Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Skjulte Skatter 1927-05 - Osterkonferenz 1927 – Horten

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Osterkonferenz 1927 in Horten

Alle diese Konferenzen sind mit Herrlichkeit und Schmerz erfüllt, wie die Worte einer Schwester aus Fredrikstad es beschrieben: „Es ist so schmerzhaft, bei der Abreise auseinanderzugehen.“ Den Geschwistern in der Finnmark und in Westnorwegen, die nicht anwesend waren, kann gesagt werden, dass diese Konferenz wahrscheinlich die bestbesuchte Konferenz war, die wir je gehabt haben.

Es waren etwa 200 Personen anwesend und insbesondere aus Oslo kamen mehrere neue Geschwister, die sehr eifrig waren. Zwei ältere Männer, die kürzlich durch Br. Aslaksens Verkündigung hinzugekommen waren, waren von Herzen froh. Sie spielten und sangen und jubelten bis spät in die Nacht – trotz Arbeitslosigkeit und ärmlicher Verhältnisse.

Möge Gott sie segnen und zum Segen werden lassen. Aus Dänemark kamen Søren Chr. Nielsen und Schw. Emma Hansen, außerdem kamen Geschwister aus Hallingdal, Kristiansand und den umliegenden Städten.

Br. Aslaksen unterrichtete und jubelte wie gewöhnlich Tag und Nacht. Ich frage mich nur, woher er all diese einzigartige Kraft bekommt. Ja, ich weiß es ja, wenn ich nur etwas nachdenke.

Worüber Zeugnis gegeben wurde? Ja, dass der Größte unter euch wie der Geringste sein soll. Ist der Größte in den Versammlungen unserer Zeit genau so wie der Geringste? Er soll nicht nur „so tun“, sondern er soll in Geist und Wahrheit wie der Geringste sein. Kann der Geringste dies spüren?

Dann wurde von geistlichem Krieg Zeugnis gegeben, und dass unser ganzes Leben ein einziger Krieg ist. Man muss kämpfen, ob man will oder nicht. Auf einer der Seiten muss man notwendigerweise stehen, entweder auf der Seite des Fleisches oder aber auf der Seite des Geistes. Jesu ganzes Leben war auch Krieg, und sein Wort scheidet Seele und Geist, Mark und Bein. Auch wir führen die Kriege des Herrn. Die Ängstlichen und Feigen dürfen nicht ganz und gar den Mut und die Fassung verlieren. Es geht darum, so viele „Volltreffer“ wie möglich zu schießen, damit der alte Mensch in die Knie geht und sich in Wahrheit getroffen fühlen kann.

Des Weiteren war vom Kreuz die Rede. Das Geheimnis der Einheit liegt in der Verkündigung von Kreuz und Tod über alles Fleisch. Jeder hütet sich dann, etwas von seinem Fleisch hervorkommen zu lassen. Dann entsteht Einheit ganz natürlich von selbst. Aber wir müssen am Kreuz hängen, nicht unten am Fuß des Kreuzes sitzen; denn dort können es auch Herodes und Pilatus, die Hohepriester und die Pharisäer sowie die Krieger, die Jesus gekreuzigt haben, aushalten. Dieses Stehen am Fuß des Kreuzes ist leeres Geschwätz, wenn man der Zeit nach bereits jahrelang am Kreuz hätte hängen sollen, sodass man dadurch klare Linien hätte, um in Gottes Wort unterweisen zu können. Ich bin mit Christus gekreuzigt, sagt der Apostel. Er sagt nicht, dass er am Fuß des Kreuzes steht. Wo findet man das übrigens in der Schrift?

Ja, wir hatten eine gesegnete Konferenz, und denjenigen, die zum ersten Mal bei einer solchen Konferenz dabei waren, gefiel es ausgezeichnet. Möge Gott sie alle segnen, und willkommen zur Pfingstkonferenz in Horten. Danke für alles.