Friede.
Herzlichen Dank für deinen lieben, offenen Brief, den ich erhalten habe. Ich meine damit nicht, dass der Brief geöffnet war, sondern dass du darin dein Herz ausgeschüttet hast, so dass er deshalb offen war.
Lieber Bruder, ich hatte immer volle Gewissheit darüber, dass Gott dich an dem Platz eingesetzt hat, an dem du in Oslo bist, und ich bin vollkommen überzeugt, dass du zu jeder Zeit deine Fähigkeiten und Kräfte in diese Arbeit investiert hast. Gott alleine kann dies belohnen. Du kannst sicher sein, dass die Arbeit auch in der Zukunft beständig und sicher vorwärtsgehen wird. Der Sauerteig muss säuern und das Senfkorn muss wachsen, allen Widerwärtigkeiten zum Trotz. Ich glaube, dass du mit der Zeit von mehreren Brüdern gute Unterstützung und Hilfe bekommen wirst. Es braucht Zeit, bis sie zur Ruhe kommen und ihr Arbeitsfeld finden. Man muss etwas geduldig mit ihnen sein, sie sind noch nicht so sehr geprüft, dass sie in ihrer Aufgabe sicher sind. Vielleicht gehört Br. Bratlie zu denen, die dir am meisten zur Hilfe sind – nach Br. Jensen und Br. Hågensen. Gott hat dir eine gute Frau gegeben, die von Kindheit an mit dieser Arbeit vertraut ist. Auch dies ist eine große Gnade.
Heute habe ich einen Brief von Br. Aslaksen erhalten. Er hat vor, am Mittwoch nach Brevik und anschließend nach Sandefjord zu fahren. Br. Ellefsen ist von Westnorwegen nach Hause gekommen. Er ist von Trondhjem nach Molde gereist, wo sie ihn mit Freude empfangen haben. Von dort begleiteten ihn Br. Fuglset und Br. Løvfald weiter nach Ålesund, wo er an zwei Sonntagsversammlungen teilnahm. Am Montag hatten sie seinetwegen eine zusätzliche Versammlung. Br. Juliebø (jun.) und ein weiterer Bruder verbrachten viel Zeit bei Br. Ellefsen im Hotel. Er hatte den Eindruck, dass die Geschwister in Ålesund sich nach einer Verbindung mit uns in Ostnorwegen sehnten. Sie waren wohl nur ein bisschen beleidigt, weil G. W. nicht im erwünschten Maß beachtet wurde. Dies geht bestimmt vorüber. Sie hatten gesegnete Versammlungen, sagte Br. Ellefsen. In Moldøen war es auch gut. Es war überall enorm viel Arbeit. Br. Kvalheim und seine Frau waren von Herzen froh über den Besuch. In Bergen begleitete ihn eine ganze Schar zum Bahnhof. Es kann sein, dass es in den Sommerferien eine Konferenz in Molde geben wird. In Bergen und Moldøen passt es nicht, meinten Kvalheim und Madsen. Wir werden abwarten, was der Wille Gottes in dieser Sache ist. Ich glaube, die Zeit ist nun reif, dass Ålesund wieder in Verbindung mit uns kommt.
Schw. Nancy Diesen (Indien-Missionarin), die auf der Konferenz war, kommt weiterhin zu den Versammlungen. Sie kommt oft zu uns nach Hause und spricht mit uns. Freitag Abend war wohl ein entscheidender Tag für sie. Sie zitterte und bebte förmlich, als sie von Christi Schmach hörte und davon, wie wir an dieser Teil bekommen. Aber gestern kam sie wieder und sagte, dass sie einen Tag nach dem anderen nehmen will. Sie ist sicherlich eine durch und durch ehrliche Seele.
In Amerika (Portland Origon?) in den U.S.A. arbeitet Br. Ananias Kvalheim mit sechs oder sieben Seelen. Darunter ist eine Missionarin, die von China zurückkehrte, weil sie nicht die Kraft besaß, die sie ihrer Meinung nach haben sollte. Diese Frau ist glücklich geworden und gehört zu den Eifrigsten. Br. A. Kvalheim kenne ich von Moldøen her. Er war ein stiller, gottesfürchtiger Mann, der umgänglich und bescheiden war.
Grüße deine Frau und die Geschwister.
Liebe Grüße, dein Br.
J. O. Smith