Gnade und Friede.
Danke für deine liebe Karte heute. Ich freue mich sehr über die Arbeit in Oslo. Jedoch denke ich, dass die finanzielle Seite der Angelegenheit auf lange Sicht schlecht verlaufen wird, wenn die Zuhörer nicht die Möglichkeit bekommen, über eine Kollekte etwas für die Miete des Saales usw. beizutragen. Es könnte ja ein Bruder mit einem kleinen und einem großen Teller an einem kleinen Tisch an der Tür sitzen, wie es in einzelnen Versammlungshäusern üblich ist. Es wird dann eine freiwillige Sache, wenig, viel oder nichts zu geben. Wenn sie geistliche Werte empfangen, dann ist es wohl nicht zu viel, dass man die natürlichen erntet. Man soll ja dem Ochsen, der da pflügt, nicht das Maul verbinden. Dass diese Vorgehensweise missbraucht wird, soll nicht daran hindern, geziemend davon Gebrauch zu machen. Man kann auf beiden Seiten gegen die Wand laufen. Die Geschwister in Oslo sind ja gewöhnliche, arme Leute, daher ist es weder eine Sünde noch eine Schande, in den größeren Versammlungsgebäuden an der Ausgangstür eine Kollekte aufzunehmen. Wollen sie hören, dann wollen sie wohl auch gerne einen kleinen Beitrag leisten. Wenn es dir unangenehm ist, in dieser Hinsicht etwas zu erwähnen, dann würde ich gerne den Brüdern vorschlagen, es so zu machen.
Ich glaube, dass Gott in Oslo – und ansonsten überall – eine Mission für dich hat. Er hat dich mit Gnade und Redegaben ausgerüstet, um diese tiefgründigen Dinge in Gott zu verkündigen. Wenn du allezeit in allen Bereichen demütig mit deinem Gott wandelst – selbst an den Tagen, an denen es vorwärtsgeht, sodass du dann auf der Hut bist – dann wird Gott dich alle Tage deines Lebens gebrauchen. Dies ist mein Herzenswunsch für dich. Denn deine Frucht ist meine Ehre im Herrn.
In Grimstad bekamen wir die Aufgabe, die Lehre zu verteidigen, die wir durch Gottes Gnade verkündigt haben. Denn es ist offenkundig, dass sie dort den „Weg Gottes“ und uns verleumdet hatten. Niemand widersprach, obwohl sie dazu aufgefordert wurden, falls sie etwas dagegen zu sagen hätten. Ebenso in Skien, wo ich an einer Versammlung teilnahm. Die Geschwister aus Kristiansand kamen mit dem Auto nach Grimstad und nahmen an einer Versammlung teil.
Heute bekam ich einen Brief aus Drøbak, ob ich dorthin kommen könnte. Nun ist es übrigens nicht mehr lange bis zur Konferenz. Ich hoffe, dass du wie gewöhnlich dorthin kommst und mithilfst.
Herzliche Grüße von deinem ergebenen Bruder
J. O. Smith