Gottes Gnade und Friede!
Herzlichen Dank für die Postkarten, die letzte war aus Brevik. Es freut mich, dass du in Porsgrunn und Umgebung bist. Es ist gewiss viel zu tun, und wenige sind der Arbeiter. Aber Gott sei gedankt, der uns etwas gegeben haben, mit dem wir arbeiten können, und welche, mit denen wir arbeiten können..
Nach der Dänemarkreise war ich körperlich nicht auf der Höhe. All diese Abendversammlungen bis in die Nacht hinein, Luftveränderungen und Ernährungsumstellungen werden mir zu viel. Hier macht sich selbstverständlich das Alter bemerkbar. Der Geist und das Interesse sind dem Körper weit voraus, der bereits unter dem Einfluss von abbauenden Kräften steht. Bitte bete dafür, dass ich gesund werden und wieder zu Kräften kommen kann, um noch nach Gottes wohlgefälligem Willen leben und wirken zu können.
Du musst auch auf dich selbst achtgeben, damit du dich nicht mit Abendversammlungen, die bis in die Nacht hinein gehen, ruinierst. Du bist bereits in dem Alter, in dem dies möglich ist, und wenn es einmal kommt, dann kommt es schnell. Bedenke das!!!
Hier leben wir eher im Schmelztiegel als in der „Evangeliumssphäre“. Wenn die Wolke über dem Zelt ruhte, dann sollte Israel den Dienst versehen.
Das Volk fordert, dass man immer wieder den Felsen schlagen soll, um Wasser zu bekommen. Dies nennt man den Evangeliumsdienst. Und hiernach richtet sich der Prediger.
Aus diesem Grund kam Mose, der treue Diener des Herrn, nicht in das Land hinein. Das zweite Mal sollte er zum Felsen reden, um Wasser zu bekommen. Daran müssen wir in unserer Verkündigung denken, denn wir haben es nun mit einem lebendigen, auferstandenen Erlöser zu tun. Wir dürfen uns nicht vom Treiben des Volks beeinflussen lassen und in den dem Volk zugewandten Dienst an der Hütte absinken und uns dadurch selbst aufhalten lassen im Lauf hinein in das herrliche Land, darin Milch und Honig fließt.
Der Missbrauch der Gnadengaben hat dazu geführt, dass man Angst davor hat, die zu gebrauchen, die man hat, und neue zu suchen. Es fehlt unter uns an Menschen, die sich der Kranken annehmen und mit ihnen und für sie beten können. Man könnte auch mehrere andere Dinge nennen. Doch die Sache ist, dass wir nach den geistlichen Gnadengaben „streben“ müssen. 1. Kor. 14, 1.
Möge Gott deine Arbeit sowie Andreas Nilsens Arbeit und auch die Arbeit all der anderen segnen. Sie ist nicht vergeblich. Es wird nützlich sein, wenn du in der Verkündigung von Gottes Wort den Propheten in dir mehr zu seinem Recht kommen lässt als den Prediger. Rede zum „Felsen“, so wird er zu dir reden. Dies ist der Geist des prophetischen Worts.
Herzliche Grüße an dich, Br. Nilsen und seine Familie sowie an die Geschwister.
Wir erwarten hier nun Br. Bratlie am Mittwoch oder Donnerstag. Ps. 44, 4-6.
Dein im Glaubensgehorsam ruhender Bruder
J. O. Smith