Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Brief an Elias Aslaksen - 1927.04.19

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931
Horten, 19. April 1927
Lieber Bruder Elias Aslaksen,
Friede.

Herzlichen Dank für die Konferenz, die immer noch in meinen Gedanken weiterarbeitet und die, wie ich glaube, Wunder bewirkte. Die Schwestern aus Fredrikstad sagten, dass das Schlimmste an diesen Konferenzen ist, dass es so „schmerzlich ist, wieder heim zu fahren“. Ob das nicht „ein Volltreffer“ war?

Es lag eine beeindruckend große Gnade, ja ein Geist der Erweckung über den Versammlungen, insbesondere über den älteren Brüdern aus Oslo. Sie sind wie eine unerwartete Hilfe im Krieg, und ich glaube, dass es in Oslo richtig vorangehen wird. Die Hilfe kommt vom Herrn – ungeahnte Hilfe. Möge Gott dir reichlich Gnade geben, zu scheiden und zu trennen bis ins Unendliche, sodass das Kreuz allem Fleisch das Atmen unmöglich macht. Wir werden dir in unseren Gebeten beistehen und je mehr der Krieg tobt, desto größer ist die Hilfe. In den ersten Tagen des Durchbruchs lehrte mich Gott in den Nachtwachen, Krieg zu führen, und mit Herzenslust und allergrößter Freude in meinem Herzen zog ich durch Gottes Gnade in den Krieg. In meinem Herzen, Sinn und Geist fühlte ich es so, als ob gehärtete Stahlplatten durchschlagen werden könnten, als ob es Butter wäre. Ich schreibe dies, damit du wissen sollst, dass niemand dir zu widerstehen vermag, wenn du zum Krieg gerüstet vor dem Angesicht des Herrn stehst. Sei ein Durchbrecher alle deine Lebtage. Sei ein Retter für unzählige Seelen. Mögen Geschlechter für deine Kriege dankbar sein. Schlachte und iss, denn ein sehr großes Heer ist auf deiner Seite, und es werden mehr und mehr. Schaffe dem Armen und Elenden Recht. Rette ihn aus den Krallen des Unterdrückers. Gott hat dich mit Geist erfüllt und dir ein scharfes Schwert gegeben; gebrauche es alle deine Lebtage.

Danke für alle deine guten Worte an mich vor einer großen Versammlung. Ich nahm es als von Gott selbst, weil sie zu Gottes Ehre und mit Weisheit gesagt wurden. Auch dies trug dazu bei, die Einheit nach innen und nach außen zu stärken. Ich bin sehr glücklich und froh, alle diese lieben Geschwister zu sehen. Es ist beinahe schwerer zu ertragen als aller Widerstand in den härtesten Kriegstagen. Ich will mich jedoch durch Gottes Gnade zu meiner Berufung und Erwählung halten, dort unten – mit einzelnen Seelen. Von da aus werde ich mich durch Gottes Gnade dafür einsetzen, dich in deiner Berufung und Erwählung zu stärken. Und dies soll der Friedensbund zwischen uns sein, der nach der Anordnung Gottes geschlossen wurde und bis ans Ende der Tage festbleiben muss. Und dies soll für ewig unser Wahlspruch sein: „Der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste.“

Sei hiermit herzlich gegrüßt und danke für alles bis heute. Grüße deine Familie und die Geschwister.

Dein in Geist, Wasser und Blut und dafür kämpfender Bruder

J. O. Smith