ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit! Die Erde tue sich auf, und es sprosse Heil hervor, und Gerechtigkeit wachse zugleich! Ich, der Herr, habe es geschaffen.“ Jes. 45, 8.
Genau dies geschieht in diesen Tagen. Durch Gottes Gnade haben wir immer die Wahrheit geliebt und verkündigt. Um dieser Sache willen sind wir gehasst worden, weil man geglaubt hat, dass die Wahrheit nicht Liebe sei, doch es heißt, dass sich die Liebe an der Wahrheit freut.
Aber nun träufelt Gerechtigkeit vom Himmel und bald wird sie aus den Wolken herabregnen. Die Erde (die Herzen) tut sich auf und Heil sprosst hervor. Die Wahrheit kommt nicht von den hohen Gelehrten, sie sprosst aus der Erde, von gewöhnlichen Menschen, und Gerechtigkeit schaut vom Himmel herab und bestätigt die Wahrheit.
Gottes Geist und die Gnadengaben werden reichlich ausgeteilt, und wir waren ganz verwundert darüber, wie weisheitsvoll diese Gaben während der Konferenz eingesetzt wurden.
Neubekehrten wurde Gelegenheit gegeben, ein Zeugnis abzulegen, und viele aus Brevik und Umgebung standen auf und gaben klare und gute Zeugnisse. Sie fanden, dass unsere Verkündigung vom Wort der Wahrheit und vom Geist der Wahrheit am Anfang schwer zu verdauen war; doch nun hatten sie gelernt, diese zu lieben und wollten sie nicht mehr missen. Diese schmierige Rede von Liebe – ohne Wahrheit in Geist und Wort – war ihnen bereits widerlich. Ja, sie ist in Wahrheit eine Pest. Möge Gott sein Volk von dieser Heuchelei und dieser Kalktüncherei befreien. Wenn der Regen der Gerechtigkeit vom Himmel strömt, wird der Kalk weggespült werden; wenn aber derselbe Regen auf den Erdboden des Herzens fällt, dann wachsen dort Früchte der Gerechtigkeit. Denn Gott ist gerecht. Er lässt es einem Menschen nach dessen eigenem Weg ergehen.
Diejenigen, die in letzter Zeit durch Gebet und Glauben geheilt worden waren, bekamen ebenfalls Gelegenheit, Zeugnis zu geben – nur diejenigen, die wirklich gesund geworden waren. Es standen eine ganze Reihe Männer und Frauen auf, einer nach dem anderen. Sie priesen Gott für die Heilung von vielen verschiedenen Krankheiten. Das war sehr glaubensstärkend für uns alle.
Unter den jungen Brüdern wachsen nun Diener heran. Sie sind von Kindesbeinen an zu Gott bekehrt gewesen. Sie haben an der Kinderstunde, an Kinderkonferenzen, Jugendkonferenzen und Konferenzen für Erwachsene teilgenommen. Des Weiteren haben sie an vielen Bibelstunden und Gebetsversammlungen teilgenommen. Alles freiwillig und mit großer Lust und großem Interesse. Jetzt stehen sie hier in ihrem besten Alter, gut ausgerüstet mit Gottes Geist und Gnadengaben sowie mit einer für ihr kurzes Leben reichen Lebenserfahrung. Mehrere von ihnen haben bereits beträchtliche Weisheit, sodass sie das Wort vom Kreuz lieben und verkündigen. Ja, diese jungen Männer sind unsere Hoffnung und unsere Krone. Sie sind unsere lebendigen Empfehlungsbriefe, falls jemand wünscht, einen solchen Brief zu erhalten.
Der Saal war proppenvoll, er platzte beinahe aus den Nähten. Sollte er zu klein werden, dann wird Gott uns andere Lösungen zeigen. Seinem Namen sei Ehre und Preis für alles. Denn wir verkündigen sein Wort und suchen seine Ehre. So wird er, der Gerechtigkeit liebt, uns unser Recht schaffen, indem er die Gerechtigkeit vom Himmel herabregnen lässt. Mögen wir nur so leben, dass das Zeugnis des Geistes, des Wassersund des Blutes in uns hervorkommt, denn das ist größer als das Zeugnis der Menschen. Mit einem solchem Zeugnis in unserem Herzen scheren wir uns nicht um den Widerstand, ob er von ganz gottlosen Menschen kommt oder von den Religiösen. Denn der Geist, der in uns ist, ist stärker als der Geist, der in der Welt ist.
