(Empfänger nicht bekannt)
Datiert auf den 4. März, aus dem Inhalt geht jedoch deutlich hervor, dass der Brief im April, nach der Osterkonferenz, die vom 29. März bis zum 2. April ging, geschrieben wurde.
Friede.
Herzlichen Dank für deinen lieben Brief. Ja, nun haben wir die verwunderlichste Konferenz gehabt, die ich je erlebt habe. Wie du weißt, beteten wir etwa eineinhalb Monate vor der Konferenz. In Horten wurden viele mit dem Heiligen Geist getauft und redeten in Zungen. Dann kamen der Gründonnerstag und Karfreitag mit der Brüderkonferenz. Es wurde gebetet, wie ich es nie zuvor gehört hatte. Es waren Rufe aus einer Not heraus. Einer nach dem anderen wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt und pries Gott sowohl in Zungen als auch mit dem Verstand. Wir fanden zu nichts anderem Zeit als zum Beten. Der Geist des Gebets ergriff alle. In einer Ecke knieten die Brüder aus Fredrikstad in einer Runde zusammen und legten die Arme einer dem anderen um den Hals und beteten. Mehr und mehr brachen hindurch.
Am Ostersonntag und Ostermontag kamen auch die Schwestern zur Konferenz. Alles zusammen war ein einziges Gebetsmeer bis weit über Mitternacht hinaus. Zwischen den Versammlungen beteten die Kinder. In einem Zimmer im Versammlungsgebäude traf ich 10 kleine Jungen an; sie beteten und mehrere redeten in Zungen. Der Dachboden war voller Kinder, die beteten. Die Schwestern nahmen am Abend den Holzschuppen, die Küche und den Speisesaal in Besitz. Ich nehme an, dass ungefähr 100 Geschwister die Gabe der Zungenrede empfingen, abgesehen von all denen, die erfüllt wurden mit dem Heiligen Geist. Mehrere Kranke wurden geheilt. Auch in den Privathäusern und Hotels wurde gebetet. Weder 1907 noch danach habe ich etwas dergleichen gesehen.
Ja, es hilft zu beten und nicht müde zu werden. Alle fuhren mit großem Gewinn von der Konferenz nach Hause, und ich bin gewiss, dass der Geist des Gebets sich an viele Orte ausbreiten wird.
Wenn du diesen Brief allen Geschwistern vorliest, dann grüße sie alle herzlich von Br. S. Bratlie und mir. Wir erinnern uns an all die guten Tage bei euch. – Grüße deine Frau und deine Kinder.
Sei selbst herzlich gegrüßt von deinem ergebenen Bruder
J. O. Smith