Friede.
Vielen Dank für deine zwei Briefe und die Manuskripte. Heute habe ich einen Brief von Frau Larine Kvalheim erhalten. Sie sagt, sie wurde auf der Neujahrkonferenz erweckt; aber ansonsten gibt es bei ihr keine Selbsterkenntnis. Sie sagt, dass das Verhältnis zu Færestrand rein sei usw. Die Schulden nennt sie „Schulden ihres Mannes“.
Ich habe ihr jetzt geschrieben, dass wir nichts dagegen sagen wollen, dass sie in Oslo zu den Versammlungen kommt; aber sie darf nicht aktiv teilnehmen, weder auf die eine noch auf die andere Weise. Und weil sie eine Person ist, die in der Gemeinde gerne reden und beten will, ist es noch schlimmer. Ich riet ihr, gottesfürchtig und in Stille zu leben. Im Übrigen sagte ich, dass ich aus rein menschlicher Sicht nichts gegen sie habe; aber dass ich Verantwortung dafür habe, dass das Ganze so rein wie möglich gehalten wird. Aus diesem Grund können wir sie nicht als eine Person ansehen, die sich innerhalb befindet. Von Færestrand habe ich nichts erwähnt; aber dasselbe gilt selbstverständlich für ihn.
Was Johansen (den kleinen) angeht, ist es ja richtig, wie du sagst, dass man mit ihm vorsichtig sein sollte. Aber Verås muss deiner Ermahnung nachkommen, seine Reden kürzer zu halten. Wenn nicht, müssen wir schärfere Verhaltensregeln einführen; denn alles bei uns muss zur Erbauung sein und darf nicht niederreißend wirken. Im Übrigen sollen sich die Jüngeren den Älteren unterordnen; wenn nicht, dann geht das Ganze in die Brüche.
Ich verstehe, dass es in Oslo schwierig sein kann; aber indem man ständig auf sich selbst, die eigene Familie und die Lehre Acht hat, kann es gehen. Jeder muss ja mit Gerechtigkeit, Ernst und Liebe behandelt werden. Wenn man das tut, dann werden sie auch in allem gehorchen, was ihnen und anderen zum Nutzen sein kann. Sei daher freimütig im Streit, lieber Bruder; denn ein großer Lohn erwartet dich und alle, die im Kleinen wie im Großen treu sind.
Heute habe ich einen ausgezeichneten Artikel von Selmer Blomqvist aus Lycksele erhalten.
Liebe Grüße an dich und deine Familie von deinem im Leben und im Dienst ergebenen Bruder
J. O. Smith