Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Skjulte Skatter 1926-12 - Konferenz am Buß- und Bettag 1926 – Horten

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Konferenz am Buß- und Bettag 1926 in Horten

Es hatten sicher viele, jeder an seinem Platz, im Verborgenen für diese Konferenz zu Gott gebetet; denn wir merkten deutlich, dass der Gott, der im Verborgenen ist und der ins Verborgene sieht, öffentlich vergolten hat.

Wir merken auch, dass die Brüder, die viele Jahre lang an den verschiedenen Orten in der Arbeit treu waren, sich einen festen Stand und große Freimütigkeit in Christus Jesus erworben haben. Mehrere von ihnen müssen bereits als Gemeindediener im Sinn von Gottes Wort betrachtet werden. Wir alle sind Menschen und müssen von vielen Dingen und zu vielen Dingen erlöst werden, aber wenn wir mit dem Dienen warten wollten, bis wir vollkommen (vollendet) sind, dann bekommt man hier auf dieser Erde sicherlich keine Diener. Es muss uns genug sein, wenn ein Bruder in dem Licht, das er hat, mit einer vollkommenen Gesinnung treu gedient hat und dass er, was Leben und Lehre betrifft, in der Fußspur des Meisters nachfolgen will. Daher ist es zu Trost und Freude, sich mit solchen Brüdern zu treffen.

Die Verkündigung an der Konferenz war vielseitig. Es wurde davon gesprochen, „Forderungen“ zu unterlassen, da sie das genaue Gegenteil davon sind zu dienen. Forderungen sind Satans Anschlägen gleichzusetzen. Das ist ein Übel aus der tiefsten Finsternis. Wo man Forderungen bemerkt, hat man größte Lust, mit eisernen Schranken abzusperren. Gebt, so wird euch gegeben. Christus kam, um zu dienen und zu geben – nicht, um zu fordern. Es ist das böse Geschlecht, das Zeichen fordert, fordert, dass man ihnen Liebe erweist, fordert, dass man zu ihnen aufsieht, fordert, dass man überall auf sie Rücksicht nimmt. Die Gesinnung Christi fordert nichts Gutes von dort, wo es nichts Gutes gibt, sie gibt nur. Und je mehr wir geben, umso mehr wird uns gegeben.

Des Weiteren wurde darüber gesprochen, bereits im Gedankenleben über die Sünde zu siegen, und dass der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, unser Herz, unseren Sinn und unsere Gedanken in Christus Jesus bewahren wird. Die Gedanken müssen unter den Gehorsam gegenüber Christus gefangen genommen werden. Satan kommt mit seinen Versuchungen zuerst in unsere Gedanken; denn selbst bei den Heiden verklagen oder entschuldigen sich die Gedanken untereinander. Es gibt also sowohl böse wie auch gute Kräfte, die mit unseren Gedanken arbeiten. Wenn wir mit der Sünde in unseren Gedanken spielen, dann bedeutet das, das Fleisch zu pflegen, sodass die Begierde geweckt wird, und man weiß nicht, wann es zur Sünde kommen wird. Der Kampf gegen die Sünde muss also beginnen, sobald sich ein unreiner Gedanke meldet. Und es kann keine Rede von vollkommenem Sieg sein, wenn man das nicht tut. Es gibt eine Menge Christen, deren Gedanken ganz und gar verdorben sind, weil die Gedanken mehr mit dem in Verbindung stehen, was dem Fleisch angehört, als mit dem, was dem Reich Gottes angehört.

Zwischen den Versammlungen gab es Gespräche über alles, was zu Gottesfurcht und Sieg führt, sowie über den Antichrist und den antichristlichen Geist, die sehr auf dem Vormarsch sind. Besonders beschäftigten wir uns mit dem, was zurzeit in Italien geschieht, wie die Regierung und die Kirche vereint werden. Die Jesuiten wollen die Kirche mit aller Macht zu weltlicher Macht und weltlichem Ansehen führen. Und wir lasen von jemandem, der sagte, dass diese Jesuiten der Steigbügel sind, um der Hure, die auf dem Tier reitet, in den Sattel zu helfen. Sie steigt etwas ängstlich auf das Tier auf, da sie eine Ahnung hat, dass es vielleicht schiefgeht, aber dennoch steigt sie auf. Offb. 17. Ehre und Ansehen der Welt bedeuten mehr für sie als die Ehre Gottes. Ja, wir unterhielten uns über weit mehr, als hier erwähnt werden kann, und wir waren darüber einig, das Horn im Auge zu behalten, das zurzeit in Italien heranwächst. Denn es ist nicht gerade gewöhnlich, wenn ein Dorfschullehrer innerhalb von ca. 8 Jahren zu einer solchen Macht heranwachsen kann, dass er Diktator des ganzen italienischen Volks ist und befehlen kann, dass jeder Mann, der ihm begegnet, das eine Knie beugen und seine rechte Hand in die Höhe halten soll und der Bischöfe dazu bringen kann, in ihren Gemeinden zu verkündigen, dass sie an Mussolinis Herrschergeist glauben. Die Welt will sich betrügen lassen und sie wird betrogen; denn Gott gibt sie dahin in verkehrten Sinn, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht annehmen.

Nun ist uns nicht alles bekannt, was da unten in Italien vor sich geht, aber in der kleinen Broschüre, die wir lasen, gab es Glaubensartikel zur Verherrlichung Roms als Göttin. Dass sie zu Tode gepeinigt worden wäre, dass sie begraben worden wäre, jedoch wieder auferstanden und in den Himmel aufgefahren sei. Bei so etwas hat man allen Grund, wachsam zu sein, insbesondere wenn man weiß, dass es ca. 300 Millionen Katholiken in der Welt gibt, von denen wohl die meisten blind an Rom als Göttin glauben.

Was wir sagen können und wozu wir jeden ermahnen wollen, ist dieses:

Beuge niemals deine Knie vor jemand anderem als vor Gott und seinem geliebten Sohn Jesus Christus. Erleide lieber den Tod, als andere anzubeten als unseren erhöhten Messias zur Rechten des Vaters, vor dessen Füßen alle seine Feinde versammelt werden, sodass er sie eines Tages verzehren wird, weil sie die Wahrheit nicht liebten, sondern Gefallen an der Ungerechtigkeit hatten. Wir wissen nicht, wer der Antichrist ist, sondern wir können nur genau auf die Hörner achtgeben (d. h. auf jeden, der zu weltlicher und gottloser Macht aufsteigt). Dan. 7, 8: „Als ich aber auf die Hörner achtgab, usw.“

Die Konferenz gab uns eine reiche Ausbeute, und wir empfanden die brüderliche Gemeinschaft (die Gemeinschaft der Heiligen) sehr stark.

Da dies die letzte Ausgabe des Monatsblattes in diesem Jahr ist, möchte ich mich bei allen für das vergangene Jahr, für Konferenzen, Briefe und für alle Liebe bedanken. Vor allem aber sei Gott und unserem lieben Herrn Jesus Christus Ehre und Dank für alles. Denn wie könnten wir wohl ohne den Geist Jesu zurechtkommen? Möge Gott das kommende Jahr segnen. Grüße an jeden Einzelnen in der Liebe Christi. Euer Bruder und Mitdiener.