Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Brief an Elias Aslaksen, 10. März 1932

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936
Kopenhagen, Donnerstag, 10. 3. 1932
Mein hochgeliebter Bruder, Elias Aslaksen,
Gottes guter Friede.

Herzlichen Dank für deinen guten und verständigen Brief. Immer werde ich von deiner Weisheit und davon, wie du Gott hingegeben bist, beschämt. Dies ist mir ein Trost in aller Fürsorge dafür, dass das Ganze so vollkommen wie möglich gelingen möge und die Vielen in das Ganze und Vollkommene hineinkommen – in eine Erlösung, zu der du ja durch deine Berufung und Wirksamkeit im Leben gesetzt bist, in so hohem Maß beizutragen. Ich verstehe, wie du selbst sagst, dass deine Familie in deine Berufung und Wirksamkeit im Leben eingeschlossen ist und nicht hiervon trennbar ist. Ich kann mich an nichts von Eg-hyddan erinnern, außer dass wir den Frauen den Weg Gottes veranschaulichten.

Ich glaube schon, dass es in Oslo in Ordnung kommen wird; aber es war ja gut, dass der Eifer gegen Sünder und die scheinbar vielfältigen Offenbarungen vorläufig gebremst wurden.

Ich nehme an, dass du meinen Brief an Pauline erhalten hast. Ich hatte sie gebeten, diesen an dich und Br. Baltzersen zu schicken. Am letzten Sonntag in Kolding haben 7 dänische Brüder und mehrere Schwestern Zeugnis abgelegt. Es war eine richtige Konferenz. Kristensen & Madsen aus Vejle waren zugegen. Sie kamen unaufgefordert.

Am Montag hatten wir eine Versammlung in Middelfart. Es wurde eine ausgezeichnete Versammlung. 6 Frauen und 1 Mann waren anwesend. Unter ihnen war eine amerikanisch-norwegische Predigerfrau. Sie hörten gut zu – die 5 Frauen und der eine Mann, der schätzungsweise 45 Jahre alt war. Alles, was gesagt wurde, traf mich, sagte er zu Aksel. Jetzt wollen sie in Fredericia eine Osterkonferenz abhalten, wobei zwei Versammlungen in Fredericia und zwei in Kolding stattfinden sollen. Es sieht so aus, dass in Jütland eine große Wirksamkeit entsteht. Ellefsen setzt sich mit aller Kraft dafür ein. Thora singt und spielt auf der ganzen Bandbreite der Klaviatur. Das Ganze sieht sehr hoffnungsvoll aus. Die jungen Männer sind sehr eifrig. Ebenso ein Fischhändler Jacobsen. Wir kamen am Dienstagnachmittag um 16.30 Uhr in Kopenhagen an. Bei Frau Kobbeltvedt hatten wir eine Bibelstunde und eine Zeugnisversammlung. Ebenso auch gestern Abend bei Frau Kobbeltvedt. Heute werden wir Versammlung im Tingvej haben. Morgen fahren wir – nach vier Wochen Aufenthalt in Dänemark – zurück nach Horten. Wir haben den Eindruck, dass wir jetzt hier fertig sind. Vor der Abfahrt nach Jütland bekam ich eine Grippe und fühlte mich 8 Tage lang nicht besonders stark, aber es ging soweit. Br. Bratlie ist immer derselbe. Ich hoffe, dass er damit weitermacht bis an seinen Lebensabend. Möge Gott ihm dazu helfen.

Grüße alle zuhause und die Geschwister.

Liebe Grüße von uns allen hier durch deinen allezeit ergebenen Bruder

J. O. Smith

Br. Bratlie ist zur Arbeit gegangen.

Die Frau, die außerhalb der Stadt auf dem Land wohnt, hat mit Br. Bratlie darüber gesprochen, dass sie den Weg gehen will. Br. Ellefsen und seine Frau arbeiten in den Versammlungen sehr gut zusammen. Sie finden beide, dass sie am richtigen Ort sind, und sind froh und zufrieden. Sie rühmten Br. Ellefsen überall und dankten Gott für ihn.

Der Bruder von Frau Bæklund schien eine Führungspersönlichkeit zu sein. Er ist sehr ruhig und bestimmt, aber äußerst eifrig, und er liebt die Wahrheit. Seine Frau ist genauso, und er hat 5 Söhne im Jugendalter, die alle zu Gott beten. Sein Bruder in „Heden“ und Kristensen haben zwei Nächte lang miteinander gesprochen und sind die Zeichnungen durchgegangen. Sie kamen zum Ergebnis, dass sie damit einverstanden sind.

Eine alte Frau in Vejle, die eine leitende Stellung hat und in deren Versammlung seit vielen Jahren Prediger der Pfingstgemeinde willkommen waren, war einig mit uns. Ebenso ihr Schwiegersohn, der eine apostolische Versammlung leitet. Wie in Jütland wohl alles gehen wird? Am Samstag fahren Br. Nilsen (58 Jahre) und Ellefsen nach Südjütland.

Herzliche Grüße

Aksel