Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Skjulte Skatter 1927-04 - Seele und Geist

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Seele und Geist

Ausgearbeitet auf Grundlage eines Buches von Jessie Penn-Lewis
Hebr. 4, 12

Die Unwissenheit der Christen über den Unterschied zwischen Seele und Geist ist sehr verbreitet. Die Ursache hierfür muss darin liegen, dass man sich in der Regel durch sein „persönliches Leben“ nicht im Geist dahingehend entwickelt, dass das Wissen um die Trennung zwischen Seele und Geist eine Lebensnotwendigkeit für weiteren Fortschritt wird. Man gibt sich zufrieden damit, ein „seelischer“ Christ zu sein und kommt dann nie dahin, ein „geistlicher“ Christ zu werden. Von den Kanzeln aus, wo die Predigt gewöhnlich auf „die Sünder“ zugeschnitten ist, bekommt der „Gläubige“ keine weiterführende Unterweisung über die Dinge, die Licht über eine solche Spaltung in das Bewusstsein bringen könnten. Ebenso werden „Seele“ und „Geist“ meistens durcheinander verwendet, an richtiger wie auch an falscher Stelle, sodass die Zuhörer einen verwirrten Begriff vom Ganzen bekommen. Man kommt beinahe zu dem Ergebnis, dass Seele und Geist ein und dasselbe sein müssen.

Mrs. Penn-Lewis schreibt: „Natürlich kennen Schüler, die Griechisch lernen, die verschiedenen Worte in der Originalsprache, die Geist als Pneuma, Seele als Psyche und Fleisch als Sarx bezeichnet.“ Da diese Worte recht oft in der späteren Betrachtung über dieses Thema vorkommen, tut man gut daran, sich diese Begriffe in der Originalsprache zu merken.

Das Verlangen nach der Erkenntnis Gottes ist zwar bei vielen Gläubigen vorhanden, aber Satan macht es schwierig für sie, und dadurch, dass sie nicht an das Zeugnis des Geistes glauben und darauf vertrauen, geben sie meistens schon am Anfang ihrer geistlichen Laufbahn auf. Es ist daher notwendig, dass die Lehre der Schrift über den Unterschied zwischen Seele und Geist so klar wie möglich dargelegt wird – innerhalb des Auffassungsvermögens der jüngsten Gläubigen.

Der Heilige Geist wird euch alles lehren. Joh. 14, 26. Man kann sich fest auf die Unterweisung des Geistes verlassen. Er wird aufmerksame Jünger unterweisen, sodass sie durch persönliche Erfahrung fähig werden, zwischen „Seele“ und „Geist“ zu unterscheiden – ohne Griechisch zu können. Der vom Geist erleuchtete Verstand wird das Wort ergreifen und festhalten, bis man aus dem geschriebenen Buchstaben die geistliche Bestätigung hat saugen können. Aber der natürliche (seelische) Mensch kann die Dinge, die Gottes Geist angehören, nicht fassen, da sie nur durch Offenbarungen jedem, der glaubt, gegeben werden.

Die Seele (Psyche) und ihre Funktion

Was ist „die Seele“ im Unterschied zum „Geist“ und was ist ihre Funktion? Die Seele steht zwischen dem Geist und dem Leib, denn eine direkte Verbindung zwischen Geist und Fleisch ist unmöglich. Ihre Verbindung kann nur durch ein Medium zuwege gebracht werden, und dieses Medium ist die Seele. „Die Seele“ ist der Begegnungsort, wo Leib und Geist vereint werden, schreibt Dr. Andrew Murray. Obwohl „die Seele“ durch die Sinne des Leibes mit der sichtbaren Welt in Verbindung steht, steht sie doch durch den Geist in Verbindung mit der Welt des Geistes.

G. H. Pember erklärt dies so: „Den Leib können wir „Bewusstsein der Sinne“, die Seele „Selbstbewusstsein“ und den Geist „Gottesbewusstsein“ nennen.“ Weiter sagt er: „Der Leib ermöglicht es uns, die fünf Sinne zu gebrauchen, die Seele gibt uns jeden Augenblick Verstand und Hilfe, mit den Gefühlen umzugehen, die von den Sinnen kommen, während der Geist der höhere Teil ist, durch den wir in direkte Verbindung mit Gott kommen und durch den wir Gott begreifen und anbeten können.“

Dr. Andrew Murray ist einig damit, wenn er schreibt: „Die Gaben, mit denen die Seele ausgestattet war, als der Mensch zu einer „lebendigen Seele“ wurde, waren „bewusste Selbstbestimmung“ oder „Gesinnung und Wille“. Aber diese sind wiederum nur Form und Gefäß, in denen das Leben des Geistes entgegengenommen werden kann.“

Weiter schreibt Pember von der Erschaffung des Menschen und davon, wie das dreigeteilte Dasein geformt wurde: „Zuerst bildete Gott das leblose Gefäß, und danach blies er in dieses den Odem des Lebens hinein (1. Mos. 2, 7. Im Original im Plural), und dies muss sich auf die Tatsache beziehen, dass Gottes Einblasen des Odems zweierlei Leben hervorbrachte – das Sinnliche (in der Bedeutung: den Sinnen zugehörig) und das Geistliche …“ Er fügt weiter hinzu: „Es ist möglich, dass die Absicht mit dem Gebrauch von „Plural“ in Verbindung mit dem „Odem des Lebens“ diese ist, dass Gottes Einblasen den Geist hervorrief, aber dass gleichzeitig „die Seele“ durch die Wirkungen des Geistes auf den Leib hervorkam.“

Wir sehen, dass alle diese Autoren praktisch „die Seele“ als Sitz der Persönlichkeit (Wille und Verstand) definieren, die zwischen dem Geist, der offen ist für die geistliche Welt, und dem Leib, der offen ist für die sichtbare Welt, steht. So hat die Seele Macht zu wählen, wer von diesen den gesamten Menschen beherrschen oder kontrollieren soll.

Der Fall des Menschen

Aber ach, der Mensch fiel, und nachdem eine Zeit vergangen war, konnte man das Ergebnis sehen, wie es vom Herrn selbst in seinem Wort beschrieben ist: Alles Trachten der Gedanken seines Herzens war allezeit nur böse. 1. Mos. 6, 5. Der Fall kam zuerst im Verstand der Seele zum Vorschein; denn zu Eva wurde gesagt, dass der Baum eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. 1. Mos. 3, 6. Der Angriff der Schlange wurde nicht an das irdene Gefäß oder an den äußeren Menschen gerichtet, denn der Leib war zu diesem Zeitpunkt ganz vom Geist beherrscht. Sondern er wurde an den Verstand gerichtet und auf einen verständlichen Wunsch gegründet, in Erkenntnis und Macht in einem unbekannten Königreich einer anderen Welt vorzurücken. „Du wirst sein wie Gott“, sagte die Schlange. Sie sagte nicht, dass sie einem Tier auf dem Feld gleichwerden würde, das von Gott geschaffen war. „Die Erkenntnis“ war das Verlockende und wahrscheinlich dieselbe Erkenntnis, die Gott zu seiner Zeit geben wollte. Aber sie ergriff diese vor der Zeit und ohne den Willen Gottes.

Die Worte des Apostels Paulus in 1. Kor. 1, 19 sind daher in Verbindung mit dieser Seite des Falles sehr bedeutend. Denn „das Wort vom Kreuz“, sagt er, ist Gottes Kraft, um die Weisheit der Weisen zunichte zu machen. Da die Sünde den Weg zum Verstand fand, kommt die Erlösung durch das Kreuz, das die „gefallene Weisheit“ durch dieselbe Empfänglichkeit für die Botschaft des Kreuzes zunichtemacht. Denn die Verkündigung vom „gekreuzigten Christus“ ist für die Weisheit der Menschen eine Torheit. 1. Kor. 1, 18-25. So hat Gott in seiner Weisheit Erlösung auf eine Weise zuwegegebracht, welche die Ursache für den Fall nennt. Daher sagt der Apostel: „Wer unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr, dass er weise werde. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott.“ 1. Kor. 3, 18-19.

Überdies fiel Eva dadurch, dass sie in dieselbe Versuchung einwilligte, die den Fall Satans verursacht hatte, denn er sagte: „Ich will […] gleich sein dem Allerhöchsten.“ Jes. 14, 13-14. Der Versucher verstand es, Evas Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, indem er ihr etwas Höheres vor Augen führte als das, was sie selbst besaß; denn sie war von einem Leib, der aus Erde gemacht war, begrenzt; aber sie hatte eine Seele, die imstande war, auf Erkenntnis und Wachstum durch den höheren Teil des dreigeteilten Daseins Wert zu legen.

Die ganze Tiefe des Falles sehen wir erst, nachdem Jahre vergangen sind, da die Beschreibung des Zustands, in den die Menschheit abgesunken war, zeigte, dass der Weg mit schnellen Schritten bergab ging. Die Erkenntnis von Gut und Böse, die der Mensch im Garten Eden bekam, senkte den Menschen ins „Fleisch“ hinunter, sodass dieser Teil der dreigeteilten Natur, den er mit der tierischen Schöpfung gemeinsam hatte, Oberhand gewann.

Da geschah es, dass Gott auf die gefallene Menschheit sah und sprach: „Mein Geist soll nicht für immer mit dem Menschen rechten, denn er ist [ja] Fleisch.“ 1. Mos. 6, 3. Und so ist es, denn nicht allein über den gefallenen Adam hat „der Tod geherrscht“, sondern jeder einzelne Mensch ist so geboren, dass er dem ersten Adam gleicht und von der Erde – irdisch – und unter der Herrschaft des Fleisches ist anstatt unter dem Geist. Die Seele, die ein Bild von „sich selbst“ ist (s. Lk. 9, 23), ist zu einem Sklaven des Fleisches und des irdischen Lebens geworden, anstatt zu einem Diener des Geistes.

Der Geist des Menschen, der von Gott bedient wurde, ist gefallen und entfremdet dem Leben, das aus Gott ist (Eph. 4, 18), „ohne Gott“, fern von Christus (Eph. 2, 12) und untauglich, ihm nachzufolgen.

Der Leib mit seiner Begierde und seinen Vorlieben beherrscht die Seele und macht sie zum Sklaven. Der Geist des Menschen ist „tot für Gott“ und „in Finsternis“, aber bleibt dennoch in voller Wirksamkeit in der Gesinnung und im Leib. In einzelnen Fällen ist der Geist des gefallenen Menschen so stark in seiner Wirksamkeit, dass er trotz seines verfinsterten Zustandes sowohl die Seele als auch den Leib beherrscht. Von einem solchen Menschen kann man sagen, dass er „geistlich in den Sinnen“ ist, indem er mehr Geist besitzt als andere, die seelisch oder fleischlich sind. Das sind solche, die fern vom Heiligen Geist Gottes den Umgang mit der Geisterwelt suchen und lernen, eine „geheimnisvolle Macht“ auszuüben wie z. B. den Spiritismus, dem durch satanische Mittel Macht gegeben ist. Denn wenn der Geist des Menschen nicht wiedergeboren ist und der Geist Gottes nicht in ihm Wohnung genommen hat, dann stimmt er mit dem gefallenen Geist Satans überein und wird vom Fürsten der Geistesmächte, der in der Luft herrscht, regiert, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. Eph. 2, 2-3.

Wir sehen daher, dass der gefallene Geist des Menschen – verlassen von Gott durch den Fall – sozusagen ins „Gefäß der Seele“ hinabsank, und die „Seele“ wiederum sank in den Leib des Fleisches hinab – unter das, was der Apostel Paulus „des Fleisches Macht“ nennt. Daher kommt „die Seele“ im unbekehrten Menschen mal im Verstand, mal im Sinnlichen und mal in beidem zum Vorschein, da sie unwillkürlich dahin schwingt, wohin sie gelenkt wird. Dies ist es, was Judas in V. 19 sagen will, was heißen sollte: „Dies sind die Leute, welche Spaltungen (oder: Parteiungen) hervorrufen, seelische (= bloße Sinnen-) Menschen, die den (heiligen) Geist nicht haben.“ (Menge-Übers.)

Fausset beschreibt dies so: „In der Dreiteilung in der Existenz des Menschen ist es Gottes zukünftiger Plan, dass „der Geist“ an erster Stelle stehen und die Seele regieren soll, die als Bindeglied zwischen dem Leib und dem Geist steht. Aber im natürlichen Menschen ist der Geist in eine Untergebenheit gegenüber der tierischen Seele abgesunken, die in ihren Motiven und Zielen irdisch ist. Der „Fleischliche“ sinkt noch tiefer; denn für ihn ist das Fleisch (das niedrigste Element) die oberste Leitung.“

In der Wiedergeburt wird der verfinsterte und gefallene „Menschengeist“ wieder lebendig und erneuert. Das will Jesus mit seinen Worten an Nikodemus zum Ausdruck bringen, wenn er sagt: „Du musst von neuem geboren werden.“ Seine religiöse Erkenntnis half ihm nicht, da sie nur verstandesmäßig war. „Der Geist ist’s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze.“ Joh. 6, 63.

Das Kreuz und der Fall gehören unmittelbar zusammen, das eine als Gegenmittel für das andere. Durch Jesu Tod am Kreuz wurde die Sünde zunichtegemacht, sodass Gott dem Sünder vergeben und ihm einen Weg aus dem Fall und seinen Folgen zeigen konnte. Dieser Weg ist der „Weg des Kreuzes“, der wiederum „Gottes Weg“ ist – gebahnt durch den Vorhang, das Fleisch. Die dreigeteilte Natur des Menschen kann auf diesem „Weg“ wieder mit Gott vereint werden, indem Gottes Geist den Geist des Menschen leitet. Der erleuchtete Geist des Menschen wiederum leitet die Seele, sodass der Leib als Werkzeug im Dienst der Gerechtigkeit zur Verfügung gestellt wird.

Der fleischliche Christ

„Und ich, liebe Brüder, konnte nicht zu euch reden wie zu geistlichen Menschen, sondern wie zu fleischlichen, wie zu unmündigen Kindern in Christus.“ 1. Kor. 3, 1.

Gall sagt, dass „die Seele“ ihre Lebenskraft entweder vom Geist (dem höheren Teil) oder vom Fleisch (dem niedrigeren Teil) bezieht.

Im wiedergeborenen Menschen – d. h. in einem Menschen, der dadurch, dass Gottes Geist mit dem gefallenen Geist des Menschen in Berührung gekommen ist, seinen Geist erneuert oder lebendiggemacht bekommen hat – ist die Seele entweder unter der Leitung von untenher (vom Fleisch, dem tierischen Leben) oder von oben her durch das Leben nach dem Geist.

Man kann daher die Christen in drei Klassen aufteilen, nämlich 1. den geistlichen Menschen, 2. den seelischen Menschen und 3. den fleischlichen Menschen.

Mit dem Wort in 1. Kor. 3, 1 ist nicht die Psyche (Seele) gemeint, sondern sarkikos (fleischlich), das das Adjektiv des Wortes aus Röm. 8, 7 ist, wo geschrieben steht, dass fleischlich (sarx) gesinnt sein, Feindschaft gegen Gott ist. Es ist damit nicht gesagt, dass die „Psyche“ oder seelisches Leben Feindschaft gegen Gott ist, sondern die fleischliche Gesinnung. Es ist wahr, dass der natürliche oder „seelische Mensch“ geistliche Dinge nicht vernehmen oder verstehen kann. 1. Kor. 2, 14. Aber er sagt nicht, dass er in Feindschaft ist, nur weil er seelisch ist. Und ich kann von den tieferen Dingen in Gott nicht zu euch reden wie zu geistlichen Menschen (denn der natürliche, seelische Mensch kann nichts von Gott vernehmen), sondern wie zu fleischlichen, schreibt Paulus an die Korinther. Denn obwohl sie wiedergeboren und in Christus waren, waren sie dennoch vom Fleisch so beherrscht, dass er zu ihnen noch nicht anders reden konnte als wie zu Fleischlichen.

Dies wurde bewiesen durch ihren Neid und Zank, wodurch Werke des Fleisches offenbar wurden, denn er schreibt an die Galater: „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen.“ Gal. 5, 19-21. Das Auftreten von nur einem einzigen dieser hier genannten Werke beim Gläubigen zeigt, dass er sich in einem gewissen Maß von dem „sarkikos“ oder dem fleischlichen Leben leiten lässt, das einen Weg durch die Seele oder die Persönlichkeit findet, sodass Neid und Zank entstehen. Ein solcher Mensch ist nicht einmal seelisch (rein natürlich), sondern ein Mensch, der nach dem Fleisch wandelt, und das, obwohl sein Geist lebendig gemacht worden sein kann. Und diejenigen, die auf diese Weise „im Fleisch“ wandeln, können Gott nicht gefallen.

Des Apostels Beschreibung der Korinther als „carnal“ oder fleischlich – dass sie noch Kleinkinder in Christus waren – zeigt klar, dass Kleinkinder in Christus gewöhnlich unter der Leitung des Fleisches sind bzw. dass sie zu Beginn ihres geistlichen Lebens „im Fleisch“ sind. Bei ihrer Bekehrung sind sie gewiss „in Christus“ – durch sein Leben lebendig gemacht und durch seinen Geist in Ihn gepflanzt, wie in Joh. 3, 16 geschrieben steht, dass alle, die an Ihn glauben, das ewige Leben haben. – Doch diese „Kleinkinder in Christus“, die durch einen lebendigen Glauben sicherlich eine Lebensverbindung mit ihm haben, haben noch nicht so viel von dem erfasst, was das Kreuz während der Gleichgestaltung mit Christus in seinen Tod am Kreuz von ihnen fordert, auf dass auch das Leben Christi in demselben Maß zum Vorschein kommt, wie der Tod wirkt.

In der Rede des Apostels sieht es so aus, dass er die Korinther tadelt, weil sie immer noch Kinder sind, denn der Zustand des Kindseins braucht nicht von langer Dauer zu sein. Vgl. Hebr. 5, 11-14. Die Wiedergeburt des Geistes kommt dadurch zustande, dass Gott seinen Geist in unseren Geist bläst, indem wir ganz einfach an das versöhnende Opfer des Sohnes Gottes am Kreuz glauben. Auf diese Wiedergeburt des Geistes sollte sofort der Tod des Sünders mit dem Erlöser folgen (Röm. 6, 1-13), was den Menschen von einem Leben nach „dem Fleisch“ befreien würde, wovon die Christen in Korinth offenbar noch nichts wussten.

Das Merkmal von „carnalen“ (fleischlichen) Christen – kleinen Kindern in Christus – ist vom Apostel klar beschrieben, und durch diese Merkmale kann jeder Christ unserer Zeit sich selbst beurteilen, inwieweit er noch fleischlich ist.