Die Vorsehung und Auserwählung Gottes
Paulus war mit Vollmacht und im Auftrag der Hohepriester auf dem Weg nach Damaskus, um die Christen zu verfolgen. Er meinte, er müsste viel gegen den Namen Jesu von Nazareth tun. Apg. 26, 9. Er brachte viele Heilige ins Gefängnis, und wenn sie getötet werden sollten, gab er seine Zustimmung. Er zwang sie zur Lästerung, und wütete maßlos gegen sie, verfolgte sie auch bis in die fremden Städte.
Als er mit diesem Vorsatz unterwegs nach Damaskus war, sah er mitten am Tag ein Licht vom Himmel, heller als der Glanz der Sonne, das ihn und die mit ihm reisten, umleuchtete. Sie stürzten alle zu Boden, und Paulus hörte eine Stimme auf Hebräisch: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Es wird dir schwer sein, wider den Stachel zu löcken! Paulus aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst.
Paulus war hier mitten in der Ausübung seiner Sünden, als Gott ihn rief und ihn zu seinem Diener erwählte. Gott hatte Vertrauen in ihn und gab ihm einen Dienst in seinem Reich, noch bevor er seinem neuen Meister die geringste Treue erwiesen hatte. Eine erstaunliche Entscheidung! Gott sah den brennenden Eifer, den Paulus, während er die Gemeinde verfolgte, für den Gott seiner Väter hatte. Nun sollte er ebenso eifrig in die andre Richtung werden. Gott ist ein eifriger Gott, und er liebt eifrige Menschen.
Die himmlische Stimme sprach: „Aber steh auf und stelle dich auf deine Füße! Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zum Diener und Zeugen zu bestimmen für das, was du gesehen hast und für das, worin ich mich dir noch offenbaren werde.“ Nun bekommt niemand anderes Offenbarungen als diejenigen, die seine Gebote haben und sie halten. Joh. 14, 21. Gott hatte also solch ein Vertrauen in Paulus, dass er nicht allein Zeuge dessen sein sollte, was er gesehen hatte, sondern auch Zeuge der Offenbarungen, die Gott ihm später im Leben geben wollte. Es war genauso, als ob er sagen würde: Ich habe volles Vertrauen zu dir, Saulus. Wenn du durch meine Gebote meinen Willen erfährst, dann weiß ich, dass du gehorsam sein wirst. Deshalb will ich dich erretten von dem Volk und den Heiden, unter die ich dich sende.
Wie viele in unseren Tagen lassen sich vom Volk erretten? Jesus wusste, dass Saulus sich vom Volk absondern lassen würde, darum sagte er es im Voraus. Und Diener für das Volk wird niemand, der sich nicht vom Volk absondern lassen will. Jesus sagt weiter:
„Um ihnen die Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott.“
Dies alles wurde Paulus gesagt, als er noch auf dem Weg nach Damaskus war und die Gemeinde Gottes verfolgte.
Hier sehen wir Gottes Vorsehung und Gottes Auserwählung.
