Friede.
Herzlichen Dank für das Zusammensein während der Konferenz. Ich bin ganz erstaunt darüber, wie viele sich uns von überall her anschließen. Gott segnet auf alle Weise. Auch die Verkündigung bekommt mehr Tiefgang und kommt mehr von Herzen. Sein Name sei gelobt! Wir kamen gestern hier an und wollten heute nach Horten weiterfahren; doch es kam ein Sturm von Süden auf, sodass wir bis morgen warten müssen. Bratlie ist für heute Abend hier angekündigt.
Wir sollen zum Werk des Dienstes vollkommen gemacht werden. Dazu gehört auch, dass Brüder, die den Dienst des Wortes nicht haben, zu schnell zum Reden sind. Dies wurde ja auch zweimal erwähnt, während ich in Oslo war; aber es sieht so aus, dass diejenigen, die es tatsächlich betrifft, es nicht verstanden haben.
Verås Reden sind viel zu lang und Alf Johansen steht auf und predigt zur Unzeit. In Zeugnisversammlungen können ja alle reden oder Zeugnis geben, aber auch da darf man die Menschen nicht plagen. Alles soll zur Erbauung geschehen. Wenn du daher Verås und Johansen dazu bringen könntest, bescheidener zu sein, wäre die Gemeinde weniger geplagt und alles würde erbaulicher und weisheitsvoller werden. Ich nehme an, dass du dies längst bemerkt hast. Je weisheitsvoller alles vor sich geht, desto mehr Fortschritt. Schmied Jensens Zeugnis passt nicht innerhalb unserer Versammlung. Er ist nicht der richtige Mann. Versuche durch Gottes Gnade alles zu entfernen, was schadet. Scheue dich nicht, Maßnahmen zu ergreifen. Man sollte es ihnen ja am besten in einem ruhigen Augenblick sagen. Falls sie es nicht korrigieren, dann muss man sie öffentlich ermahnen.
Im Übrigen muss man ja sagen, dass es im Großen und Ganzen in Oslo sehr gut und gesegnet ist. Ich glaube, dass wir einer großen Zukunft entgegengehen, wenn wir nur für Reinheit und die notwendige Überzeugungsarbeit, Zucht und Ermahnung sorgen. Wenn wir eine solche „altkluge“ Überheblichkeit nicht niederhalten, dann werden sie sich bald mehr Macht herausnehmen und es wachsen bittere Wurzeln auf und viele werden durch diese befleckt. Wir sehen ja, wie Olstad die Gemeinde mit seinem schrecklichen Predigen peinigte und plagte. Es tauchen mehrere solche auf.
Wenn in einer Rede die Wirkungen des Geistes fehlen oder aufhören und man dann weitermacht, dann ist das nur Fleisch. Für solches Fleisch ist das Schwert. Ständige Wiederholungen und kleinkariertes religiöses Geschwätz bringen nur Verderben.
Nur diese Zeilen zur Förderung des Ganzen.
Herzliche Grüße von deinem Bruder
J. O. Smith