Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Skjulte Skatter 1934-04 - Wie stimmt Christus mit Belial überein?

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Wie stimmt Christus mit Belial überein?

„Ephraim mengt sich unter die Völker; Ephraim ist wie ein Kuchen, den niemand umwendet. Fremde fressen seine Kraft, doch er will es nicht merken; seine Haare sind schon grau geworden, doch er will es nicht merken.“ Hos. 7, 8-9.

Die Sünde Ephraims ist auch die Sünde unserer Zeit. Die Kraft verschwindet, weil man sich unter die Völker mengt. Anstatt von ihnen auszugehen und nichts Unreines anzurühren, lebt man weiterhin unter ihnen. Die Staatskirche hat sich ja ganz und gar an die weltliche Macht verkauft. Das Parlament und die Regierung sollen für die Kirche entscheiden, inwieweit Frauen als Pfarrerinnen angestellt werden können oder nicht. Die Frau wird ja selig werden dadurch, dass sie Kinder zur Welt bringt, wenn sie bleiben mit Besonnenheit im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung. 1. Tim. 2, 15. Das bedeutet, die Frau soll durch die Trübsale und durch alle die Aufgaben, die eine Kinderschar mit sich bringt, erlöst werden. Darin soll sie Geduld lernen und sich in Gottesfurcht üben. Wenn nun die Frau Pfarrerin sein soll, dann braucht sie ja all die Erlösung, die die Schrift anzubieten hat. Kann man sich dann so etwas vorstellen, dass eine Mutter im Pfarrergewand und mit weißem Kragen dasitzt und stillt und sich um die Wiege und die Küche kümmert, um sich danach in aller Eile auf die Kanzel zu begeben? Und so etwas ist unter den hohen Gelehrten, unter den Wortführerinnen in Vereinigungen und unter den Parlamentariern Gegenstand ernsthafter Erörterungen. Ich glaube, diese Menschen sollten einen gründlichen Kurs in „gesundem Menschenverstand“ belegen.

„Ich lasse euch aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.“ 1. Kor. 11, 3.

Wenn die Pfarrer der Staatskirche, die Regierenden und alle Frauen der Frauenbewegung das wüssten, dann würde die Frage über Pfarrerinnen von selbst wegfallen.

Der Mann ist das Haupt der Frau. Doch nun soll die Frau als Pfarrerin das Haupt des Mannes werden. Sie soll, in direktem Widerspruch zur Schrift, den Mann belehren.

Dies ist die Frucht davon, dass man ungläubige Menschen in Glaubenssachen mitmischen lässt. Das Ganze wird einfach lächerlich dumm. Jetzt stehen die Pfarrer kraftlos da, und die weltliche Macht steht am Ruder. Ja, das geschieht ihnen gerade recht! Viel Vergnügen! Ihr Heuchler, ihr Nachkommen der Pharisäer! Haltet euch zu Herodes und Pilatus! Sorgt dafür, dass ihr gut bezahlte Stellungen bekommt. Tragt all eure Not der weltlichen Regierung vor. Bittet sie um Brot für eure Wirksamkeit! Denn die Zeit des Abfalls ist gekommen. Frauen und Kinder haben die Macht.

Darum sagt der Herr: „Siehe, der Herr macht die Erde leer und wüst und wirft um, was auf ihr ist, und zerstreut ihre Bewohner. Und es geht dem Priester wie dem Volk, dem Herrn wie dem Knecht, der Frau wie der Magd […].

Die Erde wird leer und beraubt sein; denn der Herr hat solches geredet.

Das Land verdorrt und verwelkt, der Erdkreis verschmachtet und verwelkt, die Höchsten des Volks auf Erden verschmachten.

Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und brechen den ewigen Bund.

Darum frisst der Fluch die Erde, und büßen müssen’s, die darauf wohnen. Darum nehmen die Bewohner der Erde ab, sodass wenig Leute übrigbleiben.“ Jes. 24, 1-6.

Dies ist eine Prophezeiung für die letzten Tage. Die Menschen haben die Gesetze übertreten, das Gebot geändert und den ewigen Bund gebrochen. Darum kommt der Fluch. Die Erde wird leer und beraubt sein. Man macht Goldtransporte von Land zu Land. Männer in Vertrauensstellungen aller Art veruntreuen Geld. Niemandem kann man vertrauen. Der Pfarrer ist abhängig von den Menschen und die Menschen vom Pfarrer. Wie es dem einen geht, so geht es auch dem anderen. Alles taumelt und wankt. Jeder greift nach dem erstbesten Strohhalm, um ein bisschen Unterstützung zu bekommen. Die Vorgesetzten führen einen Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Untergebenen, und die Untergebenen mühen sich ab, um die Oberhand zu bekommen. Alle streben wie Satan selbst, um auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden hinauf zu kommen.

Ob Jesus Glauben finden wird auf Erden, wenn er kommt?

„Wir hören Lobgesänge vom Ende der Erde: Herrlichkeit dem Gerechten!“ Jes. 24, 16.

Die Gerechten ziehen sich ganz bis ans Ende der Erde zurück, heraus aus allen Parteiungen und Sekten. Sie tun nach dem Wort des Herrn: Geht aus von ihnen, mein Volk! Dann singen sie Loblieder am Ende der Erde, während sie auf das Kommen des Herrn warten. Ja, selig ist die kleine Schar, zu der sich der Herr bekennt. Sie hat alles in ihm, ihrem Erlöser, jetzt und in Ewigkeit.

Wie stimmt Christus mit Belial überein? Wie stimmt der Geist, der in den Kindern des Unglaubens wirksam ist, mit Jesu Geist, der in jedem, der glaubt, wirksam ist, überein? Wie stimmt ein Priester, der von der Finsternis zu Gottes wunderbarem Licht geführt wurde, mit den Priestern überein, die nur um des Lebensunterhalts willen Priester sind?

Es ist überhaupt nicht möglich, Priester zu sein, ohne dass man von der Finsternis zum Licht, von Satans Macht zu Gott geführt wurde. Mit ihrer ganzen Pfarrerausbildung sind sie nur Laien –verglichen mit den Priestern, die von Gottes Geist ausgebildet wurden.

Ein Priester für Gott hat nichts weiter mit der Welt zu tun, als dass er ihr Bekehrung predigt. Alles andere Vermengen ist Heuchelei; denn Freundschaft mit der Welt ist Feindschaft gegen Gott. Und ein Feind Gottes ist untauglich als Priester.

Die Höchsten des Volks auf Erden verschmachten, sie welken und werden kraftlos.

All dieses Elend kommt durch Übertretungen der Gesetze Gottes und des heiligen Bundes. Gegen all dieses Elend sollten sich die Priester wappnen. Doch sie haben sich mit den Völkern vermengt und sind kraftlos und verwelkt.

Möge Gott unter ihnen einen Diener im Geist und in der Kraft Luthers erwecken! Wenn es in der sogenannten Priesterschaft niemanden gibt, dann nimmt er irgendeine andere Person. Denn es ist der Herr selbst, der im Geist ist und Kraft und Weisheit gibt, niederzureißen und aufzubauen.