Friede.
Danke für deinen lieben Brief (dein erster an mich), den ich heute bekommen habe. Es freut mich, dass es euch in Drøbak gutgeht und die Liebe regiert. Es wird berichtet, dass Johannes, als er alt war und zu den Gemeinden getragen wurde, sagte: Meine Kinder, liebt einander!!! Kürzer und besser konnte er es nicht sagen. Die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden. Ich schreibe dir hierüber, lieber Bruder, weil ich glaube, dass deine allergrößte Stärke in „der Liebe“ liegen wird. Sie ist eine tragende, Entwicklung bringende und voranführende Kraft. Ergreife sie zu ewigem Eigentum, denn sie bleibt bestehen, wenn Glaube und Hoffnung vergehen. Die Liebe baut auf, während ihr Gegensatz, das ist die Lieblosigkeit, niederreißt.
Gott hat dir eine gute Gesinnung und eine gute Stellung in seiner Gemeinde gegeben. Sei daher dankbar – und in Gottesfurcht gib ihm das mit Zinsen zurück, was du von ihm bekommen hast. Denn alles, was wir haben, ist sein, wie auch alles, was ihm gehört, unser ist in der Liebe, die Gott selbst ist. Unsere persönliche Entwicklung und all die Frucht, die wir durch den Geist tragen dürfen, sind dem Vater zur Freude und Ehre. Doch weil „die Liebe“, die ja der Vater ist, nicht das Ihre sucht, kommt dies wiederum uns zugute – nicht in uns selbst und für uns selbst, sondern in Ihm. Alles Gute kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts; aber alles Böse kommt von unten, durch die Sinne des Fleisches. Wähle also das, was von oben ist, und töte das, was von unten kommt. Dann achtest du gut auf das Gewicht und du wirst selbst nie zu leicht erfunden werden; denn nur das, was von oben kommt, hat Gewicht.
Grüße deine Frau und die Geschwister.
Sei selbst herzlich gegrüßt von deinem ergebenen Bruder
J. O. Smith