Pfingstkonferenz 1930 in Horten
Am Kai in Horten traf ich Br. Skogsrud. Er erzählte mir, dass unser lieber Br. Johann Hoff entschlafen ist. Das machte einen tiefen Eindruck auf mich, denn ich hatte ja neulich noch mit ihm gesprochen. Wir waren zusammen bei Br. Bekkevold auf dem Furukollen. Er jubelte und pries Gott ohne Unterlass. Br. Hoff war ca. 47 Jahre alt und war nur 1 ½ Jahre lang bekehrt gewesen. Vor dieser Zeit war er ein roter Kommunist, einer der Vordersten in den Reihen. Doch nun war er errettet und da wollte er als Erretteter leben. Überall, wo er auch hinkam, machte er „klar Schiff“ und lief auf dem Weg, als ob nur er, und er alleine, den Preis gewönne. Seine große Stärke war, dass er sich den Älteren unterordnen und Vertrauen zu ihnen haben konnte. Sein Platz war an der Tür im „Idrettens Hus“. Seine kräftige Gestalt, sein überzeugendes Wesen und seine große Liebe, vereint mit Verständigkeit, flößten Respekt ein, sodass er als Türhüter wie geschaffen war. Nach der Pfingstkonferenz fuhren viele von uns nach Oslo, darunter auch einige dänische Schwestern, um an der Beerdigung und der Gedenkfeier teilzunehmen. So wie sein Leben für uns zum Segen geworden war, so wurde es auch sein Heimgang.
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben.“ Joh. 5, 25.
Genau das war es, was Br. Hoff tat. Er übte sich darin, die Stimme des Sohnes Gottes zu hören, Tag und Nacht. Gesegnet sei sein Andenken. Ein Artikel von ihm über „Wahre Freiheit – falsche Freiheit“ ist in diesem Monatsblatt abgedruckt.
Wir hatten, wie gewöhnlich, eine gesegnete Konferenz. Vier Schwestern fuhren mit dem Auto die weite Strecke von Fredericia. Alles ging gut, und nun sind sie wieder gut heimgekommen ohne einen einzigen Unfall. Wenn nicht Gott durch seine Schutzengel all diesen Autoverkehr steuern würde, dann befürchte ich, dass sehr viele Unfälle passieren würden. Auch von Kopenhagen kamen vier Schwestern. Unser lieber Br. Løken kam wie gewöhnlich mit voll besetztem Fahrzeug aus Hallingdal, ebenso die Brüder von Kristiansand S.
Das Skogsrud-Quartett spielte unermüdlich, und Br. Aslaksen stellte Aufgaben, die man beantworten konnte, besonders über die Stellung und die Situation der Frau in Haus und Heim. Er freute sich nicht zuletzt, wenn er Damen die Note 6 geben konnte, bei denen man eine Eins hätte erwarten müssen. Aber weil niemandem erlaubt ist, beleidigt zu werden und alles Fleisch am Kreuz sein soll, gab es mehr Jubel über die Sechser als über die Einser.
Während der Versammlungen gab es viele gesegnete und lehrreiche Zeugnisse. Gott wirkt allseitig und vielfältig, sodass jeder mit seinen Fähigkeiten und entsprechend der Kraft, die Gott gibt, zu seinem Recht kommt.
Am Sonntag, den 22. 6., waren wir in Skibtvedt, ca. 70 km südlich von Oslo: vier Lastwagen, zwei gewöhnliche Autos und Br. Jensen und seine Frau von Oslo mit ihrem Motorrad, sowie ein großer Lastwagen von Fredrikstad. Wir hatten den Saal einer Jugendorganisation für die Konferenz gemietet. Zwei Schwestern aus Oslo drangen zum Frieden mit Gott durch, und viele andere wurden vom Wort ergriffen. Am Johannisabend waren wir auf dem Furukollen versammelt, wo unser lieber alter Br. Halvorsen und andere rund ums Lagerfeuer über das Feuer sprachen und über dessen Kraft, giftige Schlangen zu vertreiben, wie es seinerzeit auf der Insel Malta geschah, als eine Schlange aufgrund der Hitze herauskroch. Wir haben es gut, und besser wird es nach und nach.
